Grenzgang: Roman (suhrkamp taschenbuch) und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr

Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,92

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Grenzgang: Roman
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Grenzgang: Roman (suhrkamp taschenbuch) auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Grenzgang: Roman [Gebundene Ausgabe]

Stephan Thome
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 1 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 9,99  
Gebundene Ausgabe EUR 22,80  
Taschenbuch EUR 9,95  
Audio CD, Gekürzte Ausgabe, Audiobook EUR 29,80  
Unbekannter Einband --  
Hörbuch-Download, Gekürzte Ausgabe EUR 20,95 oder EUR 0,00 im Probeabo von Audible.de
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Grenzgang: Roman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Hinweise und Aktionen

  • Christa Wolf: Stadt der Engel
    Suhrkamp-Insel-Shop:
    Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Zum Suhrkamp-Insel-Shop

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Du stirbst nicht EUR 19,95

Grenzgang: Roman + Du stirbst nicht
Preis für beide: EUR 42,75

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

  • Dieser Artikel: Grenzgang: Roman

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details

  • Du stirbst nicht

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 454 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 7 (17. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518421166
  • ISBN-13: 978-3518421161
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.295 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Stephan Thome
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Stephan Thome auf Amazon

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wer seinen Roman Grenzgang liest, ein furioses Werk zur Geschlechterproblematik unserer Zeit, stockt manchmal und fragt sich: Woher weiß der junge Mann das alles? Wie kann er Gefühle so gut schildern, als habe er sie schon viele Male erlebt und durchlitten? Ein Debüt von solcher Reife hat es lange nicht gegeben, punktgenau platziert vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Situation, mit Arbeitslosigkeit für Akademiker, seriellen Beziehungen und Scheidungen und fortwährender Jagd nach Glück.«

(Roland Mischke Westdeutsche Allgemeine Zeitung )

»Dieser Provinzroman ist äußerst raffiniert konstruiert. Die Grundstruktur ist durch den immer wiederkehrenden Grenzgang vorgegeben. Ein Haufen Personal tritt dabei auf. Doch drei Figuren rücken mehr und mehr ins Zentrum. [...] In kurzen, grandios beschriebenen Szenen wird die Entwicklung seiner Figuren sichtbar. [...] Das Buch ist wahrlich ein großer Wurf, ist ebenso kraftvoll wie resignativ.«

(Sigrid Lüdke-Haertel Strandgut )

»Selten hat jemand so schön über das Suchen und Finden der Liebe geschrieben.«

(myself )

»Stephan Thome erweist sich als Meister der Dialogkunst. Er spürt den inneren Widersprüchen und ambivalenten Haltungen seiner Figuren nach, zeigt, wie Menschen die eigenen Grenzen und die der anderen ausloten. Und das Erstaunlichste: Der Autor ist ein Debütant, »Grenzgang« sein erster Roman. ... Lange hat es in der deutschen Literatur kein derart reifes Debüt gegeben.« Volker Hage, Der Spiegel

(Volker Hage Der Spiegel )

»Thome ist ein Erzähler, der seinen 450-Seiten-Roman sehr genau komponiert hat: Wir wissen immer schon ein bisschen mehr über die Zukunft der Figuren als sie selbst: Der Autor führt uns seine Protagonisten in Sieben-Jahres-Schritten vor. Er entnimmt Stichproben aus der Biografie, und immer zum Grenzgangfest – 1985, 1992, 1999, 2006 und 2013 – scheint etwas weiterzurücken, scheint sich etwas zu erneuern, scheinen neue Weichen gestellt zu werden. Die sieben Jahre sind der Takt, in dem erzählt wird, die Grenzgangfeste geben dem Roman seine Form. Dabei geht Stephan Thome nicht chronologisch vor, sondern springt raffiniert zwischen den Zeiten hin und her, so dass die Komplexität seiner Figuren schichtweise freigelegt wird – immer ein bisschen mehr, ein bisschen tiefer, bis sie verlorener und zugleich würdevoller erscheinen.«

(Ulrich Rüdenauer Tagesspiegel )

»Seine Liebesgeschichte zwischen den beiden urbanen Außenseitern auf dem Land - Thomas Weidmann und Kerstin Werner - erzählt der Autor handwerklich solide mittels Vor- und Rückblenden. Die Vorkommnisse während der einzelnen Grenzgänge schildert er souverän und spannungsreich. Zu Hochform läuft Stephan Thome aber auf, wenn er den rasenden Stillstand des ländlichen Alltags einfängt: Genau beobachtet und bis in die feinste dialektale Verästelung hinein präzise beschrieben.«

(Tamara Tischendorf )

»Noch ein Provinzroman? Ja, aber einer, der zu den Besten des Fachs zählen kann.«

(Marc Peschke hr-online.de )

»Selten hat man das schleichende Scheitern im Leben so faszinierend erzählt bekommen wie von Stephan Thome, der sich mit seinem ersten Buch »Grenzgang« auf Anhieb als ernstzunehmender Autor etabliert hat. ... Die Flucht aus der eigenen Biographie ist ein Lieblingsthema der Literatur. Thome findet dafür eine eigene Tonart, so taufrisch wie die Landschaft des gewählten Schauplatzes.«

(Sandra Kegel Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Spannend, gewitzt, klug und mit einem fantastischen Gespür für Dialoge erzählt Thome vom mählichen Verblassen der Sehnsüchte, von den Gestrandeten der Provinz, den unglücklichen Spätheimkehrern.«

(STERN )

»Grenzgang - was für ein fantastischer Name für einen Roman. ... Lakonische Alltagsprosa mit einem genauen Blick für das Scheitern von Lebensentwürfen, das eine erdrutschartige Dramatik entwickeln kann.«

(Hamburger Abendblatt )

»In keinem Roman wohnt man so gern wie in diesem. Keiner hat mehr Charme. Der Debütant des Jahres.«

(Elmar Krekeler Die Welt )

»Wann hat man zuletzt einen Erstling gelesen, der künstlerisch so souverän, der menschlich so reif wirkt wie der Roman dieses 37-jährigen Außenseiters, der als promovierter Sinologe in Taipeh lebt und den noch kein Mensch kennt? ...  Wer Thomes Roman liest, gepackt, gebannt, bezaubert und verführt, kann sich vor allem eines Eindrucks nicht erwehren: Ein großer Meister seelischer Zwischentöne steht vor dir.«

(Tilman Krause Die Welt )

»Das Debüt des 37-jährigen Thome, der selbst in der hessischen Provinz aufwuchs, erzählt von Einsamkeit und von Verlorenheit, von der Mühsal des Alltags in der Lebensmitte und vom Scheitern. Doch gleichzeitig ist ›Grenzgang‹ eine Entwicklungsgeschichte ... . Es sind keine glamourösen Emanzipationsprozesse. Doch sie sind umso glaubwürdiger, weil sie in größere Lebenszufriedenheit münden.«

(Katja Thimm Kultur Spiegel )

»Thome will das Leben zeigen, wie es ist. Und das gelingt ihm – mit einer Kunstfertigkeit, einer technischen Virtuosität, einem Charme – in einem Maße, die ziemlich selten geworden ist. Dieser Roman lebt.«

(Elmar Krekeler Die Welt )

»Thome hat es mit »Grenzgang« vollkommen zu Recht auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises verschlagen. Denn wie er die Chronologie der Grenzgänge bricht, Geschichten kommentiert, die erst Kapitel später geschildert werden, ohne dass es einen beim Lesen aus der Kurve trägt, wie er Nebenfiguren ernst nimmt, wie er Dialoge schreibt, wie er den Grenzgang als Echoraum, als Kommentar benutzt, wie er dramatische Korrespondenzen zwischen außenweltlichen und innerseelischen Ereignissen herstellt, wie er Seelenpanoramen auslotet; ... das nimmt einem manchmal schon den Atem.«

(Elmar Krekeler Die Welt )

»Es ist ein schönes, ein trauriges, ein erstaunlich reifes, und sogar ein großes Buch von all den Sehnsüchten und Hoffnungen, mit denen sich die Menschen auf den Weg machen, von den Enttäuschungen, die sie erfahren, dem kurzen Glück, das sie erleben. Und von der langen Einsamkeit, die dann oft kommt, und jener kleinen Chance, die manchmal bleibt.«

(Martin Lüdke Frankfurter Rundschau )

»Stephan Thome schreibt gute und wortkarge Dialoge - hinter den einsilbigen Wortwechseln seiner Romangestalten tun sich riesige Hallräume des Ungesagten auf. Die Roman-Struktur, diese Puzzle- und Stichproben-Technik in Zeitsprüngen, bleibt reizvoll bis zum Schluss, weil sie den Leser mal dümmer, mal klüger sein lässt als die Romanhelden. Gelegentlich weiß der Leser bereits Dinge, von denen die Figuren noch nichts ahnen. Gelegentlich ist es umgekehrt. Spannend zu lesen ist es immer.«

(Sigrid Löffler Rundfunk Berlin Brandenburg )

»Stephan Thome ist eine Art Ausdauersportler der Literatur. Die Hartnäckigkeit, mit der er sich beobachtend an seine Figuren hängt, lässt ihn auch noch die Empfindung nach der Empfindung entdecken. ... Es ist erstaunlich: Trotz aller kalten Präzision der Beobachtung gelingt ihm ein unerhört warmer Roman, beseelt von den Sorgen und Nöten derer, die er beschreibt, und an keiner Stelle je abfällig. Man hätte das Thema auch anders bearbeiten können: als Farce, als ironische Abrechnung mit der Dumpfheit ländlicher Traditionen, als grelles Spektakel, das alle lächerlich macht und in den Abgrund zieht. Thome gelingt das Gegenteil: Er nimmt ein für seine Bergenstädter.«

(Dierk Wolters Frankfurter Neue Presse )

»Stephan Thome legt eine so unverbrauchte Frische an den Tag, als hätte er das Genre gerade selbst erfunden. ... Wenn diesem Roman ein unsterbliches Verdienst zukommt, dann ist es der, die Gefühlsbetäubung bundesdeutscher Wohlstandsprofiteure am Beispiel zweier besonders durchschnittlicher und besonders liebenswerter Exemplare dieser Spiezies ohne jede Überheblichkeit anschaulich zu machen.«

(Iris Radisch Die Zeit )

»Wie es dem 1972 geborenen Stephan Thome gelingt, die Innenwelt einer Frau auszuleuchten, ist atemberaubend und selten in der Literatur. Ein Glücksfall. ... Zudem erweist sich Thome als ein Meister des Dialogs und der stilsicheren, niemals prüden und zugleich niemals ordinären Schilderung von Sex. ... Möge also die Internet-, Kultur- und Club-Bohème der Großstädte vorerste weiter im eigenen Saft schmoren. In der Provinz spielt jetzt die Literatur.«

(Philipp Haibach Welt Kompakt )

»Wenn das ein Provinzroman ist, dann ist diese Provinz eine Welt im Kleinen, ein gut ausgeleuchtetes Panorama deutscher Befindlichkeiten unserer Tage.«

(Tilman Krause Die Welt )

»Man möchte attestieren, dass mit diesem Roman die deutsche Literatur endlich den Schritt von der Dorfliteratur zum US-amerikanischen Vorstadtroman geschafft hat.«

(Dirk Knipphals literataz )

»Thome hat ein untrügliches Gespür für die biografischen Reflexe seiner Figuren. Er erfindet Protagonisten, wie sie in Romanen inzwischen sehr selten sind ... Wie aus feinsinniger Beobachtung ohne belletristische Publikationserfahrung stilistisches Können wird, dafür hat Thome eine außergewöhnlich sichere Formel gefunden.«

(Astrid Kaminski Berliner Zeitung )

»Literarische Debüts fallen in der Regel durch Frische und Unbekümmertheit auf und die Dringlichkeit des Erzählenmüssens. Ein Erstling aber, der durch tiefe Menschenkenntnis besticht, durch kompositorische Klugheit und eine fast altmeisterliche Sprache, kurz: durch Reife - das ist sehr selten. Hier ist es der Fall.«

(Martin Ebel Tages-Anzeiger )

»Thome schafft wie lange niemand die Verklärung [des] Gewöhnlichen: Er macht durch seine Schilderungen, seine Dialoge und, am meisten, durch seine inneren Monologe das Alltägliche auf eine unaussprechbare, aber sehr fühlbare Lebenswahrheit hin durchsichtig. Nie schielt er aus der Gegenwart auf den Handlungsfortgang, kaum je ist er vorhersehbar. Und doch ordnen sich seine Gegenwartsfragmente ... zu einem enorm überzeugenden, sinnlich leuchtenden und tief empfundenen Ganzen. Stephan Thome gibt seiner Totalität analytischen Tiefgang, er lässt die richtigen Dosen Satire und Humor einströmen. Am meisten aber singt er, ohne es je zu sagen, ein unerhörtes Loblied der Liebe und der Familie. Ist dieses Buch denn makellos? Ja, das ist es...«

(Andreas Isenschmid NZZ am Sonntag )

»Stephan Thome erzählt uns den Blues. Sein fulminanter Roman ›Grenzgang‹ dimmt das Licht weg. Übrig bleibt ein trübes Leben. Viel Alltag, wenig Spektakuläres. Wenige Träume, wenig Hoffnungen. Viele Enttäuschungen, viel Lebenserfahrung. Und der Blick in den Spiegel.«

(Frank Pommer Die Rheinpfalz )

Kurzbeschreibung

Alle sieben Jahre steht Bergenstadt kopf: Man feiert Grenzgang, das traditionelle dreitägige Volksfest, und dabei werden nicht nur die Gemeindegrenzen abgeschritten. Auch abends im Festzelt wird ausprobiert, wie weit man gehen kann. Alle sind dabei, nur zwei stehen am Rand: Thomas Weidmann und Kerstin Werner. Er ist nach gescheiterter Uni-Karriere als Lehrer ans Gymnasium Bergenstadt zurückgekehrt. Sie versorgt nach gescheiterter Ehe ihre demenzkranke Mutter und hat Ärger mit ihrem pubertierenden Sohn. Vor sieben Jahren beim letzten Grenzgang sind sich die beiden schon einmal begegnet, und damals ist etwas passiert, woran sich die beiden auch noch bei diesem Fest nur mit gemischten Gefühlen erinnern. Grenzgang ist das furiose Debüt eines jungen Autors, der von Anfang an aufs Ganze geht: Spannungsreich und voller überraschender Wendungen erzählt Stephan Thome von der Jagd nach dem Glück, die seine Figuren aus Berlin und Köln in die hessische Provinz und von dort in einen Swinger-Club an der Frankfurter Peripherie führt. Schnell wird klar, wie leicht vermeintliche Sicherheiten abhanden kommen können und wie dünn das Eis ist, auf dem Lebensentwürfe gründen – und daß es trotzdem keine Alternative zum Kampf um das eigene Glück gibt.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Auszug
Hier reinlesen und suchen:

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)

 

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
59 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Grenzgang ist ein volkstümliches Fest im kleinen Städtchen Bergenstadt, das alle sieben Jahre ausgelassen und übermütig gefeiert wird. Da schlagen die Einwohner schon einmal über die Stränge!
Kerstin Werner ist eine der Mitbürgerinnen in dem kleinen Städtchen. Sie ist 44 Jahre alt, vom Leben enttäuscht und pflegt ihre Mutter, die an Alzheimer leidet. Dazu muss sie sich um ihren pubertierenden Sohn kümmern, der aufmüpfig und renitent nur noch wenig Grund zur Freude bietet. Hier in Bergenstadt hat sie einst im Übermut des Festes ihren Mann gefunden, ein Kind bekommen und lebt nun, längst geschieden, in einem wenig abwechslungsreichen Alltagstrott vor sich hin. Heute ist das Dorf zum Ort des Rückzugs geworden und bedeutet nur noch Resignation für die verlassene Frau, die einst große Pläne mit einem Tanzstudio hegte!
Der zweite Protagonist, Thomas Weidmann, hat seine geplante Universitätslaufbahn nicht erreicht und ist hier in seinem Geburtsort als Gymnasiallehrer gestrandet. Keiner von beiden ist wirklich glücklich und zufrieden mit dem Leben.

Selten liest man so delikat und eindeutig über Enttäuschung, Bitternis und über vergeudete Lebenszeit wie bei dem jungen Stephan Thome, der mit seinem Debütroman Furore macht.
Er kehrt das Innere nach außen und zeigt die Wut, den Hass, den Zorn und den überbordenden Sarkasmus, der Menschen befallen kann, wenn sie sich betrogen und getäuscht fühlen.
Spießig und langweilig ist das Leben hier, und kaum einer erwartet noch große Veränderungen.
Die psychischen Defizite stehen in krassem Gegensatz zu der blühenden Natur und dem fröhlichen Leben des Dorfalltags, in dem jeder Alteingesessene seinen Platz hat. Anonymität darf man nicht erwarten, denn hier kennt jeder jeden, und man weiß alles über einander.

In großen Zeitsprüngen folgt man dem Leben der beiden Hauptfiguren, die sich in der Lebensmitte befinden und wissen, dass das große Glück für sie vorbei ist. Mit feinem Gespür für die mittleren Lebenskrisen erlebt man die Frustrationen des Alltags, wenn die Visionen der Zukunft sich in Luft aufgelöst haben. Ein Leben als Studienrat ist nicht nur unterhaltsam und stimmt etwa froh, wenn man den Beruf nur als Notbehelf vor dem größeren Lebensentwurf einer Akademikerlaufbahn an der Universität angenommen hat. Die geschiedene Kerstin Werner erwartet ebenfalls keine großen Aufregungen mehr für ihre Zukunft; sie betrachtet sich in der Pflicht für die kranke Mutter und sieht alle Hoffnungen mit dem pubertierenden und renitenten Sohn dahinschwinden.
Dass jeder versucht, dennoch auf Lebenserfüllung zu hoffen, ja, darum zu kämpfen, das gibt dem Roman von Stephan Thome den realistischen Klang, mit dem man seinen pessimistischen Roman erträgt. Er zeigt uns mit seiner Geschichte: so ist das Leben!

Stephan Thome stammt aus dem hessischen Städtchen Biedenkopf und lebt und arbeitet heute in Taiphe/ Taiwan.
Man darf vermuten, dass die Enge seiner Heimatstadt nicht ohne Einfluss auf seine Arbeit und seinen Lebensort ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
49 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein beeindruckendes Debüt des 37-jährigen Autors.
Er nimmt den Leser mit auf einen Grenzgang: Ein dreitägiges Fest, das auf dem historischen Abschreiten der Gemeindegemarkungen des kleinen hessischen Ortes Bergenstadt beruht. Ein Ritual, das nur alle sieben Jahre mit einer Art Volkslauf und ausgelassener, biergeschwängerter Jahrmarktsseligkeit gefeiert wird.

Dieser Zeitrhythmus bildet die Struktur der Handlung: Die Figuren werden über vier Grenzgang-Perioden an den jeweils drei Tagen beobachtet, also über eine Zeitspanne von achtundzwanzig Jahren. So lässt sich einerseits die Stagnation im eintönigen Alltag provinziellen Lebens zeichnen, andererseits der Versuch der Protagonisten, aus diesem auszubrechen und im Festtaumel ihre eigenen Grenzen auszuloten. Es wird daraus ein spannender und packender Bilderbogen des schleichenden Scheiterns unterschiedlicher Lebensentwürfe.
Das wäre vom literarischen Thema her nichts absolut Neues. Aber die Art, wie der Roman montiert ist, wie er durch geschickte Verschränkung von Zeitebenen, durch Rückblenden, Ausblicke und kleine Episoden stets überraschende Einblicke in die biografischen Entwicklungen seiner Figuren gibt, das ließe, wüsste man es nicht anders, auf einen Autor mit langer Schreiberfahrung schließen.

Kerstin Werner, Sport- und Tanzstudentin aus Köln, kommt mit einer leichtlebigen Freundin erstmals zu einem Grenzgangsfest nach Bergenstadt. In der Euphorie des Festes verliebt sie sich in einen angesehenen Anwalt. Baldige Heirat, Kind, junges Familienglück das sich allmählich erschöpft.

Thomas Weidmann flieht einst sein Bergenstadt, studiert in Berlin, strebt eine Unikarriere als Historiker an. Zehn Jahre später platzt der Traum von einer Habilitation. Wunderbar einfühlend beschrieben wird der Weg in seine Krise. Ein verhalten verärgerter, melancholischer Rückzug aus einer beruflichen Demütigung führt ihn zurück in seinen Heimatort, wo dann "ein Leben, das er nie wollte" als Gymnasiallehrer vor sich hindümpelt. Er "lebt auf einem Fundament des Pessimismus, dem besten Schutz gegen Enttäuschung". Um nach einer gescheiterten Beziehung als Mann Anfang vierzig nicht völlig zu vertrocknen, bemüht er gelegentlich Internet- Kontaktbörsen.

Kerstin, inzwischen geschiedene Mittvierzigerin, führt ein ereignisloses Dasein, genervt von einem verstockten, pubertierenden Sohn und einer dementen Mutter. Ein beklemmender Alltag in dem die Freude über einen schön gepflegten Garten und der Traum vom eigenen Tanzstudio doch nicht Alles sein kann? Thomas und Kerstin haben während einer zurückliegenden Grenzgangfeier eine kurze Annäherung. Aber beiden fehlt der Mut, ihren Kokon wirklich aufzubrechen.
Aus dieser Befindlichkeit wird Kerstin von einer, in ihrer bürgerlichen Ehe gelangweilten Nachbarin ermuntert, mit ihr mal einen Swingerclub zu besuchen. Sie macht bei dem kleinen tragik-komischen Abenteuer unbefangen mit um ihrem Selbstmitleid ein Schnippchen zu schlagen. Ein durchaus nicht lustvoller Schrei Kerstins in jenem Etablissement ist der Impuls, ihrem Leben eine entscheidende Wende zu geben. Sie findet neues Selbstvertrauen und will der Sache mit Thomas endlich Schwung zu verleihen.

In der Midlife-Situation der Figuren haben sich über die Jahre gesellschaftliche und soziale Zwänge ergeben, welche abzustreifen nicht ohne seelische Schrammen möglich ist.
Vermeintlich geordnete Lebensentwürfe kommen allmählich ins Schlingern. Kerstin wenigstens hat die Erkenntnis, dass es zum Versuch um ein kleines Glück zu kämpfen, keine Alternative gibt.
Der Roman hat zwar einen pessimistischen Grundton. Doch der Autor lässt seine Geschichte nicht enden wie eine Soap. Das Allgemeine unserer Zeit spiegelt er im Besonderen der Biografien: Realität eben, die sich nicht einfach in die erhoffte Traumwelt umbiegen lässt. Besonders zu vermerken ist der feinsinnige und rücksichtsvolle Umgang mit seinen Figuren.
Als vermeintliche Schwäche könnte man manche Längen empfinden. Man kann sie aber auch erleben als Metapher für zähes, bodenständig behäbiges Provinztum.
Aus vielen verklemmten Dialogen quellen herrlich schweifende Neben- und Hintergedanken. Woher, fragt man sich, nimmt Thome nur diese fantastisch detaillierten Einblicke in die Gedankenwelt insbesondere der Frauen? Formidable!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von basssopran TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In der Tat, in diesem Buch wird fast nur geschlichen. Kerstin Werner blieb irgendwann mal in diesem hessischen Kaff hängen, der Liebe wegen. Ihr Mann ist hier zu Hause, sie jedoch wird es nie sein. Als er eine Jüngere kennenlernt, bleibt sie mit ihrem Sohn und später mit der demenzkranken Mutter im Ort zurück. Ihre Lebensqualität nimmt über die Jahre schleichend ab - ihr Sohn macht Schwierigkeiten, die Mutter geht ihr auf die Nerven und verursacht dabei Schuldgefühle, sie vereinsamt, ihr Mann wird erneut Vater und darf ihr deswegen die Bezüge kürzen. Eigentlich träumt sie von einem eigenen Tanzstudio, doch Zeit, Mittel und Motivation fehlen ihr.
Ihr männliches Gegenstück, wenn auch in seinem Scheitern und seiner Lebensfrustration nicht ganz so elaboriert und virtuos beschrieben wie Kerstin, ist Thomas Weidmann, ein aus dem Universitätsbetrieb mehr oder weniger unehrenhaft ausgeschiedener Historiker, der jetzt am örtlichen Gymnasium unterrichtet.
Die Geschichte der beiden wird sehr feinfühlig und geschickt, teilweise in Rückblenden, erzählt. Der Autor gibt einen sehr authentischen Einblick in die Gefühlswelt der beiden - sehr schwer zu beschreiben, das muss man selbst lesen. Allein die Sprache macht den Roman lesenswert; streckenweise wünschte ich mir jedoch eine Raffung der Geschichte, wenn so lähmend lange gar nichts passiert. Ich weiß nicht wirklich, wie ich werten soll. Bis auf die Swingerclubgeschichte bietet das Buch überwiegend Verständliches, Nachvollziehbares, ja zur Identifikation Geeignetes. Andererseits frage ich mich, ob mich die Geschichte wirklich unterhält und mich in irgendeiner Form weiterbringt, da sie das Unwesentliche, Unwichtige nicht abkürzt, sondern auf ein unbekanntes Ziel zusickert. Für Leser von Actionromanen sicher nicht geeignet...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Langweilerliteratur
Eine Kleinstadt und ihr Ritual:
gescheiterte Ehen und die neuen Suchen -
die einzige Idee des Autor: Swingerclub!!
Ist das Gegenmittel zur Langeweile? Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Anna Agricola veröffentlicht
Wer's mag...
In dem Buch geht es um das ganz alltägliche Leben in einer Kleinstadt. Protagonisten sind eine ganze normale Frau und ein ganz normaler Mann. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bücherwurm veröffentlicht
Schmerzlich genau
Alle sieben Jahre wird in der hessischen Kleinstadt Bergenstadt das Volksfest "Grenzgang" gefeiert. Nur die geschiedene Kerstin und der alleinstehende Weidmann wirken wie Fremde im... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Isabel Henke veröffentlicht
An meine Grenzen gegangen...
Wirklich an meine Grenzen ist dieses langatmige, betont intellektuell geschriebene, geschehnisarme Buch gegangen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von audiobookfan H. veröffentlicht
Was als Gelegenheitskauf begann...
... entpuppte sich als sehr schönes und stilles Buch über ein eigentlich banales Thema, der Liebe nämlich. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von rübi veröffentlicht
Zähe, spannungsarme Handlung
Die furiosen Rezensionen hatten mich neugierig gemacht. Und nun bin ich herbe enttäuscht. Thome kann schreiben, keine Frage. Aber die Handlung zieht sich wie Kaugummi. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Larissa Baumgärtner veröffentlicht
Sehr kluges Buch
Stefan Thomes Debutroman "Grenzgang" ist zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Andreas Schröter veröffentlicht
Interessante deutsche Gegenwartsliteratur
Dem Autor ist ein lesenswertes Werk über die Banalität der Provinz gelungen. Die Figuren schildert er sehr anschaulich mit ihren Träumen und ihrer Sehnsucht vom... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Ulrich Pallaske veröffentlicht
Authentisch und psychologisch klug
Am Anfang (die ersten 30-50 Seiten) fand ich das Buch etwas zäh und deprimierend, doch je weiter ich las, desto besser gefiel es mir. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Loewenkind veröffentlicht
Ein wunderbares Buch
Selten habe ich so gern und anhaltend gelesen wie in diesem Buch.
Der Autor hat eine sehr eigene Art, die Dinge und Menschen darzustellen und ich konnte mich in Situationen... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hamburg veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:








Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de