Obwohl ich eigentlich kein Fan von Arztserien bin, verfolge ich "Grey's Anatomy" zu meiner eigenen Überraschung seit der ersten Staffel mit großer Begeisterung. Ich finde die Serie insgesamt exzellent gemacht, die Figuren interessant, die Geschichten meistens spannend. Kaum zu glauben, dass wir mittlerweile bei der siebten Staffel angekommen sind.
Die Box enthält die üblichen Extras (Audiokommentare, Interviews, entfallene Szenen...), aber nicht mehr; der Kauf lohnt sich deshalb sicherlich nicht. Die Tonqualität fand ich bei einigen Einzel-DVDs nicht berauschend, bin mir aber nicht ganz sicher, ob das ein allgemeines Problem ist oder nur an meinem (geliehenen und daher schon mehrfach abgespielten) Exemplar lag.
Nachdem ich von der sechsten Staffel (mit Ausnahme der furiosen Doppelfolge am Schluss) insgesamt eher enttäuscht war, habe ich befürchtet, dass es - für mich zumindest - nun ganz bergab gehen würde mit der Serie. Zum Glück war diese Befürchtung nicht begründet: Staffel 7 hat mir wieder gut gefallen. Vor allem in der ersten Hälfte stehen die Hauptfiguren noch stark unter dem Einfluss des Amoklaufs. Dass gerade die sonst so unterkühlte Cristina mit dem Erlebten nicht fertig wird, ist eine gute (da überraschende) Idee der Autoren. Ihre Bemühungen, ihr aus den Fugen geratenes Leben wieder in den Griff zu bekommen, fand ich wirklich gelungen. Originell auch der Einfall, eine Folge im Stil einer Reality-TV-Doku zu zeigen.
Natürlich gab es auch Handlungsstränge, die mir persönlich nicht so gut gefallen haben. Das Heckmeck zwischen Arizona und Callie z.B. fand ich eher nervig, aber vermutlich hat auch diese Story ihre Fans.
Fazit: Die Serie ist nicht mehr so toll wie am Anfang, aber für die siebte Runde ist das, was in der Staffel geboten wird, ziemlich gut. Für Grey's Anatomy-Fans in jedem Fall empfehlenswert... alle anderen werden sich ohnehin nicht für die jeweils neueste Staffel interessieren.