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Grenzland Zwischenland: Erkundungen [Gebundene Ausgabe]

Ilse Helbich
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

3. Februar 2012
Berichte einer furchtlosen und stilsicheren Reisenden aus dem unbekannten Land des hohen Alters: Die fast 90jährige Ilse Helbich gewährt in ihrem neuen Buch einerseits Einblicke in die Werkstatt der Schriftstellerin, in das Arbeiten der Sätze und Gedanken, andererseits in den Alltag eines Menschen, der mit den Behinderungen und den besonderen Umständen des hohen Alters konfrontiert ist.
Unnachahmlich ist die innere Heiterkeit dieser Aufzeichnungen, eine Gelassenheit und eine ruhige, wache Neugier, die auch alle anderen Texte von Ilse Helbich charakterisieren und an buddhistische Weltsicht denken lassen. Egal, ob sie von einem Arztbesuch spricht, von einer Reise ans Meer, die sie mit ihrer Familie unternimmt, von den Regeln ihres Alltags oder von der Natur, die sie nunmehr mit ungeahnter Intensität wahrnimmt: ihre Sätze sind von einer Leichtigkeit im Festhalten des Schweren, die man selten findet.
Hin und wieder verdichten sich die kleinen Tagesnotizen zu größeren Essays, mit den Überschriften "Vom Schreiben", "Von der Langeweile" und "Vom Anderen", und diese Notate gehören zum Schönsten, was Ilse Helbich ihren Lesern anzubieten hat. Aufmerksamkeit und Aufrichtigkeit, Zurückhaltung und Furchtlosigkeit sind die Merkmale dieser Prosa, der die Beschwerlichkeit ihrer Niederschrift nicht im mindesten mehr anzumerken ist.

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Grenzland Zwischenland: Erkundungen + Das Haus + Fremde: Erzählungen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 127 Seiten
  • Verlag: Literaturverlag Droschl (3. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854207964
  • ISBN-13: 978-3854207962
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.092 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Ilse Helbich, geboren 1923, aufgewachsen in Wien, Promotion in Germanistik, Arbeit als Verlagskauffrau. Veröffentlichungen, auch von Drehbüchern und Radio-Collagen. Die Autorin lebt seit 1985 bei Wien.

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5.0 von 5 Sternen Beobachtungen von tiefer Spiritualität 15. März 2012
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Erst 1989 hat die 1923 geborene österreichische Autorin Ilse Helbich begonnen, erste Prosastücke zu schreiben. Später ist sie mit Romanen und Erzählungen einem kleinen Publikum vor allem in der Alpenrepublik bekannt geworden. Vor einigen Jahren legte sie, schon hochbetagt, unter dem Titel "Das Haus" ein stark autobiographisch geprägtes kleines Buch vor, in dem sie von einer Frau erzählt und ihren Erfahrungen im letzten Teil ihres Lebens.

Mitte sechzig ist diese namenlose Frau, als sie nach dem Tod der beiden Eltern eine nicht unbeträchtliche Erbschaft antritt. Ein ziemlich heruntergekommenes Anwesen am Fuß des Manhartsberges hat die Frau sich ausgesucht; dieses Haus soll ihr ersehntes Refugium für ihre letzte Lebenszeit werden.
Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Rückkehr zu alten Werten der Beständigkeit, Häuslichkeit und vor allen Dingen der Innerlichkeit. Und es ist ein philosophisches Dokument für die Erfahrung, dass wir in diesem Leben eigentlich "unbehaust" sind. Denn kaum hat sie sich nach einigen Jahren in ihrem Haus eingelebt, da beginnen schon Gedanken hochzusteigen vom Abschiednehmen und vom Tod, und davon, dass vielleicht ihre Nachkommen dieses Haus einmal mit Leben erfüllen werden.

"Das Haus" ist nicht nur der poetische Bericht über den gelungenen und doch begrenzten Versuch eines Heimischwerdens, sondern auch eine Ermutigung für alle Menschen, diese Suche nach einem solchen Ort in ihrem Leben, der immer auch ein existenzieller Ort ist, nicht aufzugeben. Es muss nicht für jeden bedeuten, ein altes Haus zu renovieren. Sein eigenes Leben in Ordnung zu bringen, es wohnlich zu machen und menschlich, reicht in der Regel schon aus.

Die nun veröffentlichen "Erkundungen" unter dem Titel "Grenzland. Zwischenland" beschreiben in kurzen Notaten, aber auch einmal längeren Essays den Alltag und das Leben der mittlerweile fast neunzigjährigen Schriftstellerin in ihrem geliebten Haus und in dem Dorf, zu dem sie seit langem selbstverständlich dazugehört. Es sind Beobachtungen von tiefer Spiritualität, wenn sie etwa vom Schreiben erzählt oder von der Langeweile. Texte sind das, denen man die Anstrengung nicht abspürt, die das Verfassen für die Autorin bedeutet, Texte, die aufmerksam und aufrichtig ihr Leben, ihre Umwelt und die Menschen zurückhaltend beobachtend beschreiben.

Da ist auch von viel Schwerem die Rede, doch mit einer solchen literarischen Leichtigkeit, dass man wie schon bei "Das Haus" bedauert, dass Ilse Helbich erst im hohen Alter mit dem Schreiben begonnen hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein geniales Werk 3. November 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Von der ersten Seite an war ich fasziniert von diesem ungewöhnlichem Werk! Wenn jemand mal ganz was anderes lesen will und sich in die eigene Zukunft des Alterns entführen lassen mag, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen!
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