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Produktinformation
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»Wer seinen Roman Grenzgang liest, ein furioses Werk zur Geschlechterproblematik unserer Zeit, stockt manchmal und fragt sich: Woher weiß der junge Mann das alles? Wie kann er Gefühle so gut schildern, als habe er sie schon viele Male erlebt und durchlitten? Ein Debüt von solcher Reife hat es lange nicht gegeben, punktgenau platziert vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Situation, mit Arbeitslosigkeit für Akademiker, seriellen Beziehungen und Scheidungen und fortwährender Jagd nach Glück.«
(Roland Mischke Westdeutsche Allgemeine Zeitung )»Dieser Provinzroman ist äußerst raffiniert konstruiert. Die Grundstruktur ist durch den immer wiederkehrenden Grenzgang vorgegeben. Ein Haufen Personal tritt dabei auf. Doch drei Figuren rücken mehr und mehr ins Zentrum. [...] In kurzen, grandios beschriebenen Szenen wird die Entwicklung seiner Figuren sichtbar. [...] Das Buch ist wahrlich ein großer Wurf, ist ebenso kraftvoll wie resignativ.«
(Sigrid Lüdke-Haertel Strandgut )»Selten hat jemand so schön über das Suchen und Finden der Liebe geschrieben.«
(myself )»Stephan Thome erweist sich als Meister der Dialogkunst. Er spürt den inneren Widersprüchen und ambivalenten Haltungen seiner Figuren nach, zeigt, wie Menschen die eigenen Grenzen und die der anderen ausloten. Und das Erstaunlichste: Der Autor ist ein Debütant, »Grenzgang« sein erster Roman. ... Lange hat es in der deutschen Literatur kein derart reifes Debüt gegeben.« Volker Hage, Der Spiegel
(Volker Hage Der Spiegel )»Thome ist ein Erzähler, der seinen 450-Seiten-Roman sehr genau komponiert hat: Wir wissen immer schon ein bisschen mehr über die Zukunft der Figuren als sie selbst: Der Autor führt uns seine Protagonisten in Sieben-Jahres-Schritten vor. Er entnimmt Stichproben aus der Biografie, und immer zum Grenzgangfest – 1985, 1992, 1999, 2006 und 2013 – scheint etwas weiterzurücken, scheint sich etwas zu erneuern, scheinen neue Weichen gestellt zu werden. Die sieben Jahre sind der Takt, in dem erzählt wird, die Grenzgangfeste geben dem Roman seine Form. Dabei geht Stephan Thome nicht chronologisch vor, sondern springt raffiniert zwischen den Zeiten hin und her, so dass die Komplexität seiner Figuren schichtweise freigelegt wird – immer ein bisschen mehr, ein bisschen tiefer, bis sie verlorener und zugleich würdevoller erscheinen.«
(Ulrich Rüdenauer Tagesspiegel )»Seine Liebesgeschichte zwischen den beiden urbanen Außenseitern auf dem Land - Thomas Weidmann und Kerstin Werner - erzählt der Autor handwerklich solide mittels Vor- und Rückblenden. Die Vorkommnisse während der einzelnen Grenzgänge schildert er souverän und spannungsreich. Zu Hochform läuft Stephan Thome aber auf, wenn er den rasenden Stillstand des ländlichen Alltags einfängt: Genau beobachtet und bis in die feinste dialektale Verästelung hinein präzise beschrieben.«
(Tamara Tischendorf )»Noch ein Provinzroman? Ja, aber einer, der zu den Besten des Fachs zählen kann.«
(Marc Peschke hr-online.de )»Selten hat man das schleichende Scheitern im Leben so faszinierend erzählt bekommen wie von Stephan Thome, der sich mit seinem ersten Buch »Grenzgang« auf Anhieb als ernstzunehmender Autor etabliert hat. ... Die Flucht aus der eigenen Biographie ist ein Lieblingsthema der Literatur. Thome findet dafür eine eigene Tonart, so taufrisch wie die Landschaft des gewählten Schauplatzes.«
(Sandra Kegel Frankfurter Allgemeine Zeitung )»Spannend, gewitzt, klug und mit einem fantastischen Gespür für Dialoge erzählt Thome vom mählichen Verblassen der Sehnsüchte, von den Gestrandeten der Provinz, den unglücklichen Spätheimkehrern.«
(STERN )»Grenzgang - was für ein fantastischer Name für einen Roman. ... Lakonische Alltagsprosa mit einem genauen Blick für das Scheitern von Lebensentwürfen, das eine erdrutschartige Dramatik entwickeln kann.«
(Hamburger Abendblatt )»In keinem Roman wohnt man so gern wie in diesem. Keiner hat mehr Charme. Der Debütant des Jahres.«
(Elmar Krekeler Die Welt )»Wann hat man zuletzt einen Erstling gelesen, der künstlerisch so souverän, der menschlich so reif wirkt wie der Roman dieses 37-jährigen Außenseiters, der als promovierter Sinologe in Taipeh lebt und den noch kein Mensch kennt? ... Wer Thomes Roman liest, gepackt, gebannt, bezaubert und verführt, kann sich vor allem eines Eindrucks nicht erwehren: Ein großer Meister seelischer Zwischentöne steht vor dir.«
(Tilman Krause Die Welt )»Das Debüt des 37-jährigen Thome, der selbst in der hessischen Provinz aufwuchs, erzählt von Einsamkeit und von Verlorenheit, von der Mühsal des Alltags in der Lebensmitte und vom Scheitern. Doch gleichzeitig ist ›Grenzgang‹ eine Entwicklungsgeschichte ... . Es sind keine glamourösen Emanzipationsprozesse. Doch sie sind umso glaubwürdiger, weil sie in größere Lebenszufriedenheit münden.«
(Katja Thimm Kultur Spiegel )»Thome will das Leben zeigen, wie es ist. Und das gelingt ihm – mit einer Kunstfertigkeit, einer technischen Virtuosität, einem Charme – in einem Maße, die ziemlich selten geworden ist. Dieser Roman lebt.«
(Elmar Krekeler Die Welt )»Thome hat es mit »Grenzgang« vollkommen zu Recht auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises verschlagen. Denn wie er die Chronologie der Grenzgänge bricht, Geschichten kommentiert, die erst Kapitel später geschildert werden, ohne dass es einen beim Lesen aus der Kurve trägt, wie er Nebenfiguren ernst nimmt, wie er Dialoge schreibt, wie er den Grenzgang als Echoraum, als Kommentar benutzt, wie er dramatische Korrespondenzen zwischen außenweltlichen und innerseelischen Ereignissen herstellt, wie er Seelenpanoramen auslotet; ... das nimmt einem manchmal schon den Atem.«
(Elmar Krekeler Die Welt )»Es ist ein schönes, ein trauriges, ein erstaunlich reifes, und sogar ein großes Buch von all den Sehnsüchten und Hoffnungen, mit denen sich die Menschen auf den Weg machen, von den Enttäuschungen, die sie erfahren, dem kurzen Glück, das sie erleben. Und von der langen Einsamkeit, die dann oft kommt, und jener kleinen Chance, die manchmal bleibt.«
(Martin Lüdke Frankfurter Rundschau )»Stephan Thome schreibt gute und wortkarge Dialoge - hinter den einsilbigen Wortwechseln seiner Romangestalten tun sich riesige Hallräume des Ungesagten auf. Die Roman-Struktur, diese Puzzle- und Stichproben-Technik in Zeitsprüngen, bleibt reizvoll bis zum Schluss, weil sie den Leser mal dümmer, mal klüger sein lässt als die Romanhelden. Gelegentlich weiß der Leser bereits Dinge, von denen die Figuren noch nichts ahnen. Gelegentlich ist es umgekehrt. Spannend zu lesen ist es immer.«
(Sigrid Löffler Rundfunk Berlin Brandenburg )»Stephan Thome ist eine Art Ausdauersportler der Literatur. Die Hartnäckigkeit, mit der er sich beobachtend an seine Figuren hängt, lässt ihn auch noch die Empfindung nach der Empfindung entdecken. ... Es ist erstaunlich: Trotz aller kalten Präzision der Beobachtung gelingt ihm ein unerhört warmer Roman, beseelt von den Sorgen und Nöten derer, die er beschreibt, und an keiner Stelle je abfällig. Man hätte das Thema auch anders bearbeiten können: als Farce, als ironische Abrechnung mit der Dumpfheit ländlicher Traditionen, als grelles Spektakel, das alle lächerlich macht und in den Abgrund zieht. Thome gelingt das Gegenteil: Er nimmt ein für seine Bergenstädter.«
(Dierk Wolters Frankfurter Neue Presse )»Stephan Thome legt eine so unverbrauchte Frische an den Tag, als hätte er das Genre gerade selbst erfunden. ... Wenn diesem Roman ein unsterbliches Verdienst zukommt, dann ist es der, die Gefühlsbetäubung bundesdeutscher Wohlstandsprofiteure am Beispiel zweier besonders durchschnittlicher und besonders liebenswerter Exemplare dieser Spiezies ohne jede Überheblichkeit anschaulich zu machen.«
(Iris Radisch Die Zeit )»Wie es dem 1972 geborenen Stephan Thome gelingt, die Innenwelt einer Frau auszuleuchten, ist atemberaubend und selten in der Literatur. Ein Glücksfall. ... Zudem erweist sich Thome als ein Meister des Dialogs und der stilsicheren, niemals prüden und zugleich niemals ordinären Schilderung von Sex. ... Möge also die Internet-, Kultur- und Club-Bohème der Großstädte vorerste weiter im eigenen Saft schmoren. In der Provinz spielt jetzt die Literatur.«
(Philipp Haibach Welt Kompakt )»Wenn das ein Provinzroman ist, dann ist diese Provinz eine Welt im Kleinen, ein gut ausgeleuchtetes Panorama deutscher Befindlichkeiten unserer Tage.«
(Tilman Krause Die Welt )»Man möchte attestieren, dass mit diesem Roman die deutsche Literatur endlich den Schritt von der Dorfliteratur zum US-amerikanischen Vorstadtroman geschafft hat.«
(Dirk Knipphals literataz )»Thome hat ein untrügliches Gespür für die biografischen Reflexe seiner Figuren. Er erfindet Protagonisten, wie sie in Romanen inzwischen sehr selten sind ... Wie aus feinsinniger Beobachtung ohne belletristische Publikationserfahrung stilistisches Können wird, dafür hat Thome eine außergewöhnlich sichere Formel gefunden.«
(Astrid Kaminski Berliner Zeitung )»Literarische Debüts fallen in der Regel durch Frische und Unbekümmertheit auf und die Dringlichkeit des Erzählenmüssens. Ein Erstling aber, der durch tiefe Menschenkenntnis besticht, durch kompositorische Klugheit und eine fast altmeisterliche Sprache, kurz: durch Reife - das ist sehr selten. Hier ist es der Fall.«
(Martin Ebel Tages-Anzeiger )»Thome schafft wie lange niemand die Verklärung [des] Gewöhnlichen: Er macht durch seine Schilderungen, seine Dialoge und, am meisten, durch seine inneren Monologe das Alltägliche auf eine unaussprechbare, aber sehr fühlbare Lebenswahrheit hin durchsichtig. Nie schielt er aus der Gegenwart auf den Handlungsfortgang, kaum je ist er vorhersehbar. Und doch ordnen sich seine Gegenwartsfragmente ... zu einem enorm überzeugenden, sinnlich leuchtenden und tief empfundenen Ganzen. Stephan Thome gibt seiner Totalität analytischen Tiefgang, er lässt die richtigen Dosen Satire und Humor einströmen. Am meisten aber singt er, ohne es je zu sagen, ein unerhörtes Loblied der Liebe und der Familie. Ist dieses Buch denn makellos? Ja, das ist es...«
(Andreas Isenschmid NZZ am Sonntag )»Stephan Thome erzählt uns den Blues. Sein fulminanter Roman ›Grenzgang‹ dimmt das Licht weg. Übrig bleibt ein trübes Leben. Viel Alltag, wenig Spektakuläres. Wenige Träume, wenig Hoffnungen. Viele Enttäuschungen, viel Lebenserfahrung. Und der Blick in den Spiegel.«
(Frank Pommer Die Rheinpfalz )
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