... die heißen zwar genauso, machen aber Metal.
Shining sind vier ehemalige, mit Preisen dekorierte Jazzer aus Norwegen, die wohl große Lust gepackt haben muss, etwas Neues zu probieren. Das Ergebnis lässt sich getrost als nackter Wahnsinn bezeichnen. Sinfonische Soundscapes, die sich über knallharte Punk-Metal-Grooves auftürmen, Vaudeville-artige Klänge, sphärische (aber nie "süßliche") Passagen, kantige Improvisationen sind die Zutaten, aus denen sich das Werk zusammensetzt. Die wenigen Gesangspassagen sind technisch derart verfremdet, dass man von einer Instrumentalplatte sprechen kann.
King Crimson und John Zorn mögen hier, neben anderen Ausnahmekünstlern, Pate gestanden haben. Nichts für Puristen, denn hier wird stilistisch und klanglich aus dem Vollen geschöpft. Eher ein Muss für den fortgseschrittenen Hörer, der kalkuliertem Wohlklang entfliehen möchte und eine Herausforderung für seine Ohren sucht.