Falls Sie - wie ich - in dem Genre "Gregorian" weniger zuhause sind und bei einer Rezension mit Vergleichen aus der populären Musik am meisten anfangen können:
Nach meiner Einschätzung lohnt sich das Reinhören in dieses Album für Leute, die beispielsweise die Musik von Enigma, Enya, Vangelis, Robert Miles, Adiemus, Cranberries und Pet Shop Boys usw. gerne hören, ohne eingefleischte Fans zu sein. (Als echter Fan könnten Sie die „musikalischen Anleihen" vielleicht als störend empfinden.)
Bei der CD handelt es sich weniger um klassischen gregorianischen Chorgesang, sondern eher um „Synthie-Pop mit ein bisschen Latein".
Das mag vielleicht etwas grob ausgedrückt sein, aber wer nicht unbedingt anspruchsvolle Musik erwartet, sondern ansprechende (und sogar im Rahmen des Genres ziemlich abwechslungsreiche) Entspannungsmusik, wird nicht schlecht bedient: 30 im Großen und Ganzen passable Musikstücke mit insgesamt über 140 Minuten Spielzeit.
Dass man für „Gregorian Dreams - Vol. 2" etwas mehr berappen muss als für „Ireland Tralala", „Mystic Pop", „Elton John auf Gregorianisch" (oder wie die Alben sonst heißen mögen, die man für 7,99 ¤ angeboten bekommt), ist für mich in Bezug auf den vollen Klang der Kompositionen auf dem Album gerechtfertigt.
Eine Gemeinsamkeit mit der Nice-Price-Konkurrenz hat das Album leider doch: Das Booklet ist äußerst billig gemacht.