Für Einsteiger in die Materie (Satanismus im Sinne der CoS) ist dieses Machwerk ein ganz nettes Stück Lesevergnügen. Allerdings würde ich persönlich potentiellen Interessenten am Satanismus eher die Werke Oliver Fehns empfehlen, die wesentlich humorvoller und kreativer daherkommen. Chris Redstar, immerhin Medienagent der Church, konfrontiert den Leser mit zuviel längst bekannten Thesen und Überlegungen des Altmeisters La Vey, die in dieser Form bereits in der Satanic Bible zu lesen gewesen sind und in anderen Publikationen hinreichend wiedergekäut wurden. Seine eigenen Überlegungen zum Thema sind jetzt mal vorsichtig gesprochen, nicht gerade innovativ. Sozialdarwinismus mit Absolutheitsanspruch halt. Ein weiteres Buch das mit dem Bild vom Mediensatanismus aufräumen möchte. Aber wer an geschändete Friedhöfe und geopferte Kinder glaubt, wird sich seine Literatur auch wohl eher über die örtliche Freikirche zukommen lassen.
Ich hätte mir eine biographische Abhandlung gewünscht, die plastisch und unterhaltsam auf die oft mißverstandene Philosophie eingeht.
So bleibt ein weiterer La Vey- Wiederkäuer, der es meiner Meinung leider nicht schafft, dem Satanismus eine individuelle, extravagante Note zu geben. Und mit der Individualität nimmt man es ja bekanntlich recht ernst...
Für absolute Einsteiger ist Chris Redstars Buch jedoch zu empfehlen.