Der originalle Titel des Buches ist "O Christos xanastawronetae" (Christus wird wiedergekreuzigt). Das ist auch das Thema des Buches: Keine Gesellschaft, heute wie frueher, wird es zulassen, wenn jemand mit Selbstaufopferung fuer seine Mitmenschen kaempft. "Christus" kann in jedem Zeitalter wieder "gekreuzigt werden".
In einem kleinen Dorf auf Kreta ist es Tradition, dass einige Leute zu jedem Ostern die Passion von Christus auffuehren. Sie werden von den Vorsitzenden schon ein Jahr frueher neugewaehlt, so dass sie Zeit genug haben, sich fuer diese heilige Tat zu vorbereiten. Ihr Glauben zwingt sie waehrend dieses Jahres ihr ganzes Leben mit neuen Augen zu betrachten und bessere Leute zu werden, so dass sie es wert sind, die Heiligen darzustellen. Luegen, Stehlen und andere Schwaechen koennen sie sich nicht mehr leisten.
Und dann kommen ins Dorf eines Tages Fluechtige aus einem anderen Dorf. Sie brauchen dringends Hilfe, die Vorsitzenden des Dorfes aber wollen ihr Reichtum fuer die Armen nicht weggeben. Auch andere Bewohner versuchen es, fuer sich Geld aus dem Elend der Fluechtigen zu schaffen. Da merken aber die 4 "Schauspieler", dass die von ihnen dargestellten Heiligen sich anders benehmen wuerden. Sie kommen nach und nach ihrer Rolle naehrer und die Passion wird ins wirkliche Leben uebertragen.
Das Buch wurde vor einigen Jahren von Bohuslav Martinu ins Oper uebertragen, auch wenn nicht sehr gelungen.