Hammerplatte! Zu den Fähigkeiten des EM muss ich an dieser Stelle kein Wort verlieren. Na gut, eins: Übermenschlich. Für mich ist "Greggary" besser als Yellow Shark, weil der biedere Mantel fehlt, den Frank für YS kurz überstreifte, vielleicht als zartfühlige Annäherung an die humorlose Welt der Konzertsäle gedacht. Das Ensemble geht völlig im Zappaschen Geist auf, man meint, sie werden posthum von der Hand des Meisters geleitet. Auf dieser CD kommt wieder durch, was auf YS großflächig kaschiert wurde: Zappa's Witz, Sarkasmus, Ironie, bunte Melodien, lustvolle Rhythmen. Kein Anspruch auf Prätention (Tonalität und Klischees werden nicht vermieden), und in seiner Gestalt doch ein einzigartiges künstlerisches Werk, vielleicht gerade wegen seines seines beherzten Griffs in die Mülltonne des musikalischen Vokabulars. Es wirkt fast als ob Frank ins Gesicht des "Fortschritts" lacht, über die Unfähigkeit der "Ernsten", über sich selbst zu lachen, welche sich stattdessen hinter rigider Doktrin verschanzen (siehe Serialisten). Ich glaube, das war etwas das Boulez zeitlebens nicht recht verstehen konnte. Frank ist ein Ernster, aber eben auch viel mehr als das, und daher für mich das spannendste künstlerische Phänomen des 20.Jhd.
Einziges Manko: Frank persönlich hätte den Sound viel besser abgemischt