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Grosse Geschichte 45: Blut und Ehre - Jugend unter Hitler [4 DVDs]
 
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Grosse Geschichte 45: Blut und Ehre - Jugend unter Hitler [4 DVDs]

Bernd Fischerauer    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 25,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Bernd Fischerauer
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 27. Mai 2011
  • Produktionsjahr: 1981
  • Spieldauer: 420 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004SRM6AS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.529 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

1933 in einer deutschen Kleinstadt. Die Freunde Hartmut Keller und Hans Möckmann besuchen beide die 5. Klasse. Hartmuts Vater ist ein Sozialdemokrat, von Beruf Musiker und zur Zeit arbeitslos. Die Familie leidet finanzielle Not und hält sich mit privaten Musikunterricht über Wasser. Familie Möckmann geht es wesentlich besser. Hans Vater, ein früher recht erfolgsloser Rechtsanwalt, ist schon lange Nationalsozialist. Er wird nun zum Ortsgruppenleiter der NSDAP. Im Keller der Möckmanns finden regelmäßig die Heimatabende des Jungvolkes statt. Hartmut ist fasziniert und tritt gegen den Willen seiner Eltern in die Hitlerjugend ein. Er wandelt sich über die Jahre zum skupellosen Nazi.

Teil1: 1933 - Unsere Fahne flattert uns voran
Teil 2: 1933-1936 - Unsere Fahne ist die neue Zeit
Teil 3: 1938 - Und die Fahne führt uns in die Ewigkeit
Teil 4: 1939 - Denn die Fahne ist mehr als der Tod

Produktbeschreibungen

1933 in einer deutschen Kleinstadt. Die Freunde Hartmut Keller und Hans Möckmann besuchen beide die 5. Klasse. Hartmuts Vater ist ein Sozialdemokrat, von Beruf Musiker und zur Zeit arbeitslos. Die Familie leidet finanzielle Not und hält sich mit privaten Musikunterricht über Wasser. Familie Möckmann geht es wesentlich besser. Hans Vater, ein früher recht erfolgsloser Rechtsanwalt, ist schon lange Nationalsozialist. Er wird nun zum Ortsgruppenleiter der NSDAP. Im Keller der Möckmanns finden regelmäßig die Heimatabende des "Jungvolkes" statt. Hartmut ist fasziniert und tritt gegen den Willen seiner Eltern in die Hitlerjugend ein. Er wandelt sich über die Jahre zum skupellosen Nazi.

Teil 1: 1933 - Unsere Fahne flattert uns voran
Teil 2: 1933-1936 - Unsere Fahne ist die neue Zeit
Teil 3: 1938 - Und die Fahne führt uns in die Ewigkeit
Teil 4: 1939 - Denn die Fahne ist mehr als

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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jugend unter Hitler 15. Oktober 2011
Blut & Ehre

Meine Bewertungen meiner Mit - Rezensenten möchte ich im modus grosso hinsichtlicht der atmosphärischen und der authentischen
Dichte so stehen lassen. Dennoch sehe ich die Serie nicht so blauäugig und kritikfrei wie es wohl die meisten hier empfinden und
bei denen nur Zustimmung zu finden ist.

Ich möchte an dieser Stelle einmal ein wenig Nachdenklichkeit einstreuen und etwas den Agent provocateur spielen.

So unterteile das Thema hier in drei Teile:

1: Warum war unter einem grossen Teil der Jugendlichen die Begeisterung tatsächlich so groß?

2. Der Unterschied der Großstadtjugend zur Landjugend.

3. Zur Verführbarkeit der Jugend.

Zu 1. Es schimmert bei allen Schilderungen über das Phänomen der Hitlerjugend die etwas irrige Auffassung durch >allein der
elitäre Gedanke (a la Welle Experiment) sowie die Aufmärsche und die Propaganda, hätten sich in den Köpfen der Jugendlichen bis zum
Fanatismus festgesetzt.<

Das mag auf einen Betrachter von aussen tatsächlich so wirken. Schaut man aber auf die tatsächlichen Ursachen dieser Begeisterung,
so erhält mein ein völlig anderes und wohl auch verständlicheres Bild der Kausalitäten.

Die staatliche Jugend in der DDR verfolgte im Grunde die gleichen Ziele und arbeitete auch mit den gleichen Mitteln nämlich:
Propaganda, pompöse Aufmärsche, wehende Fahnen, Jugendlager,Indoktrination, eine Menge Nimbus und dergleichen mehr.
Doch es war zum Unterschied zur ehemaligen HJ stets ein billiger Abklatsch der bis auf wenige unter den Jugendlichen
keine wahren Begeisterungsstürme hervorgerufen hat. Auch der elitäre Gedanken - diesmal von unten her - wurde von den Kommunisten gepflegt.

Wir sehen also, daß auf diesem Wege sich kaum eine Jugend begeistern läßt - es muß also bei der Hitlerjugend einen oder mehrere andere
Gründe gegeben haben, daß viele sich so uneingeschränkt und kompromißlos mit der Hitlerjugend identifizierten.
Das Elend der Massen und die Arbeitslosigkeit nach dem 1. Weltkrieg, die noch immer bestehenden Standesdünkel aus der Kaiserzeit,
die gegenseitigen Zerfleischung der Parteien und der Riss durch das Volk - oft mitten durch die Familie ob nun das Heil in einem internationalen
Sozialismus oder einem nationalen Sozialismus zu suchen sei - die heutzutage unvorstellbaren Wohnverhältnisse und die Enge in lichtlosen
Wohnungen, das alles schuf eine Atmosphäre von >wir verkommen hier und die da oben leben in Saus und Braus< übrigends nicht ganz
ohne Analogien zur heutigen Zeit.
Plötzlich unter der NS Regierung hatten die Väter wieder Arbeit. Das schuf Vertrauen in der Jugend. Die jungen Mädchen und Frauen
die nun den eigenen Mief ihres Stiegenhauses und die verkommenen Hinterhöfe kannten,fuhren plötzlich mit dem BDM aufs Land,
lernten Land und Leute kennen, waren mit anderen jungen Leuten zusammen.Gerne erfüllten sie später ihr Pflichtjahr um den häuskichen
Verhältnissen noch etwas fern bleiben zu können. Und die Jungen: "Jugend führt Jugend!" Diese Aussage Hitlers an seine Jugend wurde mit
Begeisterung umgesetzt. Von gleichaltrigen geführt und die Alten endlich aussen vor gelassen die eh nicht die neue Zeit verstehen - so die
Meinung der meisten damals.Alles zusammen - nicht zuletzt aber auch die Fürsorge an einer bedürftigen Familie eines Kameraden oder
auch soziale Verantwortung gegenüber anderen Menschen(damals Volksgenossen genannt) Einrichtung wie die der Blinden HJ, das alles
waren ausser den Freihzeit und Sport Erfolgen Erlebnisse eines neues Zeitgeistgefühls in der jeder das Gefühl hatte
zuerst einmal an die eigene Stärke zu glauben, dann an die der Gruppe und schließlich die des Volkes.
Heute würde man sagen: man verstand zu motivieren.,daß in alle dem die Nazis es verstanden ihre Ideologie einfliessen zu lasse ist
eigendlich nur logisch.

2. Ich persönlich ging bis Mitte 1942 in einer Großstadt in die Schule. Dort waren die Verhältnisse in etwa so wie in der Serie dargestellt.
1942 nach grauenhafeten Bombenteppichen, zogen wir aufs Land in ein kleines Dorf, daß zwar seit Mitte zwölfhundert die Stadtrechte
besaß, aber dennoch ein Dorf war. Die dortige Schule die ich besuchte, bot ein anderes Bild.
Kein Bild des Führers schmückte das Klassenzimmer sondern ein Kruzifix. Ein Führerbild gab es nur im Zimmer des Rektors.
Doch falls dorthin ein Schüler zitiert wurde, hatte er dafür bestimmt keinen Blick übrig denn der Reetstock und die Anzahl der zu
erwarteten Hiebe galten das einzigste Interesse des Deliquenten.

Von Mitte 1942 bis Kriegsende habe ich dort unter den ca.120 Kinder nicht einen einzigen Hitlerjungen oder ein BDM Mädel gesehen.

Zu 3. und Letztens:

Das Monieren heutiger Generationen über die ach so leichte Verführbarkeit der Jugendlichen von damals klingt doch recht merkwprdig,
wenn man den kritischen Blick von der Vergangenheit löst und stattdessen in die Gegenwart blickt.
Eine Jugend, jedem Trend nachspringend, modische Torheiten bis zur sklavischen Affinitäten von Lebensgewohnheiten die sie an ihren
sogenannten Idolen ausrichten - meistens aus der sogenannten Popkultur. Kritik - und willenlose Opfer von Industrie und Werbung.

Damals zur Zeiten der HJ hatten zumindest viele der jungen Leute handfeste Gründe für ihre Zustimmung zum System die da hießen:
vorwärtsgerichteter Zukunftsglaube die Alten die alles abgewirtschaftet haben vom Neuen zu überzeugen und aus eigener Kraft etwas
besseres schaffen. An einen Krieg dachte damals gewiss keiner am allerwenigsten die Angehörigen der Hitlerjugend die übrigends
beim Kriegsverbrecherprozess von Nürnberg ale einzigste NS Organisation in allen Punkten freigesprochen wurde.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von salzuflen
Von Amazon bestätigter Kauf
Ich sah mir diese vierteilige Serie mit einer Zeitzeugin(Jahrgang 1922) an, die mir
bestätigte, daß die damalige Stimmung praktisch unverfälscht dargestellt wird, sie
sich sehr gut mit der Handlung selbst identifizieren konnte, eigene Erinnerungen an
diese Zeit zu neuem Leben erweckt wurde. Eine Zeit, wie sie heute sagt, sich niemals wieder wünschen möge.
Im Gegensatz zu anderen geschichtlichen Filmen wird nach jeder ausgestrahlten
Sendung eine Diskussionsrunde zwischen Jugendlichen und Zeitzeugen zwischenge-
schaltet. In meinen Augen eine vortreffliche Idee. Nur: Vielfach bleiben Fragen
im Raum stehen, oder gehen im Geschwafel unter, sodaß die Ergebnisse der vier
Diskussionsrunden nicht voll befriedigen. In meinen Augen hätte auch eine ein-
malige Diskussionsrunde nach Ausstrahlung aller 4 Folgen völlig ausgereicht.
Warum sollte man sich mit diesem Thema beschäftigen? Heute heißt es doch nur: Wie konnte man sich damals nur so einfangen lassen? Eine Frage, die in den Dis-kussionsrunden nur bruchstückhaft beantwortet wird. Einige jugendliche Teil-
nehmer gaben sogar zu, daß sie wahrscheinlich auch mitgemacht hätten, was sie
allerdings nicht unbedingt überzeugend zu begründen vermögen. Fakt ist ja, daß
sie auch nicht in dieser Zeit gelebt und vor allem herangewachsen sind. Auch
wäre es wohl vermessen, die Zeitzeugen ihres damaligen Handelns "anzuklagen",
denn dazu muß man sich wohl die Ausgangssituation im Jahre 1933 verdeutlichen:
Die Schmach des 1. Weltkrieges beherrschte noch immer das allgemeine Denken,
dazu gesellte sich die Weltwirtschaftskrise. An der Spitze des Staates stand
ein Mann, der kein Demokratieverständnis besaß und innerlich froh war, daß
plötzlich der "Spuk von Weimar" ein Ende fand. Mit unserer heutigen Verfassung
wäre das wohl nicht so einfach möglich gewesen(zumindest daraus haben wir eine
Lehre gezogen). Ab 1933 war man plötzlich wieder wer. Ein neues Zukunftsselbst-
bewußtsein wurde geboren, wobei man mehr oder weniger über die dunklen Seiten
des neuen Systems hinweg sah, sofern man sich derer überhaupt richtig bewußt
war, oder werden konnte. Meine Zeitzeugin - aufgewachsen in einer Kleinstadt -
hat sich von den Grausamkeiten des Dritten Reiches erst nach 1945 einen voll-
kommenen Überblick verschaffen können. Und so ging es wohl vielen Deutschen in
diesen 12 Jahren .... Auch diesen Eindruck vermittelt dieser Vierteiler!
Erschreckend allerdings, daß sich auch in diesem Film die Paralellen zur nach-
folgenden DDR-Epoche mehr als sehr deutlich widerspiegeln. Die Denunzierungs-
szene Vater - Sohn im 3. Teil(1938) kann man fast in gleicher Szenerie im
Film "Durchbruch" von 1963(DDR 1961) nochmals miterleben. Zumindest in der
damaligen DDR erlebte der Grundgedanke - wenn auch unter anderen Idealen -
leider eine Fortsetzung, was man im Vergleich noch ebenso eindrucksvoll dokumentieren könnte, beispielsweise in einer dokumentarischen Gegenüberstellung mit dem 1992 veröffentlichten Film über die DDR-Jugend: "Kinder-Kader-Kommandeure".
Die Bilder gleichen sich fast!
"Blut und Ehre" wurde 1981 produziert. Also zu einer Zeit, wo man noch den
Vergleich Drittes Reich und DDR scheute(oder scheuen mußte?), denn sobald
einmal das Wort DDR in der Diskussionsrunde angesprochen wurde, wurde auch
sogleich abgeblockt. Aus heutiger Sicht wohl mehr als sehr verständlich.
Aus diesem Vierteiler sollte man Lehren ziehen, daß sich solch eine Zeit,
die der individuellen Entwicklung des Einzelnen keinen Raum zuerkennt, sich
dazu noch anmaßt etwas Besseres als Andere zu sein, niemals wiederholen darf!
Somit kann man sich diesen Film, insbesondere als Jugendlicher, nicht oft ge-
nug ansehen und daraus Lehren für sein eigenes gesellschaftliches Handeln
ziehen. In meinen Augen ist der Film "Blut und Ehre" ein Mußprogramm!
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe mir schon lange gewünscht, dass ich den Film noch mal sehen könnte, besonders wegen Jeffrey Frank( Hartmut Keller)!
Ich habe den Film das erste und letzte Mal in vier Teilen gesehen, da war ich 16.
Die Geschichte verschiedener politisch aufgewachsener Jugendlichen wird sehr anschaulich und drastisch erzählt und die Wandlung der Jungs wie Hans und Günther Mönkmann zu skrupellosen Nationalsozialisten, wie auch Hartmut und Theo Gruber, Söhne von Demokraten! Hartmut hat sich meiner Meinung nach zu leicht beeinflussen und manipulieren lassen! Nur dieser blinde Glauben und Gehorchsam war schockierend und ekelhaft und die schleichende Veränderung!
Wer sich für diese Epoche der Geschichte interessiert ist es sehr zu empfehlen, auch wenn man denkt, wie krank das doch damals war und manche Szenen verhaltensmässig total widerlich sind.
Aber ich fand damals den 17 jährigen Jeffrey Frank eben total klasse in der Rolle des Hartmut und ich konnte ihn bis heute nie vergessen, besonders eben mit der dt. Synchronstimme von Oliver Rohrbeck( Julian - Fünf Freunde)!:-)
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