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Auch diesmal weiß Großvater Rat. Er lädt Mina, ihre Schwester Moa, ihre Cousine Ia und dessen Bruder Marcus zu sich nach Wärmland ein. Dann schlägt Großvater auch noch eine Expedition vor. Auf den Drei Höhlenberg. Über Nacht! Mit Basislager!
Keine Gefahr, wenn die Mannschaft zusammenhält, behauptet er. Die Eltern sollten lieber nichts davon wissen, Eltern machen sich immer Sorgen.
Ganz so ungefährlich ist es dann doch nicht, auch wenn Großvater, seine Hündin Mischa und die vier Kinder wirklich zusammenhalten. Denn man kann hinfallen und da gibt es auch noch die Wilderer, die Wolfsmörder.
Eine spannende, farbige Geschichte hat Enquist sich ausgedacht, konsequent aus der Kinderperspektive erzählt und Leonard Erlbruch hat sie einfühlsam illustriert. Vor allem zum Vorlesen, aber auch zum selber Lesen ab sechs geeignet.
Zwei Punkte sind mir aber aufgestoßen: Für eine realistische Geschichte sind Wolf und Bär zu harmlos, zu menschlich geraten. Doch das mag auch nur mein Vorurteil sein.
Ganz sicher für Kinder schwer zu begreifen, ist aber, warum die Deutschen böse sind oder waren. Denn das hat mit der Geschichte nichts zu tun, sondern mit den Nazis. Und das ist wieder eine andere Geschichte.
(C) Hans Peter Roentgen
Die Geschichte ist flott und spannend erzählt und Kinder, denen sie vorgelesen wird oder die sie selbst schon lesen, können erfahren, daß sie auch als kleine Wichte durchaus zu großen Taten fähig sind, wenn Not am Mann (oder an der Frau) ist. Ein besonderer Reiz des Buches liegt darin, daß die Geschehnisse überwiegend aus der Kinderperspektive geschildert werden. Das ergibt drollige Einblicke in die Welt der Erwachsenen und wie sich Kinder mit deren oft unverständlichen Redewendungen auseinandersetzen: Was hat es beispielsweise damit auf sich, daß der (geschiedene) Großvater seine Lebensgefährtin deshalb heiratete, weil sie so ein hübsches Heck besaß?
Leider meint der Verfasser, seine Vorbehalte gegenüber den Deutschen in dem Text nicht unterdrücken zu dürfen. So kommt es nicht von ungefähr, daß die Bösen in der Geschichte, die wildernd Jagd auf Wölfe machen, natürlich Deutsche sind. Der Verfasser mag gute Gründe haben, den Deutschen gegenüber abgeneigt zu sein, diese Abneigung aber in einem Kinderbuch so dezidiert zum Ausdruck zu bringen, halte ich nicht für eine glänzende Idee.
Trotz dieses Ausrutschers ein empfehlenswertes Buch, dem man gern viele Leser wünscht.
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