Dieses Buch beleuchtet eine Seite der Osterweiterung der EU, die von unseren Poltikern in der Regel ausgeblendet wird. Gemeint ist die Kriminalität osteuropäischer Staatsbürger, die nach dem Fall des eisernen Vorhangs (ca. ab 1990) sukzessive in den westeuropäischen Staaten Einzug gehalten hat und die, so der Autor, durch den Wegfall der Grenzkontrollen an Intensität zunehmen wird. Udo Ulfkotte zeigt auf, welchen Umfang diese Kriminalität gegenwärtig bereits hat und welche Gefahren noch auf uns zukommen (können). Das ist nun keineswegs "nur" eine Kriminalität im Millieu (z.B. Prostitution, Menschenhandel, Drogenhandel), die nur relativ wenig Menschen betrifft, sondern das Spektrum reicht von der Kleinkriminalität (z.B. Straßenkriminalität) bis hin zu großen Delikten (z.B. Wirtschaftskriminalität). Es kann jeden treffen (was z.B. diejenigen bereits wissen, deren Auto gestohlen wurde, oder diejenigen, in deren Haus bereits eingebrochen wurde) und deshalb sollte dieses Thema auch jeden interessieren. Udo Ulfkotte will nicht die Menschen in den osteuropäischen Staaten diffamieren, sondern lediglich ein reales Bild einer Wirklichkeit zeichnen, die zugegebenermaßen unangenehm ist, deren Ignorieren aber fatal sein kann. Er zeichnet kein Schwarz-Weiß Bild, sondern beleuchtet diese Kriminalität in seinem Zusammenhang, in seiner ganzen Komplexität. Deshalb gebe ich seinem Buch fünf Sterne und empfehle es uneingeschränkt.