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Buch Jahresbestseller 2011
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So habe ich die Externsteine im Teutoburger Wald bei den Recherchen für mein Buch Heilige Stätten der Heiden und Ketzer Ein Führer zu ausgewählten Kultplätzen in Deutschland und Frankreich" etliche Male besucht. Immer wieder saß ich vor den Felsen, betrachtete sie und dachte über den Streit der Gelehrten um ihre Deutung nach. Gesichter habe ich an den Externsteinen nicht gesehen. Auch in der Literatur, die ich damals studierte, entdeckte ich keinerlei Hinweis auf Groß-Steinskulpturen. Erst als ich mein Buch schon fast fertiggestellt hatte, fand ich im Externsteinführer des Landesverbandes Lippe einen kurzen Hinweis auf die Figur des Hängenden". In mein erstes Buch habe ich die Groß-Steinskulpturen zwar nicht mehr aufgenommen, doch das Thema ließ mich nicht mehr los. Ich studierte die einschlägige Literatur und besuchte die verschiedensten Felsen in Nord- und Westdeutschland. Anfangs viel es mir schwer, die Felsgesichter, die andere gesehen zu haben glaubten, zu finden, bald aber sprangen mir viele Bilder geradezu ins Auge. Ohne Zweifel, es gibt diese Groß-Steinskulpturen und unserer Vorfahren werden sie sicher auch gesehen und vor ihnen ihre Kulte gefeiert haben. (Eine andere Frage ist freilich, ob unsere Ahnen die Groß- Steinskulpturen auch geschaffen haben.)
Mit diesem Buch möchte ich das Ergebnis meiner Forschungen zum Thema Groß-Steinskulpturen vorlegen. Das Buch, das als kommentierter Reiseführer konzipiert war, entwicklete sich im Verlauf der Recherchen mehr und mehr auch zu einem Führer durch ein unbekanntes Kapitel deutscher Geistesgeschichte. Das Standardwerk zu den Groß-Steinskulpturen ist ohne Zweifel der im Jahre 1981 erschienene Bildband von Elisabeth Neumann-Gundrum, die die Groß-Steinskulpturen in die Altsteinzeit datierte; weniger bekannt, da z.T. nur im Selbstverlag erschienen, sind die Arbeiten ihrer Erben". Verschwiegen seien aber auch nicht die Vorarbeiten" zu diesem Thema; sie führen über das Ahnenerbe" und Richard Anders, Mitglied im rassistischen Neu-Templerorden (O.N.T.), zu Himmlers Rasputin" Karl Maria Wiligut (alisa Weisthor) zurück.
Schwierig war zuweilen die Suche nach den Vorarbeiten" zum Thema Groß-Steinskulpturen. Vieles wurde Ende des Krieges vernichtet; einiges konnte ich noch in Bibiliotheken, im Bundesarchiv Berlin und in Privatarchiven finden. Andere Manuskripte werden von Privatforschern gehortet oder nur in ausgewählten Zirkeln weitergegeben. Immer wieder stieß ich auf Geheimniskrämerei oder offene Ablehnung. Etliche meiner Briefe und eMails, die ich verschickte, wurden gar nicht beantwortet, andere wollten Unterlagen nicht herausgeben, da sie sich in Geheimarchiven" befänden und wieder andere meinten, sie hätten kein Interesse am Kontakt mit einem katholischen Sozialarbeiter". Meine Arbeit zu den Groß-Steinskulpturen kann somit nur eine Vorstudie darstellen; für weitere Hinweise wäre ich dem Leser dankbar.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein spannender und aktueller Hintergrundbericht.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Groß-Steinskulpturen, Kultplätze der Steinzeit? Ein Führer durch Literatur und Gelände (Taschenbuch)
Das Ganze ist nun wirklich ein Ecco. Nur mit wissenschaftlichem Ton. Katholing berichtet in seinem zweiten Buch sachlich über den Streit verschiedener „Wissenschaftler" der Groß-Steinskulpturen-Szene. Dabei geht es weitgehend um die Frage einer eventuell künstlichen Erschaffung oder künstlerischen Bearbeitung der Steingruppen, auf jeden Fall aber immer um die Frage ihrer kultischen Bedeutung. Die vielen und guten Abbildungen helfen eine eigene Meinung zum Thema zu finden. Darüber hinaus informiert er uns über die „Forschungsobjekte", die Großsteinskulpturen, die jeweils auch ein lohnendes Reiseziel darstellen. Diese sind hervorragend und mit aktuellen Anreiseempfehlungen beschrieben. Man mag es auch anders herum sehen: es wird über Reiseziele abseits der Hauptstraßen und in reizvoller Landschaft berichtet, und dazu bekommen wir noch die ganze Kontroversität einer der breiten Öffentlichkeit unbekannten Diskussion geliefert. Wie immer man das auch sehen mag, dieses Buch ist eine spannende Lektüre. Besonders interessant wird es, wenn Katholing eigene Standpunkte zum „Wissenschaftlerstreit" bezieht. Der Autor hat mit Humor und außerordentlich gut recherchiert. Kultstätten, mystische Reiseziele, entfernt vom Katalogtourismus? Wen das interessiert, der ist mit diesem Buch gut beraten. Mir hat es sehr gut gefallen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
INTERESSANT ABER NICHT IDEAL,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Groß-Steinskulpturen, Kultplätze der Steinzeit? Ein Führer durch Literatur und Gelände (Taschenbuch)
Sehr interessantes Thema,leider vom Autor nicht tiefgreifend dargestellt,vor allem fehlen die Quellenangaben zu vielen Aussagen,also mangelnde Wissenschaftlichkeit. Karsten Dux
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Katholing,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Groß-Steinskulpturen, Kultplätze der Steinzeit? Ein Führer durch Literatur und Gelände (Taschenbuch)
Das Buch von Winfried Katholing besteht zum Grossteil aus der Aneinanderreihung der wildesten halbwissenschaftlichen Theorien zum Thema der Gross-Steinskulpturen.Zunaechst scheint es so, dass es in wissenschaftlichen Kreisen ohnehin umstritten ist, ob es so etwas wie Katholings Gross-Steinskulpturen ueberhaupt jemals gegeben hat. Zumindest konnte Katholing in seinem Buch keine Quelle anfuehren, die im weitesten Sinne als wissenschaftlich ernstzunehmen zu bezeichnen waere. Beim Besuchen einiger der von Katholing in seinem Buch beschriebenen Plaetze kommen da nun wirklich Zweifel auf. Man muss dem Autor zugute halten, dass er hauptsaechlich aus Quellen zitiert und so um das Problem der Stellungnahme bis ganz zum Schluss herumkommt, auch relativiert er an einigen Stellen die Theorien seiner Vorgaenger ein wenig. Insgesamt ist es furchtbar stoerend die wildesten Thesen ohne jeden weiteren Kommentar lesen zu muessen (von den Atlantern bis zu den keltischen Druiden bekommt alles was in der Mystikszene Rang und Namen hat seinen Auftritt). Natuerlich hat die Literaturrecherche in der Wissenschaft ihren Platz und ist durchaus berechtigt, aber das Interpretieren von Quellen, das Werten und Herstellen von Zusammenhaengen ist mindestens genauso wichtig und das kommt bei Katholing meiner Meinung nach ziemlich zu kurz. Lichtblick in dem traurigen Schauspiel sind die guten Wegbeschreibungen, die es zumindest ermoeglichen, dass man sich selbst ein Bild macht und die letzten Seiten im Anhang, in denen Katholing ein wenig von seinen eigenen Ansichten durchblicken laesst. Insgesamt ein wenig erfreuliches Buch, das den Wunsch nach einer serioesen Arbeit zu diesem Thema aufkommen laesst, denn unbestritten birgt das Thema an sich eine gewisse Faszination. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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