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Großes Solo für Anton
 
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Großes Solo für Anton [Sondereinband]

Herbert Rosendorfer
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Sondereinband: 352 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 15., Aufl. (1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257203292
  • ISBN-13: 978-3257203295
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 80.757 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Herbert Rosendorfer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ist Anton L. ein Faust der Endzeit? Herbert Rosendorfer erweist sich auch diesmal als großer Fabulierer, der die Konditionen der Realität surrealistisch überspringt, ein grotesker Phantast, der die Rätselspiele liebt." (Sender Freies Berlin)

"Anton L. erwacht eines Morgens, um zu erfahren, daß alle anderen Menschen verschwunden sind. Seine Suche nach der verlorenen Welt soll den Erweis der Wahrheit Mallarmes bringen: Der Endzweck der Welt ist ein Buch. Wer jedoch Rosendorfer kennt, wird hier nicht Literatur um ihrer selbst willen erwarten, sondern ein satirisches Werk voller Humor und Hintergründigkeit." (Österreichischer Rundfunk)

"Nur wer eine gehörige Portion an Humorlosigkeit besitzt, kann gegen diesen Rosendorfer argumentieren, ihn verständlich zu machen ist vielleicht so schwierig wie der Versuch, einem Norddeutschen den Herzmanovsky zu erklären." (Frankfurter Rundschau)

"Freunde des schwarzen Humors, Horror-Fans und Überwirklichkeitspartisanen werden auf ihre Rechnung kommen, Rosendorfianer und Rosendorferologen werden mit Vergnügen die von ihnen geschätzte Handschrift des von ihnen geschätzten Autors wiedererkennen ..." (Die Welt)

Kurzbeschreibung

Als Anton L. eines Morgens erwacht, sind alle Menschen verschwunden - und die Welt auch."Ist Anton L. ein Faust der Endzeit? Herbert Rosendorfer erweist sich auch diesmal als großer Fabulierer, der die Konditionen der Realität surrealistisch überspringt, ein grotesker Phantast, der die Rätselspiele liebt." (Sender Freies Berlin)
"Anton L. erwacht eines Morgens, um zu erfahren, daß alle anderen Menschen verschwunden sind. Seine Suche nach der verlorenen Welt soll den Erweis der Wahrheit Mallarmes bringen: Der Endzweck der Welt ist ein Buch. Wer jedoch Rosendorfer kennt, wird hier nicht Literatur um ihrer selbst willen erwarten, sondern ein satirisches Werk voller Humor und Hintergründigkeit." (Österreichischer Rundfunk)
"Nur wer eine gehörige Portion an Humorlosigkeit besitzt, kann gegen diesen Rosendorfer argumentieren, ihn verständlich zu machen ist vielleicht so schwierig wie der Versuch, einem Norddeutschen den Herzmanovsky zu erklären." (Frankfurter Rundschau)
"Freunde des schwarzen Humors, Horror-Fans und Überwirklichkeitspartisanen werdena auf ihre Rechnung kommen, Rosendorfianer und Rosendorferologen werden mit Vergnügen die von ihnen geschätzte Handschrift des von ihnen geschätzten Autors wiedererkennen ..."(Die Welt)
Herbert Rosendorfer, 1934 in Bozen geboren, 1939 nach München umgezogen, studierte an der Akademie der Bildenden Künste, wechselte danach zum Jurastudium. Seit 1969 zahlreiche Romane und Erzählungen sowie Theaterstücke. Professor für Bayrische Literaturgeschichte an der Universität München. Nach seiner Tätigkeit als Richter lebt er wieder in der Nähe von Bozen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Buhmann
Format:Sondereinband
Der Roman besticht vor allem durch schriftstellerische Brillanz und seinen Humor, was zwei markante Schwächen des Romans, über die noch zu sprechen sein wird, fast verzeihbar macht. So findet sich hier eines der besten ersten Kapitel, die ich je gelesen habe. Die primäre Grundlesehaltung ist die des Schmunzelns - sehr angenehm. Man wird hier eher nicht in eine wirklichkeitsnahe, beklemmende Lebenssituation des letzten Überlebenden einer Katastrophe geworfen, wie man es von thematisch ähnlich angelegten Romanen kennt.

Zunächst also: es handelt sich hier nicht um einen realistischen Endzeit-Roman. Wer eine detaillierte Simulation der Situation "letzter Mensch auf Erden" sucht, sucht hier vergeblich - es entspricht vermutlich auch nicht Rosendorfers literarischem Interesse, welches wohl eher im Komischen, Skurrilen, Spielerischen und Phantastischen liegt. Wer gehobene Unterhaltung sucht, hat gute Chancen, mit diesem Büchlein glücklich zu werden.

Bereits die Art und Weise wie die Figur des Protagonisten, Anton L., eingeführt und entwickelt wird, zeigt, dass man es mit einem etwas anderen letzten Menschen auf Erden zu tun hat. Was Rosendorfer dem Genre durch diesen Roman - allein durch seinen Charakter - hinzufügt ist insgesamt recht innovativ und gelungen. Aus einer eigentlich bierernsten Situation wird eine urkomische, unterhaltsame Geschichte.

Unterhaltsam sind unter anderem die vielen (natürlich inzwischen "entmaterialisierten") Personen, man könnte schon sagen Karikaturen, die Rosendorfer entwirft und sie zum Gegenstand Anton L.'s Refketionen macht. Diese überzogenen Charakterstudien werden teils über zahlreiche Seiten hinweg entwickelt und informieren über Anton L.'s Vergangenheit, obwohl sie im faktischen Verlauf der Erzählung natürlich nicht gebraucht werden. Mit diesem Mittel vermeidet Rosendorfer geschickt die Langeweile des Lesers, ein Problem, mit dem alle Autoren von Robinsonaden spätestens nach der 100sten Seite zu kämpfen haben.

Aber man muss sagen: spätestens nach der 10. unnütz - bzw.: zur reinen Unterhaltung - eingeführten, "entmaterialisierten" Person muss man sich fragen: Wozu einen Roman über den letzten Menschen der Erde lesen, wenn dieser (über einen Umweg) doch von Personen nur so wimmelt? Ich möchte behaupten, 1/3 des Romans spielt nicht in der Endzeit, über 100 Seiten sind kein "Großes Solo für Anton", sondern (sehr unterhaltsame) Rückblenden. Das Mittel wird also inflationär angewendet und aus meiner Sicht (vor dem Hintergrund des Genres) eine der beiden großen Schwächen - da es nur schwach mit der realen Situation Anton L.'s verbunden wird. Dieses Mittel der Unterhaltung fügt sich nicht 'organisch' in das Gesamtwerk.

Die zweite Schwäche ist die eigentliche Story, die parallel zu den Rückblenden und Karikaturentwürfen verläuft: sie ist zwar ebenso unterhaltsam geschrieben, inhaltlich aber streckenweise substanzlos - eigentlich passiert doch recht wenig, weshalb hier und da die Lesemotivation etwas nachzulassen droht. Doch hier muss man sicherlich etwas Nachsicht walten lassen, da diese Schwierigkeit einfach alle Robinsonaden haben. Auch ist das ereignisarme Dasein Anton L.'s in Bezug auf seinen Charakter nachvollziehbar, denn er ist als ein passives Wesen angelegt und keines, welches um seine Existenz kämpft oder neugierig die Gegend erkundet (das tut dankenswerter Weise aber der Erzähler). Anton L. macht es sich in der Stadt, soweit das ohne größere Umstände möglich ist, gemütlich, plündert systematisch Pralinengeschäfte und verheizt alles, was irgendwie aus Holz ist. Er hinterfragt nicht, ob er nun wirklich der letzte Mensch auf der Welt ist. Er nimmt es einfach an, das ist einfacher als Suchen. Die Grenzen der Stadt verlässt er nur einmal um einige Kilometer.

Aber war es das? So bleibt letztendlich ein etwas ambivalentes Gefühl. Das was sich unter schriftstellerischer Brillanz und würzigem Humor verbirgt, ist letztendlich ein lebensunfähiger, fast bemitleidenswerter Protagonist, was dem Ganzen, trotz aller Komik, etwas Tragisches verleiht. Immerhin wird man dann (nach einer relativen langen Durststrecke) auf den letzten dreißig Seiten damit belohnt, dass Anton L. - wie könnte es anders sein - ... nun, so viel verrate ich nicht (jedenfalls haben das Ende anscheinend nicht alle Leser, die hier eine Rezension verfasst haben, verstanden.).

Alles in allem aber eine klare Leseempfehlung für all jene, die gut unterhalten werden möchten. Die Schwierigkeiten des Gegenstandes wurden gut bewältigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwei Mal menschenleer 15. April 2011
Format:Sondereinband
Hat Rosendorfer Tomeo auf die Idee gebracht, einen Mann in einer sonst menschenleeren Stadt (oder Welt) aufwachen zu lassen, oder sind die beiden Autoren unabhängig voneinander auf dieselbe Idee gekommen? ' Anfangs können es jedenfalls weder Anton (1976 bei Rosendorfer) noch Teodoro (1989 bei Tomeo) glauben und müssen sich allmählich damit abfinden, allein zu sein ' und zu bleiben. Zu essen und zu trinken (und auch Wohnmöglichkeiten) gibt es bei beiden noch genug, doch während bei Anton alle Tiere 'überlebt' haben, hat es Teodoro einzig mit einer großen Schar ihm anscheinend nicht gewogener Tauben zu tun.

Teodoro gelingt es, die Tauben ' wahrscheinlich ' loszuwerden, doch damit ist er wohl das einzige existierende Lebewesen in seinem Umkreis, wenn nicht auf Erden. Anton aber entdeckt einen Hinweis auf ein Buch, in dem alle Erkenntnisse der Welt aufgezeichnet sind, und während er dieses sucht, beginnt er ' tatsächlich ' mit einem Hasen und dem Denkmal des Kurfürsten zu diskutieren.

In beiden Büchern geht es um das Zurückgeworfensein auf sich selbst, doch während Tomeo in knappen Sätzen eine (auch aufgrund der Zeitform Gegenwart) Parabel erzählt, welche man beunruhigt weiterspinnt, wird bei Rosendorfer das Anfangs-Szenario immer unwichtiger und man liest einen launig geschriebenen, skurrilen philosophischen Roman, in welchem auch mehr Menschen leben könnten als ein einziger.

Sollte Tomeo 'Großes Solo für Anton' gekannt haben, so hat er sich davon höchstens inspirieren lassen, etwas Eigenes zu schaffen.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt lesen... 23. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Anton L. erwacht eines Morgens und stellt fest, daß er der einzige Mensch auf der Erde ist. Sein gesamtes Umfeld, Vermieter, Nachbarn, alle Einwohner seiner Heimatstadt sind verschwunden. Wie Anton mit seiner neuen Situation umgeht, wie sich das seltsame Ereignis auf seinen noch seltsameren Charakter auswirkt, wird von Rosendorfer minütiös beschrieben. Manchmal unheimlich, doch meistens unheimlich komisch - ein Rosendorfer, den man (wie auch seine anderen Werke...) unbedingt gelesen haben muß!
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Genialer Schluss
Rosendorfer ist ein Meister der Erzählkunst. Das ist nix Neues. Ungeachtet der Handlung ist es immer ein Vergnügen, einfach seine Worte zu genießen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Heller veröffentlicht
Allein in der Welt
Dieses Buch handelt nur zum Teil vom Alleinsein. Ein Grossteil der Erzählung dreht sich um Erinnerungen an ehemalige Mitmenschen von Anton. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Voigt veröffentlicht
Wir sind Papst!
Ein langes, dickes Buch von Rosendorfer... ich hatte mit etwas ähnlichem wie "Briefe in die chinesische Vergangenheit" gerechnet, mit einer spritzigen, absurden Handlung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von Minnhera
Witzig, schrullig, unterhaltsam
Mich hat zunächst das Thema interessiert (die Menschheit verschwindet von einem Tag auf den anderen), aber fast besser an dem Buch sind die verschiedenen Erlebnisse des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von Collocare
I am Legend in München
Ganz alleine auf der Welt und alles gehört mir. Wer hat sich das nicht schon mal selbst so vorgestellt? Vielleicht nicht ganz alleine, so doch wenigstens zu zweit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2008 von Helmut Schmid
Ein Leckerbissen für Freunde des schwarzen Humors
Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Gries/Bozen geboren, zog 1939 nach München. Von der Akademie der Bildenden Künste wechselte er zur Juristerei. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2007 von Carl-heinrich Bock
Ein großartiges Thema verschenkt
Stell Dir vor du wachst in der Früh auf und stellst fest daß alle anderen Menschen außer Dir auf dieser Welt verschwunden sind. Alle? Alle! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Februar 2004 von K. München
Enttäuschend
Nachdem ich die "Briefe in die chinesische Vergangenheit" verschlungen und genossen habe, bin ich von diesem Werk schwer enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2004 von "cjschletter"
Unbedingt lesen...
Anton L. erwacht eines Morgens und stellt fest, daß er der einzige Mensch auf der Erde ist. Sein gesamtes Umfeld, Vermieter, Nachbarn, alle Einwohner seiner Heimatstadt sind... Lesen Sie weiter...
Am 23. August 1999 veröffentlicht
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