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Große Dirigenten
 
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Große Dirigenten [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Schreiber
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 540 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492045073
  • ISBN-13: 978-3492045070
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,8 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 729.805 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Schreiber
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die großen Dirigenten faszinieren das Publikum, Orchestermusiker lieben, verehren oder hassen die Magier des Taktstocks . Bis heute ist die Neuberufung eines Chefs für ein großes Orchester Thema einer breiten Öffentlichkeit. Wolfgang Schreiber hat die Maestri seit Jahrzehnten als Kritiker begleitet. Sein Buch stellt sie vor, erzählt von ihrem Leben und von ihrer Musik. Die großen Dirigenten-Legenden wie Toscanini, Furtwängler, Walter, Kleiber, Klemperer, Busch, Karajan, Bernstein oder Celibidache werden ebenso gewürdigt wie die Stars von heute, also Abbado, Barenboim, Rattle, Jansons, Thielemann, Salonen, Nagano oder Chailly. Zahlreiche Porträts herausragender Dirigenten aus nationalen Schulen, von Vertretern des Originalklangs (Harnoncourt, Gardiner und andere), von Dirigentinnen (wie Simone Young und Marin Alsop) und Jungstars komplettieren den Band.

Über den Autor

Wolfgang Schreiber, geboren 1939 in Koblenz, ist einer der renommiertesten Musikkritiker im deutschen Sprachraum. Er studierte in Mainz, Mailand und Regensburg Philosophie, Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft. Er lebte sieben Jahre in Wien als Korrespondent für Tageszeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten. Von 1978 bis 2002 war er Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung, seither lebt er als freier Publizist in München und Berlin. Er ist Autor von Filmen und zahlreichen Rundfunksendungen und hat Bücher über Gustav Mahler und Sergiu Celibidache veröffentlicht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Maestros 28. April 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Dirigenten haben schon immer fasziniert. Sie sind die einzigen Musiker, die -meistens jedenfalls- ohne eigenes Instrument musizieren, nur mit Handbewegungen und Suggestion.

Das Buch bietet einen ausführlichen Überblick über Dirigenten der Vergangenheit und Gegenwart.

Es hat über 500 Seiten, ist aber angenehm zu lesen. Ich habe es an einem, zugegeben langen Abend "verschlungen".

Die Werdegänge der Dirigenten sind detailreich und interessant dargestellt, in ihnen spiegelt sich auch ein Stück Zeitgeschichte.

Besonders angenehm fand ich, daß der Autor auch bei Schwächen und vermeintlichen Irrwegen seiner Protagonisten immer fair und objektiv bleibt und sich nie ein gehässiger Unterton einschleicht, wie man ihn sonst manchmal antrifft.

Dieses Buch wird sicher ein Standardwerk werden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tenor TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Sir Peter Jonas schreibt in seinem Vorwort: "Dirigenten werden Dirigenten durch das Weiterentwickeln und Feinschleifen komplexer Fähigkeiten." Und der unbeugsame Sergiu Celibidache sagte angesichts der unbestreitbaren Tatsache, dass 'aus der Spitze eines Taktstockes noch nie ein Ton heraus gekommen ist' zum Vergnügen seiner Zuhörer: Der Dirigent sei "jemand, der Ordnung schafft im Orchester". Jetzt sind wir schon mittendrin, im wunderbar zu lesenden Buch von Wolfgang Schreiber.

Wer vermutet, dieses Buch über 'Große Dirigenten' (ich rezensiere hier die aktualisierte Neuausgabe vom November 2007) sei so etwas wie ein trockener Stoff, der soll hier gleich getrost wissen, es ist äußerst unterhaltsam, bildend, informativ, spannend zu lesen von der ersten bis zur letzten der 537 Seiten!

Wer (klassische) Musik liebt, lernt hier auf grandiose Weise ungemein viel hinzu, freut sich über ganz sicher höchst aufwendig recherchierte und fesselnd geschriebene Biographien über 90 wirklich 'Große', Lichtgestalten der Dirigier-Kunst, ebenso über Kurz-Portraits zu mehr als 30 weiteren bedeutenden Dirigenten, erfährt viele bekannte und unbekannte Details über die Persönlichkleiten, die Szene, über Orchester, Musiker, Komponisten, Werke, Konzerthäuser etc., alles wohl eingebettet in den jeweiligen historischen Kontext.

Zudem ist dieses Buch jederzeit ein hervorragendes Nachschlagewerk. Dieses spannende Buch nehme ich gern immer wieder zu Hand, lese häufig, während ich dazu ausgewählte Stücke höre. Sehr gelungen finde ich auch die 'charakterisierende Zuordnung' der Maestros am Pult anhand treffend formulierter 'Rubrik-Headlines'.

Fazit: Eine umfassende (kultur)politische Musik-Zeitgeschichte, die dank brilliant geschriebener Texte niemals trocken, nie langatmig, eher wie ein spannender Roman und äußerst vergnüglich zu lesen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Informativ 1. August 2011
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In Wolfgang Schreibers Buch "Große Dirigenten" finden Sie eine große Auswahl an Portraits berühmter Dirigenten unterschiedlicher Zeiten und sowohl geographisch-kulturell unterschiedlicher Herkunft als auch unterschiedlicher Herangehensweisen an die Musik. Natürlich sind die bekanntesten Namen wie Karajan, Bernstein, Furtwängler, Toscanini, Klemperer, Walter, Carlos Kleiber oder unter den Lebenden Rattle, Abbado, Barenboim, Jansons, Mehta, Maazel, Masur und Thielemann vertreten. Aber auch vielleicht demjenigen, der sich nur am Rande oder nur selten mit klassischer Musik beschäftigt, weniger Bekannte wie Salonen, Boulez, Cambreling, Metzmacher und Gielen werden portraitiert. Dabei handelt es sich nicht um eine lexikonartige alphabetische Aufzählung der Dirigenten. Stattdessen stellt Schreiber in vielen Kapiteln mehrere Dirigenten nacheinander vor und stellt deren Gemeinsamkeiten wie z.B. die Herkunft oder das musikalische Ziel (z.B. Einsatz für Neue Musik bei Scherchen, Rosbaud und Gielen) in den Mittelpunkt. Wenn auch die im Vorwort gestellte Frage danach, was einen großen Dirigenten ausmacht, letztlich (wohl auch absichtlich) unbeantwortet bleibt, so kann man durch diese Portraits einen guten Überblick über die unterschiedlichen Musizier- und Interpretationstraditionen des 20. Jahrhunderts gewinnen, vermittelt jeweils durch prägende Figuren der Dirigentenzunft.

Über die Auswahl könnte man sich natürlich streiten und ich könnte hier ewig "bekritteln", wem hier viel Platz eingeräumt wurde (Termikanow, Svetlanow, Barbirolli, Cambreling, Metzmacher, Dohnányi, Welser-Möst), wem nur wenig Platz (z.B. Blomstedt, Böhm, Haitink, Herreweghe, Jacobs, Paavo Järvi, Mackerras, Minkowski, Nott, Weil), wem nur Nebensätz gewidmet werden (Marriner, Brüggen, Goebel, Hogwood, Kuijken, Koopman, Pinnock, Savall) und wer gänzlich fehlt (Neeme Järvi, Kristjan Järvi, Antonini, Goodman, Haiim, Hengelbrock, van Immerseel, McCreesh, Nézet-Seguin, Dudamel, Nelsons). Bei einigen Interpreten liegt dies am Alter des Buchs (insbesondere bei Paavo und Kristjan Järvi sowie Nézet-Seguin, Dudamel und Nelsons, die erst in den vergangenen Jahren verstärkt oder erstmalig auf sich aufmerksam gemacht haben), bei anderen räumt Schreiber selbst ein, dass man sich darüber streiten könnte, ob sie nicht eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdienten (er nennt z.B. Haitink und Jacobs). Aber natürlich könnte man meine Auswahl dabei genau so kritisieren wie die Schreibers. Für Schreibers Auswahl spricht dabei natürlich, dass eine ausführliche Würdigung aller von mir hier aufgeführten Dirigenten nicht nur zu einem dickeren Buch geführt hätte, sondern vermutlich auch zu sehr den Charakter eines großen "Sammelprogrammhefts" angenommen hätte, während Schreiber sicher gute Gründe hat, die historische Perspektive zu betonen.
Ein für Schreiber wichtiges Kriterium ist dabei auch die Vielseitigkeit der Interpreten und insbesondere die Frage danach, inwieweit sie sich für Neue Musik stark gemacht haben oder stark machen. Dieses Kriterium rechtfertigt z.B. die Aufnahme von Cambrelling, Dohnányi und Metzmacher. Ich persönlich muss gestehen, dass ich mich mit dem Großteil der Musik des 20. Jahrhunderts schwer tu und mit der echten zeitgenössischen "klassischen" Musik (in Abgrenzung zu Jazz, Pop, Rock und Co.) erst recht, aber ich möchte es nicht missen, mich an dieser reiben zu können und den Versuch zu unternehmen, mein ästhetisches Spektrum zu erweitern und ich kann verstehen, dass ein Musikjournalist, der sich über Jahrzehnte hauptberuflich mit Musik beschäftigt sich nicht nur mit neuen oder z.T. auch lediglich vermeintlich neuen Lesarten des barocken, klassischen und romantischen Repertoires begnügen möchte. Insofern halte ich dieses Kriterium für nachvollziehbar, auch wenn ich persönlich

Mag man sich über die Kriterien also endlos und vielleicht auch z.T. fruchtlos streiten, so liegt die eigentlich Stärke des Buchs meines Erachtens ohnehin weniger darin, wer portraitiert wird, sondern wie portraitiert wird. Es wird eben nicht lediglich ein biographischer Kurzabriss gegeben und es wird nicht nur eine Hommage des jeweiligen Dirigenten dargeboten, sondern stets der Versuch unternommen, die Verbindung von Biographie, künstlerischen Zielen und Interpretations- und Programmgestaltungsstilen zu schaffen. Dies gelingt in der Regel sehr gut. Krampfhafte Psychologisiererei unterbleibt, das Buch ist verständlich geschrieben und flüssig lesbar, ohne dadurch flach zu werden. Natürlich ist nicht alles neu, natürlich könnte man über einige der Portraitierten wesentlich mehr schreiben, aber ich denke, die Kurzportraits sind größtenteils informativ und gut gelungen, so dass ich den Kauf und die Lektüre dieses Buchs für mich als gewinnbringend verbuchen kann und es hiermit weiterempfehlen möchte.
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