Diese weltweit größte zusammenhängende Märchensammlung entstand Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Ihren eigentümlichen Charakter gewinnt sie gerade dadurch, dass sie keinen Verfasser hat, der versuchte, in einem eigenen Stil zu schreiben. Die Brüder (Jacob und Wilhelm) Grimm, auf die diese Sammlung zurückgeht, waren Sammler. Sie sammelten die Märchen, welche der Volksmund weitertrug und schrieben diese auf. Dabei waren sie darauf bedacht - soweit dies überhaupt möglich ist - den besonderen Charakter der mündlichen Überlieferung zu bewahren. Allerdings konnten die Brüder G. auch auf frühere Märchensammlungen zurückgreifen und ergänzten hier und da auch, wo die Geschichten bruchstückhaft waren. Dem besonderen Charakter der Sammlung tut dies keinen Abbruch.
Die Märchen lassen sich unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten lesen. Einer findet sich schon im Titel "Kinder- und Hausmärchen" Es darf als erwiesen gelten, wie wichtig Märchen heute für die Entwicklung von Kindern sind. Doch auch literarisch, kulturhistorisch und nicht zuletzt einfach um der Geschichten willen sind die Märchen sehr zu empfehlen.
In der Sammlung sind eine Reihe der berühmtesten Märchen überhaupt: Der Fischer und seine Frau, Frau Holle, Die sechs Schwäne, Rumpelstilzchen, Dornröschen, Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, Aschenputtel, Rotkäppchen, Der gestiefelte Kater, Tischlein deck dich, Die Bremer Stadtmusikanten u.v.a.m. Die ursprüngliche Sammlung umfasst über 240 Märchen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)