Aus der Amazon.de-Redaktion
Erst einmal hat man natürlich Vorurteile: Drei fesche Schwestern aus Korea -- zwei davon sogar eineiige Zwillinge -- wagen sich mit trendiger Frisur und buntbedruckten bauchfreien T-Shirts ausgerechnet in den gediegenen Bereich der Kammermusik. Da denkt man natürlich gleich an Vanessa Mae und einen neuen Marketingtrick. Aber ganz im Gegenteil, denn das was die drei hier bieten ist nicht nur keck, sondern ausgesprochen virtuos und technisch einwandfrei und professionell.
Wie die Teufelinnen gehen sie ran, das kommt bei den meisten Klaviertrios nur selten vor. Und das Repertoire? Gemischt: Ein Titel von The Doors, ein Paar Musiken von den Filmkomponisten Michael Nyman und Maurice Jarre, dann natürlich Astor Piazzolla und Kompositionen von Kenji Bunch und Ronn Yedidia. Bleibt die Frage: Warum lässt man diese Virtuosinnen nicht wieder Klassisches spielen? Bereits auf ihrer ersten Aufnahme mit Werken von Dvorák oder Schostakowitsch bewiesen sie seinerzeit nicht nur Temperament, sondern auch echte Begabung. Groovebox wiederrum beweist, dass sie in ihrer Vielseitigkeit keineswegs belanglos sind. Nicht viele können das von sich behaupten. --Teresa Pieschacón Raphael