Der namenlose Ich-Erzähler dieses Buches träumt viel und vor allen Dingen schlecht.Dieses ist ein immer wiederkehrendes Element in diesem gelungenen Roman des Brasilianers Rubem Fonseca.
Für mich ist es das dritte Buch, welches ich von diesem Schriftsteller las.
Und erneut bin ich sehr angetan von diesem Autor und seiner Art zu schreiben. Diesmal schlägt er eine Brücke bis in das Deutschland vor dem Mauerfall, verständlich, da 1989 zunächst auf portugiesisch erschienen.
Der Roman ist literarische Quelle, er handelt auch über Isaak Babel, der Leser erfährt viel über diesen jüdischen Schriftsteller, der heute weitgehend vergessen ist, und andererseits Krimi, der Mord, Diamanten und schöne Frauen zu bieten hat. Ganz nebenbei erfährt der Leser auch etwas über Obsessionen, hier im Zusammenhang mit Diamanten. Das der namenlose Protagonist noch dazu Filmemacher ist, klingt alles in allem überfrachtet, das ist der Roman aber nicht. Er ist gut lesbar, dank einer klugen Strukturierung; in einer klaren Sprache verfaßt, die dennoch fesselt und den Leser an das Buch bindet. Der Leser fiebert mit dem Protagonisten und hofft, daß er seinen Frieden und Erfolg findet. Die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und geschickt in den Handlungsablauf integriert.
Ob nun ein Happy End stattfindet, mag der geneigte Leser erkunden. Dieser Roman ist den Weg der Erkundung wert!