ist dieses "Wörterbuch zum Neuen Testament" mindestens im deutschsprachigen Raum nicht zu überbieten. Wenn meine "Co-Rezensentin" allerdings einen Schwachpunkt darin findet (deswegen wohl die Verweigerung des 5. Sternes?), dass "die uebersetzungen (...) wirklich nur auf ein biblisches vokabular beschraenkt" sind, so ist dies ja nicht verwunderlich, sondern der "Sache" zwingend angemessen, da es sich bei diesem Werk schließlich um ein "Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments" handelt. Sogar um mehr! Denn, wenn wir in diesem Werk nur eine Seite weiterblättern, dann präsentiert es sich uns als "Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur"! "Frühchristlich" (und nicht mehr unangemessen "urchristlich" wie noch in der 5. Auflage) bedeutet, dass der komplette Wortschatz der Apostolischen Väter und der frühen neutestamentlichen Apokryphen verzeichnet ist (zur Zeit der Herausgabe). Und da so manche neutestamentlichen Begriffe schon bei den sog. Apostolischen Vätern (ca. 90 n. Chr. bis 150 n. Chr.) einen Bedeutungswandel erfuhren, kann doch gar nicht uneingeschränkt behauptet werden, dass in diesem Werk "uebersetzungen (...) auf ein biblisches vokabular beschraenkt" sind. Und was heißt denn bitteschön "biblisch"? Neutestamentlich? Ja, hoffentlich! Dieses Wörterbuch ist ja Arbeitsmittel für den am neutestamentlichen Text Interessierten! Und indem in dieser Ausgabe die LXX weitaus stärkere Berücksichtigung findet - und das muss hinsichtlich der Bedeutung der Septuaginta für die frühchristliche Literatur nun wirklich nicht näher begründet werden - umfasst "biblisch" also mehr als nur neutestamentlich. Das Neue Testament ist ja schließlich nicht Findling (im geologischen Sinne) in der Wüste. Die neutestamentlichen Schreiber waren ja - großzügig ausgedrückt - weniger von der antiken Philosophie geprägt. Sie waren (überwiegend) Juden! Und von daher in ihrem Glauben und Denken geprägt vom Alten Testament, was freilich sprachlichen Niederschlag in ihren Schriften findet (der Apostel Paulus hatte halt kein Diskontinuitätsproblem zwischen 'Altem' und 'Neuem' Testament). Jedenfalls: Der 'Bauer-Aland' berücksichtigt nicht nur die Schriften der Apostolischen Schriften, der neutestamentlichen Apokryphen und die LXX, sondern auch die Schriften der intertestamentarischen Periode, des Altertums, der Alten Kirche und die des byzantinischen Zeitalters. Hervorragend! Twelve points gehen an Bauer-Aland&Aland!
Noch ein Hinweis an AMAZON: Im Autorenportrait wird der Merseburger Schriftsteller, Germanist und Ökonom Walter Bauer angeführt. Hoppla! Dieser Walter Bauer verfasste u. a. das '"Lexikon der politischen Ökonomie"' ' aber doch nicht das '"Wörterbuch zum Neuen Testament"'? Bitte korrigieren und den Verantwortlichen 50 Liegestützen machen lassen ;-)