Tschonnie Tschenett stellt gerade fest,dass sein Tank des LKWs nicht mehr lange mitmacht,da springt ihm der Star-Fußballer Paolo Cancaccia vor das Gefährt. Er hält an und die beiden trinken miteinander und unterhalten sich ganz nett.
Tschenett trieft ihn draufhin noch einige Male und schließlich bittet Paolo ihn um Hilfe: Er wird erpresst.
Paolo, noch nicht lange verheiratet mit einer wunderschönene Frau,um die ihn ganz Italien beneidet, lässt sich schon seit längerem auf eine andere Frau ein. Und genau das wird ihm zum Verhängnis, die Erpresser wollen eine Milliarde.
Als wäre das nicht genug Arbeit für den so arbeitsfaulen Tschenett, ist er auch noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Man hat ihm gekündigt und somit auch seinen fahrbaren Untersatz, den LKW genommen. Außderm hat er massenhaft Schulden bei verschiedenen Personen, die vor allem aus seinem kleinen Alkoholproblem resultieren. Als auch noch eine Leiche an einem Ort gefunden wurde, an dem Tschenett sich vorher aufhielt und man anschließend auch noch Drogen in seinem LKW findet, hat er auch noch die Polizei am Hals.
Die Person Tschonnie Tschenett ist super beschrieben. Da das ganze aus seiner Sicht erzählt wird, erhält man einen wunderbaren Einblick in seine Gedankenwelt. Er,der alles ganz locker sieht, von einem Job zum nächsten lebt und sein Geld gleich wieder für Alkohol und Drogen ausgibt. Er, dem die Probleme reihenweise vor die Füße zu fallen scheinen und der sich trotzdem nichts daraus macht und einfach weiter sein Leben lebt und das beste daraus macht. Einfach wunderbar sympatisch und vor allem realistisch beschrieben.
Besonders gefallen haben mir die italienischen Unterhaltungen,dessen Inhalt nicht immer ganz klar wurde und man so selbst ein wenig darüber grübeln konnte, was deren Inhalt betrifft. Für wirklich bedeutende Textstellen und Wörter gibt es eigens ein Glossar. Um außerdem einen Überblick über die Gegend zu erhalten, in der sich das ganze abspielt, ist ebenfalls auch eine Karte enthalten.
Eine vielversprechende Geschichte,mit tollen Charakteren und doch hab ich mich manchmal schwer getan, weiterzulesen. Anfangs kommt die Geschichte nur schleppend in Gang. Bis es zu dem Jobangebot von Paolo kommt,hat man fast schon die Hälfte des Buches hinter sich und dann kam das Ende auch schon wieder ziemlich schnell. Ein flotterer Einstieg und dafür ein längerer Hauptteil wäre mir lieber gewesen.