Chicago standen zusammen mit Blood, Sweat & Tears Ende der 60er Jahre für den Jazzrock, der die Betonung auf Rock und nicht, wie zur selben Zeit Miles Davis mit Bitches Brew, auf Jazz hatte. Was zu Beginn stark bläserorientiert, rhymthmisch und von Improvisation geprägt durchaus innovativ war, entwickelte sich mit den Jahren zum massentauglichen Wallpapersound. Group Portrait umfaßt das ganze Spektrum der Gruppe und ist von der Auswahl her in Ordnung. Was schlicht unzulänglich und eigentlich eine Frechheit ist, ist das Fehlen jeglicher Information zur Gruppe, zu den Stücken. Das darf bei einer Kompilation dieses Umfanges einfach nicht fehlen und mindert den Wert des 4er-Packs.