Pressestimmen
28.02.1999 / Euro am Sonntag: "Ich weiß, wie es ist, wenn man viel Geld verliert" "In seinem jüngsten Buch analysiert Busch anhand eigener Erlebnisse anschaulich das Börsengeschehen seit 1987. Besonders interessant: Er schildert ganz offen eigene Fehler."
01.04.1999 / Private Banking: Geschichten aus der Börse "Wer auf unterhaltsame Weise etwas über die Welt der Börse und der Finanzmedien erfahren möchte, wird bei der Lektüre auf seine Kosten kommen."
20.04.1999 / Frankfurter Rundschau: Den Aktionären mitten ins Herz "Wenn Busch die Bankexperten in die Zange nimmt, hängen täglich 390000 Zuschauer an seinen Lippen; die Telebörse gehört damit zu den meistgesehenen Sendungen von n-tv."
21.04.1999 / Frankfurter Neue Presse: Keine Chance ohne Risiko "Busch schreibt, wie er spricht, und das ist auch gut so. Ohne gestelzte Formuliereungen, geht es rasant von einem Börsen-Zusammenbruch zum nächsten Gipfel. Wer nach knapp 300 spannenden Seiten das Buch zuklappt, hat vor allem einen nachhaltigen Eindruck vom Börsengeschehen."
07.05.1999 / Tages-Anzeiger: Never catch a falling knife "Locker geschrieben wendet sich Busch bewußt auch an Börsenneulinge, die die Zusamenhänge zwischen Politik und dem Geschehen auf den Aktienmärkten besser verstehen möchten."
01.06.1999 / DM: Lockerer Lesestoff für Anleger "Der Autor wählt Börsenweisheiten, die jeder schon einmal gehört haben dürfte, als Ausgangspunkt seiner Erklärungen. Ein geschicktes Vorgehen, das auch noch das Lesevergnügen steigert."
06.06.1999 / Welt am Sonntag: Was Börsenbonmots uns lehren können "Das Buch bietet konkrete Anlagehilfe, weil der Leser lernen kann, sich seines gesunden Menschenverstands zu bedienen und sich vom Geschwätz der Chartanalysten, Techniker und vermeintlichen Profis nicht beeindrucken zu lassen."
22.08.1999 / Berliner Morgenpost: Wenn der Börsenzug aus dem Bahnhof rollt "Das Buch will dem Anleger helfen, offensichtliche Fehler zu vermeiden."
18.09.1999 / Die Welt: Fallende Messer sind zu meiden "Zehn Merksätze, allen Börsianern hinter die Ohren geschrieben und erläutert, transportieren eine geballte Ladung Börsenwissen."
25.02.2000 / WAZ: Die Fehler des Gurus "Unterhaltsam, aber dennoch kritisch."
31.05.2000 / Financial Times Deutschland: Finanzbuch "Eine kurzweilige und hintergründige Chronik des Börsengeschehens."
Kurzbeschreibung
Seit Jahren beobachtet und kommentiert Friedhelm Busch, Moderator des privaten Fersehsenders n-tv, das Börsengeschehen. In seinen spannenden Berichten über die herausragenden Börsenereignisse der letzten Jahre macht er deutlich: Anleger, die die althergebrachten Börsianerweisheiten richtig anzuwenden wissen und auch in dramatischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, können das Auf und Ab an der Börse mit Gewinn für sich nutzen.
Der Verlag über das Buch
"Parkettweisheiten" einer Kultfigur
Seit Jahren beobachtet und kommentiert Friedhelm Busch - Erfinder und Moderator der "Telebörse" auf n-tv - das Börsengeschehen. In seinem Buch fasst er seine Erfahrungen zusammen und berichtet hautnah über die herausragenden Börsenereignisse der jüngeren Zeit.
Er berichtet von politischen Hintergründen, beleuchtet die verschlungenen Pfade und verdeutlicht die Motive der Händler und Anleger, die etwa die Kursstürze im Gefolge der wirtschaftlichen Turbulenzen in Südostasien und Russland oder auch die rasanten Aufwärtsbewegungen von Siegeraktien wie SAP ausgelöst haben. Erweitert wurde dieses Buch um die aktuellen Ereignisse an der Börse, wie z. B. Ereignisse rund um den Start der T-Online-Aktie. So wie er den Zuschauer bei seiner Berichterstattung vor dem Bildschirm in das Geschehen mit einbezieht, so lässt er auch den Leser die Dramatik der Ereignisse miterleben.
Im Zentrum stehen dabei keine eindeutigen und einfachen Handlungsanweisungen, sondern aus alter Erfahrung gewonnene Grundsätze, die auch bei den Profis mitunter in Vergessenheit geraten. Indes bescheren sie demjenigen bares Geld, der sie richtig zu interpretieren und je nach den aktuellen Gegebenheiten in der Wirtschaft und an den Börsen der Welt anzuwenden weiß.
Der Autor
Friedhelm Busch ist als Moderator des Fernsehsenders n-tv und als Gründer der Sendung "Telebörse" einer der bekanntesten Börsenkommentatoren Deutschlands. Seine Karriere begann der promovierte Diplom-Kaufmann 1968 bei der Wirtschaftsredaktion des WDR-Hörfunks Köln. Es folgten Stationen beim NDR- und BR-Fernsehen sowie die Leitung des Wirtschaftsressort der ARD-Nachrichtensendung "Tagesthemen". Danach war er drei Jahre lang Chefredakteur des SAT 1-Zulieferers Gesellschaft für Wirtschaftsfernsehen GWF. Er ist darüber hinaus Mitautor des soeben erschienenen Buches Das Börsenlexikon. Alle Begriffe, die Sie kennen müssen (Campus 2000).
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Friedhelm Busch ist als Moderator des Fernsehsenders n-tv einer der meist gesehenen Börsenkommentatoren Deutschlands. Von 1977 bist 1984 leitete er das Wirtschaftsressort der Tagesthemen, anschließend war er drei Jahre Chefredakteur des Sat 1 Zulieferers GWF - Gesellschaft für Wirtschaftsfernsehen. Seine Karriere begann der promovierte Diplom Kaufmann 1968 bei der Wirtschaftsredaktion des WDR Hörfunks Köln. Es folgten Stationen beim NDR und beim BR-Fernsehen.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Keine Chance ohne Risiko Das plötzliche Erwachen am Terminmarkt "Zum Schluß kommen", mahnte mich die Regie aus unserem Berliner n-tv-Studio über meinen Miniempfänger im linken Ohr, "in 30 Sekunden ist die Sendezeit für Frankfurt vorbei." Ein kurzer Blick auf meine Funkuhr auf dem Monitor bestätigte mir diese Zeitansage. Tatsächlich waren die neun Minuten, die ich für das Gespräch mit Karl-Egmont Niem vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser eingeplant hatte, nahezu ausgeschöpft. Manchmal dauern selbst kurze Drei-Minuten-Interviews eine Ewigkeit, aber in Zeiten, wie wir sie beispielsweise am 9. Oktober 1998 erlebten, vergehen die Minuten wie im Fluge. Über die unerwarteten Zinssenkungen in de USA hatte ich mich mit dem Rentenmarktspezialisten Niem unterhalten, über die Blauäugigkeit einiger Politiker aus dem Kreis der neuen Bundesregierung, in Deutschland nach amerikanischen Vorbild eine Zinssenkung zu fordern - die Konjunktur in Deutschland zog leicht an, während sie in den USA auf dem Weg nach unten war -, wir hatten von der politischen Unabhängigkeit der Frankfurter Bundesbank und der kommenden Europäischen Zentralbank gesprochen und von dem möglichen Trugschluß, über eine Zinssenkung in Deutschland die Arbeitslosigkeit wirkungsvoll bekämpfen zu können. Aber trotz der Zeitnot wollte ich unbedingt noch auf ein Thema zu sprechen kommen, das mir unter den Nägeln brannte, nämlich auf die plötzliche Risikoscheu der Kreditinstitute weltweit. Gerade die Kreditsuchenden, die am dringlichsten Kapital brauchten, die Schwellenländer in Asien und Südamerika beispielsweise und die Unternehmen in diesen Regionen, sie alle bekamen offenbar nur noch Geld geliehen, wenn sie in ihrer Not bereit waren, unerträglich hohe Zinsaufschläge zu akzeptieren, die sie in ihrer ohnehin schon verzweifelten Situation noch schneller in Richtung Abgrund treiben würden. Jahrelang hatten namhafte Kreditinstitute scheinbar unbesehen die Millionen wie ein billiger Jakob verteilt, ohne daß sich ihre innerbetrieblichen Kontrolleure oder die Börsen sonderlich darüber aufgeregt hatten, schließlich winkten saftige Zinserträge als Lohn der Angst, lockten die Chancen, das ganz große Geld zu verdienen. Platzte dann irgendwann das ein oder andere Kreditgeschäft, hatte man bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon genug verdient, um den Verlust verschmerzen zu können. Den Bankenkursen in Frankfurt hatten diese Kreditrisiken bisher zumindest kaum geschadet, zumal bei uns in Deutschland der Staat durch sogenannte Hermes-Bürgschaften den Kreditinstituten wie auch der Exportwirtschaft den Rücken frei hält, ihnen auf diesem Weg zumindest einen Teil der Risiken abnimmt. Vorausgesetzt, die jeweiligen Geschäfte sind im Interesse der Allgemeinheit förderungswürdig. Die Kreditrisiken der Banken waren also überschaubar. Sie wurden in den Kreditabteilungen bewertet, schlugen sich in entsprechend hohen Zinssätzen nieder und führten eventuell, je nach Ausfallrisiko, zu Rückstellungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für die Börsianer hatte es mithin lange Zeit keinen Grund zu übermäßigen neuen Sorgen gegeben, erst recht nicht, wenn das übrige gute Geschäft der Banken derartige Minderungen der Jahresergebnisse vor Steuern zuließ. Selbst was die Krisen in Südostasien, in Rußland und auch in Südamerika angingen, die immer stärker die Gespräche auf dem Börsenparkett bestimmten, glaubten die meisten, auch dieses neue Szenarium in den gesunkenen Kursen ausreichend berücksichtigt zu haben. Die Bankaktien hatten zwar seit dem Sommer, wie auch die übrigen deutschen Börsenwerte, erheblich verloren, aber ein richtiger Verkaufsdruck war bisher nicht zu spüren. Offenbar hatten sich auf den Seelen der Anleger dicke Schwielen gebildet. All diese Krisen in der Welt harrten zwar noch ihrer Lösung, aber wir hatten uns inzwischen daran gewöhnt. Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, würden sich die niedrigen Zinsen und die europäischen Fusionsphantasien schon wieder in steigende Kurse ummünzen lassen. Doch am Mittwoch, den 23. September, war plötzlich Schluß mit lustig. Die nur leicht eingetrübte Welt der Finanztitel geriet in Turbulenzen. Den Anstoß für diesen Sinneswandel auf dem Parkett hatte vor wenigen Tagen eine konkrete Meldung gegeben, die sich auf finanzielle Schwierigkeiten des weltbekannten amerikanischen Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) bezog. Dieser Luxusliner im internationalen Termingeschäft drohte in stürmischer See zu stranden. Noch vor wenigen Tagen wäre dies in der gesamten Finanzwelt ein unvorstellbarer Gedanke gewesen. Kein Wunder, daß überall auf den Chefetagen die Ampeln auf rot sprangen. Dieser Fonds hatte in den vergangenen vier Jahren, nur mit geringen Eigenkapital ausgestattet, für seine Anteilseigner, zu denen offenbar auch deutsche Kreditinstitute zählten, erstaunliche Gewinne erzielt. Jetzt schien das Milliarden-Schiff seinen Fondsmanagern aus dem Ruder gelaufen zu sein.[...]
Kurzbeschreibung
Keine Chance ohne Risiko Das plötzliche Erwachen am Terminmarkt "Zum Schluß kommen", mahnte mich die Regie aus unserem Berliner n-tv-Studio über meinen Miniempfänger im linken Ohr, "in 30 Sekunden ist die Sendezeit für Frankfurt vorbei." Ein kurzer Blick auf meine Funkuhr auf dem Monitor bestätigte mir diese Zeitansage. Tatsächlich waren die neun Minuten, die ich für das Gespräch mit Karl-Egmont Niem vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser eingeplant hatte, nahezu ausgeschöpft. Manchmal dauern selbst kurze Drei-Minuten-Interviews eine Ewigkeit, aber in Zeiten, wie wir sie beispielsweise am 9. Oktober 1998 erlebten, vergehen die Minuten wie im Fluge. Über die unerwarteten Zinssenkungen in de USA hatte ich mich mit dem Rentenmarktspezialisten Niem unterhalten, über die Blauäugigkeit einiger Politiker aus dem Kreis der neuen Bundesregierung, in Deutschland nach amerikanischen Vorbild eine Zinssenkung zu fordern - die Konjunktur in Deutschland zog leicht an, während sie in den USA auf dem Weg nach unten war -, wir hatten von der politischen Unabhängigkeit der Frankfurter Bundesbank und der kommenden Europäischen Zentralbank gesprochen und von dem möglichen Trugschluß, über eine Zinssenkung in Deutschland die Arbeitslosigkeit wirkungsvoll bekämpfen zu können. Aber trotz der Zeitnot wollte ich unbedingt noch auf ein Thema zu sprechen kommen, das mir unter den Nägeln brannte, nämlich auf die plötzliche Risikoscheu der Kreditinstitute weltweit. Gerade die Kreditsuchenden, die am dringlichsten Kapital brauchten, die Schwellenländer in Asien und Südamerika beispielsweise und die Unternehmen in diesen Regionen, sie alle bekamen offenbar nur noch Geld geliehen, wenn sie in ihrer Not bereit waren, unerträglich hohe Zinsaufschläge zu akzeptieren, die sie in ihrer ohnehin schon verzweifelten Situation noch schneller in Richtung Abgrund treiben würden. Jahrelang hatten namhafte Kreditinstitute scheinbar unbesehen die Millionen wie ein billiger Jakob verteilt, ohne daß sich ihre innerbetrieblichen Kontrolleure oder die Börsen sonderlich darüber aufgeregt hatten, schließlich winkten saftige Zinserträge als Lohn der Angst, lockten die Chancen, das ganz große Geld zu verdienen. Platzte dann irgendwann das ein oder andere Kreditgeschäft, hatte man bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon genug verdient, um den Verlust verschmerzen zu können. Den Bankenkursen in Frankfurt hatten diese Kreditrisiken bisher zumindest kaum geschadet, zumal bei uns in Deutschland der Staat durch sogenannte Hermes-Bürgschaften den Kreditinstituten wie auch der Exportwirtschaft den Rücken frei hält, ihnen auf diesem Weg zumindest einen Teil der Risiken abnimmt. Vorausgesetzt, die jeweiligen Geschäfte sind im Interesse der Allgemeinheit förderungswürdig. Die Kreditrisiken der Banken waren also überschaubar. Sie wurden in den Kreditabteilungen bewertet, schlugen sich in entsprechend hohen Zinssätzen nieder und führten eventuell, je nach Ausfallrisiko, zu Rückstellungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für die Börsianer hatte es mithin lange Zeit keinen Grund zu übermäßigen neuen Sorgen gegeben, erst recht nicht, wenn das übrige gute Geschäft der Banken derartige Minderungen der Jahresergebnisse vor Steuern zuließ. Selbst was die Krisen in Südostasien, in Rußland und auch in Südamerika angingen, die immer stärker die Gespräche auf dem Börsenparkett bestimmten, glaubten die meisten, auch dieses neue Szenarium in den gesunkenen Kursen ausreichend berücksichtigt zu haben. Die Bankaktien hatten zwar seit dem Sommer, wie auch die übrigen deutschen Börsenwerte, erheblich verloren, aber ein richtiger Verkaufsdruck war bisher nicht zu spüren. Offenbar hatten sich auf den Seelen der Anleger dicke Schwielen gebildet. All diese Krisen in der Welt harrten zwar noch ihrer Lösung, aber wir hatten uns inzwischen daran gewöhnt. Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, würden sich die niedrigen Zinsen und die europäischen Fusionsphantasien schon wieder in steigende Kurse ummünzen lassen. Doch am Mittwoch, den 23. September, war plötzlich Schluß mit lustig. Die nur leicht eingetrübte Welt der Finanztitel geriet in Turbulenzen. Den Anstoß für diesen Sinneswandel auf dem Parkett hatte vor wenigen Tagen eine konkrete Meldung gegeben, die sich auf finanzielle Schwierigkeiten des weltbekannten amerikanischen Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) bezog. Dieser Luxusliner im internationalen Termingeschäft drohte in stürmischer See zu stranden. Noch vor wenigen Tagen wäre dies in der gesamten Finanzwelt ein unvorstellbarer Gedanke gewesen. Kein Wunder, daß überall auf den Chefetagen die Ampeln auf rot sprangen. Dieser Fonds hatte in den vergangenen vier Jahren, nur mit geringen Eigenkapital ausgestattet, für seine Anteilseigner, zu denen offenbar auch deutsche Kreditinstitute zählten, erstaunliche Gewinne erzielt. Jetzt schien das Milliarden-Schiff seinen Fondsmanagern aus dem Ruder gelaufen zu sein. Und all die Bankvorstände, die in der Vergangenheit Millionenbeträge in diesen Fond investiert oder an ihn ausgeliehen hatten, schrien jetzt entsetzt auf.