Seit über einem Jahr trage ich mich mit dem Gedanken einen Internetradioempfänger zu kaufen. Mittlerweile gibt es ein umfangreiches Angebot, so dass man schon genau wissen sollte, was man will.
Der Cosmopolit 7 WEB von Grundig hat es mir besonders angetan, weil er neben dem Internetradio sich auch auf das herkömmliche UKW und das hoffentlich bald noch besser ausgebaute DAB versteht. Mit MP3, WMA und RealAudio sind alle gängigen Formate abgedeckt. Das Design ist ebenfalls recht ansprechend und der Klang ist trotz des kleinen Gehäuses erstaunlich gut, was natürlich auch von der Qualität der ausgestrahlten Sendung abhängt.
Ich betreibe den Cosmopolit in einem WLAN (LAN ist ebenfalls möglich) über eine FritzBox 7270. Bei der Konfiguration sollte man doch besser zum Handbuch greifen, spätestens beim Einbinden in das Netzwerk. UKW und DAB kriegt man auch so hin. Nach Auswahl des eigenen WLAN und der Eingabe des Netzwerkschlüssels kommt die Verbindung zügig zustande. Der Router steht bei mir 20 Meter entfernt und 4 Altbauwände dazwischen ' einwandfreier Empfang.
Die Auswahl der Sender kann man nach Ländern oder Genre treffen. Statt der Angabe über das Gerät bzw. die Fernbedienung kann man auch über http://grundig.radiosetup.com auf die Plattform vTuner zugreifen und seine Favoriten zusammenstellen und Augenblicke später sind diese über das Radiomenü abrufbar. Momentan sind über vTuner 12616 Sender verfügbar. Nicht aufgeführte Stationen kann man über die Seite hinzufügen. Was nicht in der Produktbeschreibung stand, aber ein interessantes Feature ist: Es sind auch eine große Anzahl von Podcasts abrufbar, nach Themen und Ländern geordnet.
Aber das Radio kann nicht nur Radio sondern auch die heimische Musiksammlung abspielen. Einmal gibt es die Möglichkeit, den entsprechenden Ordner auf dem PC freizugeben. Komfortabler ist aber, den Windows Mediaplayer 11 als UPnP Medienserver zu konfigurieren. Vorausgesetzt die Musikdaten sind ordentlich mit ID3-Tags versehen, so werden Titel, Interpret und Album im Display angezeigt. Außerdem kann man sich auf diesem Wege nur Musik eines bestimmten Stils oder Interpreten spielen lassen.
Die Fernbedienung ist handlich, wenn auch etwas schwergängig. Sie funktioniert aber noch in einem Winkel von 45 Grad zum Gerät und einer Entfernung von 10 Metern.
Etwas Negatives ist aber auch zu berichten. Das Gerät hat auch einen USB-Port für den Anschluss von MP3-Playern oder USB-Sticks. Dazu steht im Handbuch, dass diese Funktion erst nach einem Update verfügbar ist. Das Update befinde sich auf der Website von Grundig. Dort ist es aber (noch?) nicht. Mal sehen, was der Support auf meine Anfrage antwortet.
Ansonsten ein tolles Gerät. Ich bin sehr zufrieden damit.