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Grosses Solo für Anton [Sondereinband]

Herbert Rosendorfer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe EUR 14,99  
Sondereinband, 1982 --  

Kurzbeschreibung

1982
Anton L. - vormals glückloser Fremdenführer, nunmehr unglücklicher Finanzbeamter - wacht eines Morgens in seinem Untermieterzimmer auf, um zu erfahren, dass alle Mitmenschen verschwunden sind. Einfach weg, von einer namenlosen Katastrophe spurlos dahingerafft. Langsam schickt sich Anton solo in sein Schicksal und begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Welt.

Der letzte Held im Erziehungsroman zur Endzeit. Ein Doktor Faust unserer Tage - zeitgemäß zwangsläufig eine ordinäre Ausgabe, doch auch mit mancherlei Erinnerungen an diverse Gretchen belastet und ebenso mit dem fatalen (und folgenreichen) Hang zum Höheren (oder Tieferen) geschlagen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Sondereinband: 352 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 15., Aufl. (1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257203292
  • ISBN-13: 978-3257203295
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 322.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Herbert Rosendorfer, geboren 1934 in Gries/Bozen, zog 1939 mit seinen Eltern nach München. Nach dem Abitur war er ein Jahr an der Akademie der Bildenden Künste und wechselte dann zur Juristerei. 1959 machte er sein Erstes und 1963 sein Zweites Staatsexamen. Er war Assessor bei der Staatsanwaltschaft in Bayreuth, Staatsanwalt in München, von 1969 bis 1993 Amtsrichter in München und bis 1997 Richter am Oberlandesgericht in Naumburg. 1990 wurde er zum Professor für bayerische Literaturgeschichte ernannt, 1993 erhielt er den Kurd-Laßwitz-Preis, 1999 den Jean-Paul-Preis, die höchste Auszeichnung für Literatur des Freistaats Bayern. 2005 wurde er für sein umfangreiches Werk mit dem Münchner Litaraturpreis ausgezeichnet, im November 2010 erhält er bei der CORINE für sein Lebenswerk den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Von seinen "Briefen in die chinesische Vergangenheit" wurden über zwei Millionen Exemplare verkauft; er ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

kommen, Rosendorfianer und Rosendorferologen werden mit Vergnügen die von ihnen geschätzte Handschrift des von ihnen geschätzten Autors wiedererkennen ..." (Die Welt)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Herbert Rosendorfer, geboren am 19.2.1934 in Bozen, Südtirol, zog 1939 mit seinen Eltern nach München. Abitur, ein Jahr an der Akademie der Bildenden Künste, dann Jurastudium. Staatsanwalt und Amtsrichter in München, anschließend Richter am Oberlandesgericht in Naumburg. Seit 1990 Professor für bayerische Literaturgeschichte. Lebt in der Nähe von Bozen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innovative Robinsonade mit Humor! 5. März 2011
Von Buhmann
Format:Sondereinband
Der Roman besticht vor allem durch schriftstellerische Brillanz und seinen Humor, was zwei markante Schwächen des Romans, über die noch zu sprechen sein wird, fast verzeihbar macht. So findet sich hier eines der besten ersten Kapitel, die ich je gelesen habe. Die primäre Grundlesehaltung ist die des Schmunzelns - sehr angenehm. Man wird hier eher nicht in eine wirklichkeitsnahe, beklemmende Lebenssituation des letzten Überlebenden einer Katastrophe geworfen, wie man es von thematisch ähnlich angelegten Romanen kennt.

Zunächst also: es handelt sich hier nicht um einen realistischen Endzeit-Roman. Wer eine detaillierte Simulation der Situation "letzter Mensch auf Erden" sucht, sucht hier vergeblich - es entspricht vermutlich auch nicht Rosendorfers literarischem Interesse, welches wohl eher im Komischen, Skurrilen, Spielerischen und Phantastischen liegt. Wer gehobene Unterhaltung sucht, hat gute Chancen, mit diesem Büchlein glücklich zu werden.

Bereits die Art und Weise wie die Figur des Protagonisten, Anton L., eingeführt und entwickelt wird, zeigt, dass man es mit einem etwas anderen letzten Menschen auf Erden zu tun hat. Was Rosendorfer dem Genre durch diesen Roman - allein durch seinen Charakter - hinzufügt ist insgesamt recht innovativ und gelungen. Aus einer eigentlich bierernsten Situation wird eine urkomische, unterhaltsame Geschichte.

Unterhaltsam sind unter anderem die vielen (natürlich inzwischen "entmaterialisierten") Personen, man könnte schon sagen Karikaturen, die Rosendorfer entwirft und sie zum Gegenstand Anton L.'s Refketionen macht. Diese überzogenen Charakterstudien werden teils über zahlreiche Seiten hinweg entwickelt und informieren über Anton L.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen... 23. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Anton L. erwacht eines Morgens und stellt fest, daß er der einzige Mensch auf der Erde ist. Sein gesamtes Umfeld, Vermieter, Nachbarn, alle Einwohner seiner Heimatstadt sind verschwunden. Wie Anton mit seiner neuen Situation umgeht, wie sich das seltsame Ereignis auf seinen noch seltsameren Charakter auswirkt, wird von Rosendorfer minütiös beschrieben. Manchmal unheimlich, doch meistens unheimlich komisch - ein Rosendorfer, den man (wie auch seine anderen Werke...) unbedingt gelesen haben muß!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leckerbissen für Freunde des schwarzen Humors 3. Oktober 2007
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Sondereinband
Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Gries/Bozen geboren, zog 1939 nach München. Von der Akademie der Bildenden Künste wechselte er zur Juristerei. Als Staatsanwalt und später Amtsrichter begann er mit dem schreiben von Romanen und Erzählungen. Als Professor für bayerische Literaturgeschichte erhielt er 1999 den Literaturpreis der Stadt München. Sein Auflagen stärkstes Buch war "Briefe in die chinesische Vergangenheit". In seinem Buch "Großes Solo für Anton" erweist er sich ebenso, wie in dem kürzlich erschienenen Buch "Monolog in Schwarz", als erfindungsreicher "Fabulan", eben als Erzähler von fantastisch ausgeschmückten Geschichten.

Zum Plot: Der kleine Versicherungsangestellte Anton L. wacht eines Morgens auf und muss zunächst an vielen Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld feststellen, dass scheinbar alle Menschen verschwunden sind. Das Bad, welches sein Vermieter allmorgendlich okkupiert, ist frei. Auf der Treppe, der Straße, in der Nachbarschaft, nirgends ist ein Mensch zu sehen. Die Autos auf dem Parkplatz stehen an der gleichen Stelle wie am Abend zuvor. Er geht in sein Büro, niemand ist dort. Er stellt schließlich unumstößlich fest, er ist der einzige Mensch in dieser Stadt, vielleicht auf der Welt. Es dauert nicht lange, da genießt er dieses Alleinsein, weil ihm an keiner Stelle die Menschen fehlen. Er füttert Katzen, füsiliert Hunde, schießt auf Tauben, zertrümmert in Museen alte wertvolle Möbel, schlägt mit dem Knüppel Schaufensterscheiben ein wenn er einen ausgestellten Gegenstand haben möchte. Er rächt sich eigentlich jetzt an all den Sachen, die für ihn bisher als Tabu galten.
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4.0 von 5 Sternen Lesenswert 15. März 2014
Format:Sondereinband|Verifizierter Kauf
Man kann einen Ist - Zustand gut beschreiben, indem man ihn in einen phantastischen Ablauf einbettet. In so etwas war R. Meister.
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5.0 von 5 Sternen Genial 13. Februar 2014
Format:Sondereinband|Verifizierter Kauf
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wenn da niemand mehr ist der Sie nervt?, der ihnen erzählt "wo es lang geht"?
Taj, dann ist aber auch niemand da, der Ihnen hilft, wenn Sie mal Zahnschmerzen haben, der Ihnen die Haare schneidet, der einfach nur "Hallo" sagt. Dann herrscht Anarchie - und zwar gegen sich selbst. Ein sehr lesenswertes Buch mit viel Humor und Augenzwinkern, aber auch mit vielen Denkaufgaben.
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5.0 von 5 Sternen Der einsame Genuss de Zerfalls 7. März 2013
Format:Sondereinband|Verifizierter Kauf
...nie war es erheiternder, In Gestalt des Anton als letzter Mensch aufzuwachen und die in Unterwäsche manifestierte Zivilisation
genussvoll am Körper vermodern zu spüren. Grossartig und entrückt!
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4.0 von 5 Sternen na ja 3. März 2013
Von M.G.
Format:Sondereinband|Verifizierter Kauf
vm rosendorfer hab ich schon viel besseres gelesen und jetz weiß ich nix mehr zu schreiben reine übung für 1 finger
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5.0 von 5 Sternen Genialer Schluss 17. Februar 2012
Format:Sondereinband
Rosendorfer ist ein Meister der Erzählkunst. Das ist nix Neues. Ungeachtet der Handlung ist es immer ein Vergnügen, einfach seine Worte zu genießen. Womit ich aber nicht sagen will, dass die Handlung kein Vergnügen wäre. Aber während die meisten Romane Rosendorfers "einfach so irgendwie enden", ist ihm hier der genialste und beste Schluss einer Erzählung gelungen, der nur möglich ist. Konsequent und doch verblüffend.
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2.0 von 5 Sternen Allein in der Welt
Dieses Buch handelt nur zum Teil vom Alleinsein. Ein Grossteil der Erzählung dreht sich um Erinnerungen an ehemalige Mitmenschen von Anton. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2011 von Leserin
4.0 von 5 Sternen Zwei Mal menschenleer
Hat Rosendorfer Tomeo auf die Idee gebracht, einen Mann in einer sonst menschenleeren Stadt (oder Welt) aufwachen zu lassen, oder sind die beiden Autoren unabhängig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2011 von Werner Schuster
3.0 von 5 Sternen Wir sind Papst!
Ein langes, dickes Buch von Rosendorfer... ich hatte mit etwas ähnlichem wie "Briefe in die chinesische Vergangenheit" gerechnet, mit einer spritzigen, absurden Handlung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von Minnhera
5.0 von 5 Sternen Witzig, schrullig, unterhaltsam
Mich hat zunächst das Thema interessiert (die Menschheit verschwindet von einem Tag auf den anderen), aber fast besser an dem Buch sind die verschiedenen Erlebnisse des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von Collocare
3.0 von 5 Sternen I am Legend in München
Ganz alleine auf der Welt und alles gehört mir. Wer hat sich das nicht schon mal selbst so vorgestellt? Vielleicht nicht ganz alleine, so doch wenigstens zu zweit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2008 von Helmut Schmid
2.0 von 5 Sternen Ein großartiges Thema verschenkt
Stell Dir vor du wachst in der Früh auf und stellst fest daß alle anderen Menschen außer Dir auf dieser Welt verschwunden sind. Alle? Alle! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Februar 2004 von K. München
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