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Groucho. Der Chef der Marx- Brothers.
  
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Groucho. Der Chef der Marx- Brothers. [Broschiert]

Charlotte Chandler
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: Heyne Verlag (Juni 1990)
  • ISBN-10: 3453008154
  • ISBN-13: 978-3453008151
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.414.612 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die vier der drei Musketiere 9. November 2009
Format:Broschiert
"Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten", diesen Rat gab uns Hermann Hesse in seinen wunderschönen "Stufen", in Anspielung auf die Lebensphasen (Stufen) des menschlichen Daseins. Und Heiterkeit, Humor, ja Slapstick, war ein Metier des Groucho Marx, dem Frontmann [deswegen noch lange nicht Chef!] der vielfach bekannten Bruder- und Komikertruppe: die Marx Brothers.

Doch die Heiterkeit beim Älterwerden hatte er so sehr wohl doch nicht drauf. Würdevoll alt geworden ist Groucho Marx nicht, denn - so Charlotte Chandler - "so etwas gibt es nicht."

Innerhalb der skurrilen Bruderschaft gab - neben Chico, Harpo und Zeppo - Groucho, der abscheuliche Typ mit Brille und Zigarre, mit seinem unechten (da aufgemalten) Schnurrbart [man muss schon sehr genau schauen, ums zu erkennen], den Sänger und Zyniker. Auffallend war auch sein absonderlicher, jedoch unverkennbarer Hahnenschritt. - Es war Groucho Marx, der über seine Mutter, in Bezug auf sich und seine Brüder, sagte, sie "war eine phantastische Frau. Sie sammelte uns - sie brachte uns zusammen. Sie machte aus uns einen Strauß Blumen."

Von der Autorin Charlotte Chandler erfahren wir, wie im Hause Marx das Mittagessen serviert wurde, "aber Groucho war mit allem unzufrieden. Einige Speisen waren angebrannt. Der Salzersatz fehlte. Es gab keine aufgeschnittenen Tomaten. Beim Hauptgericht häuften sich Gemüse und Kartoffeln auf derselben Platte. Das Dessert, gefrorene Grapefruit, war voller Eissplitter." Die Nörgeleien beim Essen behielt er zeit seines Lebens bei. Und so konnte es - in späteren und wohlhabenderen Jahren - passieren, "wenn in einem Restaurant oder zuhause der Brotkorb gereicht wurde", er "geringschätzig antwortete: 'Ich bin zu reich, um Brot zu essen.'"

"Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, / an keinem wie an einer Heimat hängen, / der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, / er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten." In diesem Sinne passieren sie vor dem inneren Auge des Lesers alle noch einmal Revue, die bekannten und weniger bekannten Filme der Gebrüder Marx: die Cocoanuts und die Animal Crackers, "Die Marx-Brothers auf See" (Monkey Business) und "Die Marx-Brothers in der Oper" (A Night at the Opera) und und und ...

Julius Henry Marx, so hieß Groucho im wirklichen Leben, wurde kurz vor seinem Fünfundachtzigsten - am 2. Oktober 1975 - in einer Radiosendung zum Achtzigsten gratuliert und alle Gute gewünscht. "Groucho war ziemlich verwirrt." Am Geburtstag selbst "läutete es an der Tür, und Groucho wurde mitgeteilt, draußen stünden ein paar junge Fans, die ihm zum Geburtstag gratulieren wollten. Er ging zur Tür und begrüßte sie mit den Worten: 'Ihr denkt wahrscheinlich, ich wäre immer so alt gewesen.'" Von Groucho Marx stammt auch die Aussage: "Um nichts in der Welt möchte ich noch mal 78 sein."

"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend / dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, / blüht jede Weisheit auch und jede Tugend / zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern." (Hermann Hesse). - In diesem Sinne - das Buch heißt ja "Groucho und seine Freunde" [im Original heißt es "Hallo, ich muss jetzt gehen", was die Stimmungslage des Groucho Marx weitaus besser wiedergibt] - haben sie alle nochmals einen mehr oder weniger kleinen Auftritt, die Freunde und Wegbegleiter des Protagonisten. Sie kommen in Interviews zu Wort: der Schriftsteller Sidney Sheldon, der Filmregisseur Mike Nichols, der Schauspieler Jack Nicholson und der Komponist Marvin Hamlisch. Jack Lemmon und Walter Matthau dürfen sowenig fehlen, wie Woody Allen, Bill Cosby oder George Burns. - Ein in Buchform gefasstes schönes Adieu für einen großen Künstler und Spaßvogel. "Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe / bereit zum Abschied sein und Neubeginne, / um sich in Tapferkeit und ohne Trauern / in andre, neue Bindungen zu geben. / Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, / Der uns beschützt und der uns hilft zu leben." (Hermann Hesse). - Groucho Marx starb am 19. August 1977. Liegt auch schon wieder ein paar Jährchen zurück.

"Groucho. Der Chef der Marx-Brothers" ist ein unpassend gewählter Titel, unter dem das Buch zwischenzeitlich in Erscheinung trat.
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Enttäuscht 9. August 2009
Format:Broschiert
Achtzig Prozent des Buches handeln von Treffen der Autorin mit Groucho bei Partys, Essen und Restaurantbesuchen. Weitere zehn Prozent stammen vom Hörensagen von diversen Partys, Essen und Restaurantbesuchen. Die Zitate aus all diesen Begegnungen mögen Groucho charakterisieren, aber letztendlich ergeben sie für mich kein umfangreiches Bild des Privatmann Groucho.
Zudem hatte ich wenig zu lachen. Während der rückwärtige Klappentext mir großes Lesevergnügen bereithält, bin ich im Buch selbst doch enttäuscht worden.
Drei Sterne trotzdem für die umfangreichen Begebenheiten mit Groucho aus seinen wahrscheinlich letzten fünf Lebensjahren, die die Autorin selbst live erlebt und anscheinend akribisch aufgeschrieben hat.
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Format:Broschiert
Eine herrliche Autobiographie.Ich lese nie ein Buch zweimal ,aber dieses
muss ich einfach alle paar Monate wieder lesen.Koestlich fuer Marx Brother
Liebhaber.
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