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Große Erwartungen
 
 
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Große Erwartungen [Gebundene Ausgabe]

Charles Dickens , Ulrike Jung-Grell
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Reclam, Ditzingen (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150215625
  • ISBN-13: 978-3150215623
  • Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 10,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.207.561 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Während seiner allwöchentlichen Besuche bei der reichen Miss Havisham verliebt sich der kleine Pip in die Adoptivtochter der alten Dame und beginnt von Reichtum und Bildung zu träumen - schier unerfüllbare Wünsche für einen Waisenjungen und Schmiedelehrling. Plötzlich will ihn ein unbekannter Gönner zu einem Gentleman erziehen lassen. Bald hat Pip sein einfaches Leben vergessen und führt in London ein verschwenderisches Dasein. Unversehens gerät er in eine lebensgefährliche Lage.

Über den Autor

Charles Dickens (1812 - 1870) hatte eine harte Jugend hinter sich, als er zu schreiben begann und bald zum gefeiertsten Autor seiner Zeit wurde. In fieberhaftem Tempo schrieb er seine sozialkritischen, immer unterhaltsamen Romane, die weltweit gelesen werden.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Psylaw
Format:Gebundene Ausgabe
John Irving schrieb über "Grosse Erwartungen", es sei das erste Buch gewesen, bei der er sich wünschte, dass er es geschrieben hätte. Die Geschichte handelt vom Waisenjungen Pip, der sich dank der Hilfe eines vorerst unbekannten Gönners seinen Lebenstraum erfüllen und den harten Weg aus der Armut anstreben kann. Ein Weg voller Schwierigkeiten und unvorhergesehenen Hürden, welche ihn mehr und mehr zur Überzeugung bringen, dass im Leben nicht alleine der soziale Status von Bedeutung ist... Dickens at his best! Die unzähligen Feinheiten der Sprache, der sorgfältige Aufbau und nicht zuletzt die mitreissende Entwicklung des Protagonisten garantieren einen enormen Lesespass, so dass man das Buch nur ungern auf die Seite legt. Absolut lesenwert!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ach ja, Dickens... 26. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Ist immer so eine Sache mit den großen Romanen des 19. Jahrhunderts. Die einen sagen, daß das DIE GROSSEN ROMANE schlechthin seien, daß die Kunst des Romanschreibens überhaupt zu ihrer Vollendung gekommen sei im 19. Jhd. Mag sein. Sofort denkt man an Flauberts "Madame Bovary", an Tolstoi und natürlich Dostojewski, an Fontane, Balzac, Stendahl, Hugo aber auch die großen Unterhalter wie Dumas et al. Und Dickens. Dickens? Was war der denn nun? Ein Weltliterat oder doch nur ein schnellschreibender Zeilenschinder, der drei, vier Sachen zugleich runterschmierte, weil er irgendwie seine Familie(n) durchbringen musste? Letzteres hat mir mal jemand in einem Seminar erklärt. Nun denn. Gute oder gar große Literatur darf doch gelegentlich auch unterhalten, oder?

Nicht alles, was der gute Charles so von sich gegeben hat, muß gefallen. Doch "Große Erwartungen" ist nun defintiv einer seiner besten, seiner größten Romane. Nimmt man "David Copperfield", "Oliver Twist" und "Bleak House" dazu, hat man sicherlich einen guten Dickenskanon, der einen ersteinmal beschäftigt hält.

"Great Expectations" hat all die Vor- und Nachteile, die Dickens eben ausmachen: es fesselt, es rührt, es hat eine teilweise schaurig-unheimliche Geschichte und Atmosphäre, tolle Typen (wobei ich zugebe, daß meine Lieblingsdickensfiguren nicht aus diesem Roman stammen - es lebe Uriah Heep, allein für diesen Namen!), aber eben auch wilde Handlunsgsprünge, psychologische Ungenauigkeiten (obwohl dies gerade in diesem Buch nicht so zutrifft, wie in anderen, Pips Seelenleben und -nöte sind schon gut und genau erfasst), zuviele Zufälle und ist - wie immer beim großen Engländer - überkonstruiert. Aber dennoch ist es eines der besten seiner Werke. Ich finde hier übrigens auch interessant, daß es etwas weniger Humor aufweist, als frühere Werke aus seiner Feder (obwohl es eine Tragikomödie sein sollte). Und es ist dichter in der Erzählweise, moderner, auch stringenter. Da es einer seiner letzten Romane war und er sicherlich schon gezeichnet war von den zunehmenden Krankheiten und der Erschöpfung, die ihn am Ende seines Lebens häufig und schließlich bleibend befiel, mag das diesen Umständen geschuldet sein. Sein Blick ist wie immer scharf und kritisch. Die englische Gesellschaft als undurchlässige Klassengesellschaft mit leeren Ritualen und Idealen wird einmal mehr genauestens seziert.

Inhaltlich ist es "David Copperfield" verwandt, beides sind in gewisser Weise coming-of-age-Romane, in beiden bemüht sich ein junger Mensch, den Unbilden der Armut zu entkommen, in beiden wird er gewissen Seelennöten ausgesetzt, wobei Pip hier m.M.n. noch genauer beschrieben und erfasst wird in seiner Angst vor und um den entflohenen Strafgefangenen Magwitch. Seine Liebe zu Estella und deren Hartherzigkeit muten manchmal an wie ein moderner Bericht über das Liebesleben junger Leute und Pips Wandlung zum snobistischen Dandy, der sich seiner eigenen Verwandten schämt, leuchtet dramaturgisch ein. Daß das Ende der "großen Erwartungen" gekommen ist, als sich das Geheimnis um Pips plötzlichen Wohlstand lüftet und er sich ins Ausland zurückziehen muß um schließlich - geläutert - heimzukehren und doch noch in Estellas Arme zu sinken, ist purer Dickens mit all seinen Happy-End-Hoffnungen. Man mags oder nicht, doch am Ende dieser 500 Seiten, in denen man all diese Figuren kennen- und liebengelernt, man mit ihnen gefiebert und gefürchtet und gelitten hat, freut man sich, wenn sie ein wenig Glück finden, mag die Realität auch meist anders aussehen.

Wie Anthony Burgess einmal auf die Frage nach Joyce' "Ulysses" und deren Lesbarkeit geantwortet hat: Einfach lesen, nicht nach dem Sinn fragen, nicht sich fragen, ob man alles versteht, einfach lesen und genießen! - so möchte man auch über Dickens sagen: einfach lesen!! Ist das DIE GROSSE Weltliteratur? Vielleicht, vielleicht auch nicht (ich denke schon), unterhaltsam UND aufschlußreich als Zeugnis seiner Zeit ist es allemal.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Große Erwartungen", so ein Titel weckt natürlich auch im Leser Erwartungen. Die Geschichte vom urplötzlichen Aufstieg des jungen Finn, der, plötzlich reich, von seiner alten, armen Umgebung weggeht, um in der Stadt zu leben und wie er sich dabei verändert, wohl eher zum Schlechten und schließlich doch zurückfindet in seinen eigentlichen Charakter ist wohl vielen durch den Film mit Gwyneth Paltrow bekannt.

Aber, ich kann Ihnen versichern, das Buch ist viel besser als der Film. Zum einen hat man die schöne, bezaubernde Sprache Dickens. Alleine die ist es wert, daß man das Buch liest. Erneut kommt auch hier seine Fähigkeit zum Vorschein, Charaktere detailliert und pointiert zu zeichnen: sei es Finn, die schöne aber unnahbare Estella oder aber auch eigentliche Randfiguren wie den Prediger der Gemeinde. Jeder wird in irgendeiner der handelnden Personen Teile von sich selbst wiederfinden. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Buch, wie Dickens es versteht, die Welt in den ersten Kapiteln aus der Sicht des Kindes Finn zu schildern. Das gelingt ihm auf ungeheuer gute Art und Weise. Man kann sich wirklich vorstellen, daß die Dinge sich in der Vorstellung und Ansicht eines Kindes so darstellen. Wenn man bedenkt, daß Dickens Große Erwartungen erst recht spät geschrieben hat, so ist das um so beachtlicher.

Einzig das Ende ist unbefriedigend. Natürlich will ich nicht vorgreifen sondern nur soviel sagen: Er hätte seinem eigentlichen Entwurf folgen sollen und nicht auf seine Freunde hören, die natürlich ein Happy End forderten. Aus diesem Grund auch nur 4 Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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