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Das Greenspan Dossier [Gebundene Ausgabe]

Roland Leuschel und Claus Vogt
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1. Januar 2004
"Der Erfolg hat viele Väter - der Misserfolg nur einen", heißt es im Volksmund. So ist es auch an der Börse. Wenn es um den Verantwortlichen des momentan größten Aktiencrash seit 1929 geht, fällt immer häufiger ein Name: Alan Greenspan. Der amerikanische Notenbankchef, einst als Magier der Märkte gefeiert, wird nun als Zauberlehrling gesehen, dem die Situation längst entglitten ist. "In den Geschichtsbüchern wird der heutige Börsencrash dereinst mit dem Namen Alan Greenspan eng verbunden sein", schreibt Roland Leuschel in seinem neuen Buch. "Seine Geldpolitik hat komplett versagt und die Märkte in die jetzige Situation erst gebracht." Der konkrete Vorwurf des Autors: Erst habe Greenspan durch die niedrigen Zinsen die größte Spekulationsblase aller Zeiten ermöglicht. Nach dem Einbruch der Märkte habe er die monetären Zügel zu spät gelockert. Leuschel lässt nicht gelten, dass Greenspan auf Grund diverser Krisen in Asien oder Russland beziehungsweise der Jahr-2000-Umstellung quasi zu rapiden Zinssenkungen gezwungen gewesen war. Der Fed-Chef sei zu einem der enthusiastischsten New-Economy-Cheerleader geworden und habe dabei die Spekulationsblase komplett ignoriert. "Jetzt stellt sich heraus, dass das amerikanische Wirtschaftswunder nur eine von der Notenbank finanzierte Fiktion war. Die Nachwehen sind umso schlimmer."

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 353 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898790452
  • ISBN-13: 978-3898790451
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.100.066 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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"Die Stunde der Wahrheit wird kommen, unausweichlich", meinen die Autoren Roland Leuschel und Claus Vogt zum Geschehen auf den Aktienmärkten und setzen zur Untermauerung ihrer kritischen Analyse in ihrem Buch (Kapitel: "New Economy"-Märchenstunde) gleich noch nach: "Eine der größten Schwierigkeiten... ist der zunehmend laxe Umgang mit der Wahrheit. Es gibt immer weniger Statistiken und veröffentlichte Zahlen, denen man Glauben schenken kann, und selbst zahlreiche Notenbanker haben die Grenze zwischen Realität und Cheerleading längst überschritten." Und damit sind die Autoren tief im Thema und bei ihrer Frage "Was ist los auf den Märkten -- eine neue Spekulationsblase kurz vor dem Big Bang oder alles in fester Hand?"

In ihrem Werk verdeutlichen Leuschel und Vogt, dass ihrer Meinung nach die Phase der Bubbles (Spekulationsblasen) an der Börse noch nicht vorüber ist, schlimmer noch: von den Verantwortlichen und, in deren Gefolge, vielen Mitläufern bewusst negiert oder kleingeredet wird. Einen erklecklichen Anteil schieben die Finanzexperten in ihrer volkswirtschaftlich durchdachten und mit vielen Fakten und Zitaten unterlegten Analyse der Geld- und Kreditpolitik der Notenbanken zu -- allen voran der US-Notenbank mit ihrem Chef Alan Greenspan. Denn ohne eine Ausweitung der Geld- und Kreditmenge, die im Verantwortungsbereich der Notenbanken liegt, "ist eine Spekulationsblase (Anm.d.Rez: Neben anderen Faktoren, die im Buch erläutert werden) nicht möglich." Und dies betreibt Greenspan mit Freuden.

Insbesondere zwei Dinge haben es den Autoren angetan: Die Selbstgerechtigkeit der Notenbanken, die jegliche Verantwortung an Fehlentwicklungen ablehnen, und die Aussage der Währungshüter, dass Bubbles erst nach ihrem Platzen zu erkennen seien. Dies, so Leuschel und Vogt, sei zwar definitiv schwierig, aber durchaus machbar. In einer auch für Nicht-Wirtschaftsprofis gut verständlichen Sprache geht es in dem 350-Seiten-Werk darum, den Blick zu schärfen für Zusammenhänge, die im -- weltweit immer noch herrschenden -- Aktienfieber leicht untergehen. Die US-Notenbank mit ihrem Chef Alan Greenspan ist Hauptadressat der Sach-Schelte. Denn der US-Dollar genießt eine Sonderstellung als Weltreservewährung, und der Verantwortung, die daraus erwächst, werden die USA mit ihrem Notenbank-Flaggschiff immer weniger gerecht. Die Gefahr, vor der die Autoren warnen wollen: Es droht erneut die Vernichtung von Erspartem auf breitester Basis mit allen (volkswirtschaftlichen) Konsequenzen auch für Nicht-Anleger.

Kritker und Mahner haben es in einer Zeit des durchaus auch politisch bestimmten Schönredens schwer, Gehör zu finden. Deshalb ist dieses Buch ein wichtiges Werk. Nicht nur, weil es gegen Ende gangbare Sicherungsstrategien für das Ersparte offenbart, sondern weil es zum Nachdenken zwingt und längst (über-)fällige Korrekturen anmahnt. Dieses Buch dürfte so manchem Leser und Aktienbesitzer ein bis zwei schlaflose Nächte bereiten. Dennoch, oder gerade deshalb: sehr empfehlenswert. --Horst-Joachim Hoffmann

Über den Autor

Roland Leuschel, ehemaliger Stratege und Direktor der Banque Bruxelles Lambert, erkannte rechtzeitig im Jahr 1982 die Aktienhausse in den USA und in Europa. Im Sommer 1987 sah er den Oktober-Crash exakt voraus und gilt seither als "Crash-Prophet", der zu den großen Börsenberühmtheiten in Europa zählt.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "verkehrte" Geldpolitik der FED 7. Mai 2004
Einigkeit herrscht mittlerweile darüber, dass die Aktienmärkte sich in der zweiten Hälfte der 90er Jahre in einer Spekulationsblase befanden.
Die Autoren Leuschel und Vogt befassen sich mit den Ursachen der Blase und ihren vermutlich sehr unangenehmen Folgen, die uns als Finanzanleger betreffen werden. Dem Präsidenten der amerikanischen Notenbank, Alan Greenspan, kommt in dieser spannenden Geschichte, deren Ende sich erst in den nächsten Jahren entfalten wird, eine Hauptrolle zu.

Die Autoren sehen in seiner außerordentlich expansiven Geldpolitik die notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Entstehung der größten Spekulationsblase aller Zeiten. Die führte zu immensen ökonomischen Fehlentwicklungen und Ungleichgewichten, die in den kommenden Jahren korrigiert werden müssen. Einen ersten Eindruck von den bevorstehenden Korrekturen sowohl an den Finanzmärkten als auch in der Wirtschaft lieferten uns die ersten Jahre des neuen Jahrtausends: einbrechende Börsen, Rezession und Arbeitslosigkeit.

Mit einer erneuten Runde extrem expansiver Geldpolitik hat die US-Notenbank diesen unvermeidlichen Korrekturprozess noch einmal stoppen können. Dazu bedurfte es allerdings 13 Zinssenkungen, einer ausufernden Staatsverschuldung und einer regelrechten Schuldenorgie der Konsumenten. Damit wurden die Probleme aber nicht gelöst, sondern ganz im Gegenteil vergrößert. Und die Problemlösung wurde lediglich verschoben. Die Autoren halten die von der US-Notenbank unmissverständlich als Problemlösung propagierte Strategie des Gelddruckens und Schuldenmachens für eine ganz reale Bedrohung, der sich jeder Anleger stellen muss.

Am Ende ihrer in vielerlei Hinsicht vielleicht beunruhigenden, aber sehr lehrreichen Analyse stellen die Autoren konkrete Strategien vor, mit denen der Anleger in Zeiten des Umbruchs sein Vermögen wahrscheinlich erhalten kann.

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für jeden, der an wirtschaftspolitischen Fragestellungen interessiert ist, aber auch für jeden, der sein Vermögen zu bewahren hat.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Eine umfangreiche, fundierte und sehr interessant abgefasste Herleitung des wenig erfreulichen Szenarios einer globalen Hyperinflation, das die Autoren als mittelfristiges Resultat einer demnächst endgültig platzenden Spekulationsblase in Aussicht stellen. Wie der Titel verheisst, sehen sie dabei die USA als Ausgangspunkt und FED-Chef Alan Greenspan als den tragischen Helden. Als solches steht das Werk sicher in einer Reihe mit anderen "Crash-Bibeln", aber wer Leuschel aus seinen früheren Werken und Vogt über seine monatlichen Analysen der Kapitalmärkte im Rahmen des Effectenbank-Research kennt, weiss, dass die beiden fundierte Kenner der volkswirtschaftlichen Materie sind und den Leser daher mit prognostischem Hokuspokus wie Elliott-Wellen, komplexen Chart-Formationen und technischen Signalen nicht weiter belasten, wie das bei anderen Werken zu diesem Thema ja durchaus der Fall ist. Die Fixierung auf Greenspan scheint zunächst ein wenig obsessiv, doch wenn man die wirklich hervorragend dokumentierte Wandlung des Mannes vom liberalen Paulus zum keynesianischen und darüberhinaus opportunistisch agierenden Saulus erst begreift, wird die Sichtweise der Autoren verständlich und nachvollziehbar. Leuschel und Vogt konstatieren aktuell eine Spekulationsblase vor allem in den USA, deren Platzen ihrer Meinung nach in ein globales Inflationsszenario münden wird. Insoferne stellt das Werk den Gegenentwurf zu jenen Deflationsprognosen dar, wie sie etwa Autoren wie Robert Prechter oder Paul C. Martin seit Jahren in den Raum stellen. Daher ist das Buch eine interessante Lektüre für alle, die sich schon mal mit Werken der letztgenannten Autoren befasst haben, und gerne auch mal den alternativen Schlußakt des sich aktuell vollziehenden Dramas behandelt wissen wollten. Zudem liefert das Werk ein paar mehr gute Argumente, warum man Gold als Anlageobjekt keineswegs ad acta legen sollte und liest sich in diesem Kontext wunderbar zusammen mit Lips' "Goldverschwörung". Und für alle diejenigen, die weder mit bevorstehender Inflation noch Deflation besonders viel anfangen können, eröffnet das Buch immer noch einen sehr gut recherchierten Einblick in die Welt der Zentralbanken und ihrer "Gurus", und zeichnet dabei ein ziemlich konträres und vor allem ernüchterndes Bild zu dem, was man darüber allenthalben in den Medien zu hören bekommt.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch eine Spekulationsblase 26. Juli 2004
Von Ein Kunde
Ich kann das Buch von Leuschel und Vogt nur empfehlen, es geht nicht nur auf die Geldpolitik ein, sondern auch auf Tricks der Statistik, mit denen die Amerikaner ihr Wirtschaftswachstum frisieren, Stichwort wegrechnen von Inflation ( Hedonic Pricing) und dadurch höheres reales GDP, was auch die Japaner kürzlich übernommen haben und dadurch ein Wachstum ausweisen, die Japaner sind eben auch clever. Mittlerweile hat auch das deutsche Bundesamt für Statistik angekündigt dieses Hedonic Pricing zu übernehmen, man kann nur den Kopf schütteln. Um mal ein Beispiel zu bringen wie man mit Hedonic Pricing ein tolles USA Wirtschaftswachstum vorgaukeln kann, ein Computer der 1.000 $ an der Ladenkasse gekostet hat, taucht im BIP plötzlich mit 10.000 $ auf.

Wer das Buch von Roland Leuschel schätzt wird bestimmt auch gefallen haben an den Artikeln von Kurt Richebacher. Ich glaube diese Börsensender und andere Medien sind durch ihre unkritische Berichterstattung auch mit verantwortlich für die Aktienmanie der späten Neunziger. Wer mal CNBC Europe sieht (über Astra Satellit zu empfangen) und Hugh Hendry vergleicht mit diesen beiden Kudlow und Kramer, solche Kudlow und Kramers gibts im Deutschen Fernsehen einfach nicht mehr seit Heiko Thieme nicht mehr ins Fernsehen gelassen wird. Man sollte daraus lernen sich nicht auf „Experten" aus Medien , Politik und Finanzbranche zu verlassen , selbst denken heißt die Devise, und dieses Buch hilft einem unter anderem zu verstehen, dass es nicht sinnvoll ist seine Ersparnisse in Aktien zu stecken, wenn der Aktienmarkt eine Spekulationsblase ist, was man einfach daran erkennt, dass Kursgewinnverhältnisse, und zwar der echten Gewinne, in den USA bei 30 und die Dividendenrendite um 1,5% liegen, vielmehr Daten braucht man gar nicht. Dies und die Empfehlung das Buch Irrationaler Überschwang von Robert Shiller zu lesen für diejenigen, die glauben keine Börsenstrategie in diesem Buch zu erhalten.

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