Die Texte sind wohl nur etwas für Fans der Serie, die kaum eine Folge verpasst haben. Zu viel wird vorausgesetzt, auf Vergangenes wird Bezug genommen, um das aktuelle Geschehen zu kommentieren. Wenn man diese vergangenen Ereignisse nicht kennt, könnte das Verständnis an manchen Stellen schwierig werden.
Der Fan der Serie wird bei vielen Stellen zustimmend nicken, ja, genau so hat man selbst auf der Couch gedacht, hat sich gefragt, warum Meredith so verkorkst ist, warum Christina keine Freundschaft zulassen will und warum McDreamy manchmal so unsensibel zu sein scheint.
Schade ist, dass sich so viele Seiten um Merediths und Dereks Beziehung drehen. Hier wäre es wünschenswert gewesen, mehr über andere Themen zu lesen, zum Beispiel eine genauere Analyse der verschiedenen Freundschaften oder Überlegungen zu Charakteren, die nicht so sehr im Vordergrund stehen, aber dennoch wichtig sind.
Das Buch gibt nicht unbedingt tiefere Einblicke hinter die Kulissen von "Grey's Anatomy", aber es gibt doch ein paar neue Denkanstöße und macht einfach Spaß: Als würde man sich mit Freunden über seine Lieblingsserie unterhalten.