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Gripsholm [VHS]
 
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Gripsholm [VHS]

Ulrich Noethen , Heike Makatsch , Xavier Koller    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 3,99
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Noethen, Heike Makatsch, Jasmin Tabatabai
  • Regisseur(e): Xavier Koller
  • Format: PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch, Schwedisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 18. September 2001
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005NIS7
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.715 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Anders als Kurt Hoffmanns 1963 entstandene ganz und gar verträumte Verfilmung von Kurt Tucholskys Roman Schloss Gripsholm blendet Xavier Kollers Gripsholm auch die bitteren und letztlich tragischen Untertöne dieser Geschichte für Verliebte nicht aus. Die Geschichte von Kurt (Ulrich Noethen), seiner Prinzessin Lydia (Heike Makatsch), seinem Freund Karlchen (Marcus Thomas) und Lydias Freundin Billie (Jasmin Tabatabai), die im sommerlichen Schweden einige erotisch-unbeschwerte Wochen verbringen, ist für Koller nicht einfach nur eine Fiktion, sie ist Teil von Tucholskys Biografie. Er wagt die Quadratur des Kreises und verbindet die "kleine Sommergeschichte" -- so hat Tucholsky selbst den 1930 geschriebenen Roman genannt -- mit ihrem Hintergrund, dem Rückzug des satirischen Schriftstellers und politischen Journalisten in ein inneres wie äußeres Exil angesichts eines Deutschlands, das die Nationalsozialisten immer stärker hofierte.

Die Liebe ist greifbar nah für Kurt und Lydia. Ein paar Stunden, vielleicht sogar ein paar Tage und Nächte lang verdrängt sie alles andere. Ihre Möglichkeiten scheinen unendlich zu sein. Sie schließen selbst eine menage à trois mit Billie nicht aus. Doch die Zeit verhindert ein dauerhaftes Glück. Kurt kann selbst über die Liebe nicht die Entwicklungen in Deutschland und sein Gefühl von Machtlosigkeit vergessen, und die starke, kämpferische Lydia kann sich nicht abfinden mit Kurts Resignation. Am Ende des Sommers ist der Zauber verloren, die Realität hat die Liebenden wieder eingeholt, und der Weg Tucholskys in den Freitod, den er 1935 im schwedischen Exil wählen wird, ist schon hier vorgezeichnet.

Xavier Koller nähert sich dem Roman und seinem Autor mit der gleichen Genauigkeit. Die Kostüme, die Requisiten, die Schauplätze, alles beschwört ein authentisches Bild der frühen 30er-Jahre herauf. Die Musik der Klezmer-Gruppe Kol Simcha und die von Jasmin Tabatabai gesungenen Gedichte Tucholskys erzählen unaufdringlich von der einzigartigen urbanen Kultur des Berlins der Weimarer Republik, die blindwütig zerstört wurde von den Nazis. Doch das eigentliche Herz des Films sind seine Darsteller. Ulrich Noethen zeichnet ein beeindruckendes Porträt eines Künstlers und Intellektuellen, der an der Welt, aber letztlich auch an sich selbst scheitert. Er ist nicht stark genug, um seinen Kampf zu gewinnen, aber doch zu stark für ein Leben jenseits seiner moralischen und politischen Vorstellungen. Und Heike Makatsch ist als Lydia wirklich eine Prinzessin. Ihr Lächeln und ihre Unbeschwertheit sind einfach bezaubernd, aber nur eine Fassette einer faszinierenden und überaus komplexen Figur. Heike Makatsch gelingt es zugleich naiv und pragmatisch, verträumt und stark zu sein. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

Berlin 1932. Lebenshunger, keine Tabus und die Gier nach Vergnügen beherrschen die Stadt. In der dekadenten Welt des Kabaretts ist der Schriftsteller und Journalist Kurt Tucholsky ein Star. Keiner schreibt so scharfzüngige und frivole Texte wie er. Doch das tausendjährige Reich rückt immer näher und mit seinen Artikeln kommt Kurt den braunen Behörden mehr und mehr in die Quere. Kurzerhand vertauscht er deshalb das ausschweifende Berliner Leben mit seinem Urlaubsidyll auf Schloss Gripsholm. Zusammen mit seiner Freundin und Muse Lydia genießt er das paradiesische Exil in Schweden. Als die laszive Variete-Sängerin Billie und Kurts Freund, der Flieger Karlchen, die beiden besuchen, beginnt ein Sommer voller Liebe und erotischer Überraschungen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Der Charme von Tucholskys "kleiner Sommergeschichte", wie sein Verleger es sich gewünscht hatte, wurde mit diesem Film leider zugunsten eines Psychogramms über Kurt Tucholsky aufgegeben.
Tucholsky war einer der großen "Tagesschreiber" in der Tradition eines Heinrich Heine, der düster in Deutschlands düstere Zukunft schaute. Mit GRIPSHOLM hatte er eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt geschrieben - schade, daß der Film gerade die Leichtigkeit dieser Erzählung zunichte machte. Vielleicht hätten die Manusskriptschreiber stattdessen lieber ein eigenes Plot entwerfen sollen ??
Auch der schwedische Charme wurde herausgestrichen; weite Teile des Films wurden sichtlich in Österreich eingespielt, da half es auch nicht, daß die Kamera tief gehalten wurde...
Deshalb nur 2 Sterne (trotz der tollen Songs).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nix Halbes und nix Ganzes 4. Oktober 2008
Format:DVD
Der Film orientiert sich laut Vorspann an der berühmten Tucholsky-Novelle, suggeriert aber durch massive Verwendung verbürgter Details aus Tucholskys Leben die Handlung sei rein autobiografisch.
Ich finde diese Vermischung fragwürdig.

Den Text, v.a. die Wortwahl empfand ich häufig als zu modern, stellenweise das Sprechen selbst.
Der Darsteller des "Karlchen" hört sich an, als wäre er synchronisiert worden, wodurch seiner Figur etwas Künstliches anhaftet.
Den "Flug"szenen merkt man zeitweise die untergeschobene Kulisse an.

Abgesehen von diesen Störfaktoren wartet "Gripsholm" mit solider Darstellerkunst, einer ansprechenden Optik und einigen besonders gelungenen Szenen auf.
Stark in ihrer Wirkung fand ich die Szene, als ein Flugblatt mit dem Konterfei Hitlers gegen die Windschutzscheibe des Taxis fliegt...

Das Bonusmaterial verdient seinen Namen kaum;
kein Making Of oder Produktionsnotizen geschweige denn weggefallene Szenen oder gar ein Audiokommentar.
Es besteht aus banalen Gesprächsfetzen ("Interviews"), was angesichts der Thematik des Films unwürdig ist, liegt aber wohl auch an der Auswahl der Bruchstücke, Gesprächsfetzen eben.

Ferner besteht das Bonusmaterial aus magerem Filmmaterial vom Dreh, das sich großspurig "Behind the scenes" nennt und einigen Trailern.

Fazit : Der Film ist unterm Strich sehenswert, die DVD deshalb erwerben würde ich nicht.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Videokassette
Ich habe die Dreharbeiten zu diesem Film teilweise an den Originalschauplätzen miterleben dürfen und bin von dem kompletten Werk angetan. Besonders die Schauspieler Noethen und Makatsch überzeugen in ihren Rollen. Die vertonten Gedichte des Schriftstellers Tucholski, gesungen von Jasmin Tabatabai, sind gekonnt interpretiert. Literaturverfilmungen haben es in der heutigen Zeit (im Moment erleben wir auch durch den 11. September hoffentlich eine Wandlung von "Action Total" in wieder mehr anspruchsvollere und intellektuellere Verfilmungen) vielleicht nicht ganz so "einfache Kost" für das Massenpublikum, aber auf jeden Fall ist dieses Exemplar sehr sehens- und durch seine Musik auch hörenswert.
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