Ich habe diese Grohe Spültischbatterie nun schon seit einem halben Jahr in Gebrauch - ich kann also aus der Praxis berichten. (In dieser Zeit ist die Armatur übrigens billiger geworden, ich habe noch 190 Euro dafür bezahlt.)
Die Armatur ist formschön und modern, macht einen edlen, hochwertigen Eindruck, sie wertet ohne Zweifel mein schon etwas in die Jahre gekommenes Spülbecken auf. Der Verstellhebel: zum Wasseraufdrehen nach rechts kippen, für Heiss-Kalt vor oder zurück. Alles leichtgängig und solide. Deutsche Wertarbeit eben.
Die Installation führte ein Fachmann aus, er benötigte 20 Minuten und gestresst wirkte er nicht dabei. Aber dass ein Laie selbst installiert? Nein, kann ich mir nicht vorstellen, nur ein hochbegabter Heimwerker sollte sich das zutrauen.
Zum Gebrauch: Der hohe Auslauf ist schwenkbar und überaus praktisch. Kein Problem, eine Gießkanne drunterzustellen oder einen Eimer oder Riesentopf. Was in der Küche ja sonst eher Probleme macht. Der vordere Teil des Auslaufs, etwa 4 Zentimeter lang, kann einfach gepackt und rausgezogen werden. Dieses Teil, Mousseur genannt, ist dann mit seiner etwa 40 cm langen, flexiblen Zuleitung frei beweglich. So ist der Wasserstrahl an Stellen einsetzbar, für die man sonst einen Lappen bräuchte. Sehr praktisch! Nach Gebrauch schnurrt das Ganze wieder brav in sein Gehäuse zurück.
Jetzt kommt die Einschränkung: Lässt man das Wasser laufen ohne den Mousseur rauszuziehen, wird der Strahl nach einer Weile dünner und irgendwann plätschert er recht kraftlos. Was wohl daran liegt, dass das Wasser erst den unterm Spülbecken hängenden Schlauch durchlaufen muss. Zieht man dann am Mousseur, kriegt der Strahl wieder etwas mehr Schmackes. Weil es nicht so kraftvoll sprudelt wie aus einem "normalen" Hahn, dauert es schon deutlich länger, eine größere Menge Wasser abzuzapfen. Aber naja, man gewöhnt sich dran. Vielleicht sollte das Grohe-Entwicklerteam mal über das Problem nachdenken.