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In ihrem Werk verdeutlichen Leuschel und Vogt, dass ihrer Meinung nach die Phase der Bubbles (Spekulationsblasen) an der Börse noch nicht vorüber ist, schlimmer noch: von den Verantwortlichen und, in deren Gefolge, vielen Mitläufern bewusst negiert oder kleingeredet wird. Einen erklecklichen Anteil schieben die Finanzexperten in ihrer volkswirtschaftlich durchdachten und mit vielen Fakten und Zitaten unterlegten Analyse der Geld- und Kreditpolitik der Notenbanken zu -- allen voran der US-Notenbank mit ihrem Chef Alan Greenspan. Denn ohne eine Ausweitung der Geld- und Kreditmenge, die im Verantwortungsbereich der Notenbanken liegt, "ist eine Spekulationsblase (Anm.d.Rez: Neben anderen Faktoren, die im Buch erläutert werden) nicht möglich." Und dies betreibt Greenspan mit Freuden.
Insbesondere zwei Dinge haben es den Autoren angetan: Die Selbstgerechtigkeit der Notenbanken, die jegliche Verantwortung an Fehlentwicklungen ablehnen, und die Aussage der Währungshüter, dass Bubbles erst nach ihrem Platzen zu erkennen seien. Dies, so Leuschel und Vogt, sei zwar definitiv schwierig, aber durchaus machbar. In einer auch für Nicht-Wirtschaftsprofis gut verständlichen Sprache geht es in dem 350-Seiten-Werk darum, den Blick zu schärfen für Zusammenhänge, die im -- weltweit immer noch herrschenden -- Aktienfieber leicht untergehen. Die US-Notenbank mit ihrem Chef Alan Greenspan ist Hauptadressat der Sach-Schelte. Denn der US-Dollar genießt eine Sonderstellung als Weltreservewährung, und der Verantwortung, die daraus erwächst, werden die USA mit ihrem Notenbank-Flaggschiff immer weniger gerecht. Die Gefahr, vor der die Autoren warnen wollen: Es droht erneut die Vernichtung von Erspartem auf breitester Basis mit allen (volkswirtschaftlichen) Konsequenzen auch für Nicht-Anleger.
Kritker und Mahner haben es in einer Zeit des durchaus auch politisch bestimmten Schönredens schwer, Gehör zu finden. Deshalb ist dieses Buch ein wichtiges Werk. Nicht nur, weil es gegen Ende gangbare Sicherungsstrategien für das Ersparte offenbart, sondern weil es zum Nachdenken zwingt und längst (über-)fällige Korrekturen anmahnt. Dieses Buch dürfte so manchem Leser und Aktienbesitzer ein bis zwei schlaflose Nächte bereiten. Dennoch, oder gerade deshalb: sehr empfehlenswert. --Horst-Joachim Hoffmann
Die Autoren sehen in seiner außerordentlich expansiven Geldpolitik die notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Entstehung der größten Spekulationsblase aller Zeiten. Die führte zu immensen ökonomischen Fehlentwicklungen und Ungleichgewichten, die in den kommenden Jahren korrigiert werden müssen. Einen ersten Eindruck von den bevorstehenden Korrekturen sowohl an den Finanzmärkten als auch in der Wirtschaft lieferten uns die ersten Jahre des neuen Jahrtausends: einbrechende Börsen, Rezession und Arbeitslosigkeit.
Mit einer erneuten Runde extrem expansiver Geldpolitik hat die US-Notenbank diesen unvermeidlichen Korrekturprozess noch einmal stoppen können. Dazu bedurfte es allerdings 13 Zinssenkungen, einer ausufernden Staatsverschuldung und einer regelrechten Schuldenorgie der Konsumenten. Damit wurden die Probleme aber nicht gelöst, sondern ganz im Gegenteil vergrößert. Und die Problemlösung wurde lediglich verschoben. Die Autoren halten die von der US-Notenbank unmissverständlich als Problemlösung propagierte Strategie des Gelddruckens und Schuldenmachens für eine ganz reale Bedrohung, der sich jeder Anleger stellen muss.
Am Ende ihrer in vielerlei Hinsicht vielleicht beunruhigenden, aber sehr lehrreichen Analyse stellen die Autoren konkrete Strategien vor, mit denen der Anleger in Zeiten des Umbruchs sein Vermögen wahrscheinlich erhalten kann.
Dieses Buch ist ein absolutes Muss für jeden, der an wirtschaftspolitischen Fragestellungen interessiert ist, aber auch für jeden, der sein Vermögen zu bewahren hat.
Wer das Buch von Roland Leuschel schätzt wird bestimmt auch gefallen haben an den Artikeln von Kurt Richebacher. Ich glaube diese Börsensender und andere Medien sind durch ihre unkritische Berichterstattung auch mit verantwortlich für die Aktienmanie der späten Neunziger. Wer mal CNBC Europe sieht (über Astra Satellit zu empfangen) und Hugh Hendry vergleicht mit diesen beiden Kudlow und Kramer, solche Kudlow und Kramers gibts im Deutschen Fernsehen einfach nicht mehr seit Heiko Thieme nicht mehr ins Fernsehen gelassen wird. Man sollte daraus lernen sich nicht auf „Experten" aus Medien , Politik und Finanzbranche zu verlassen , selbst denken heißt die Devise, und dieses Buch hilft einem unter anderem zu verstehen, dass es nicht sinnvoll ist seine Ersparnisse in Aktien zu stecken, wenn der Aktienmarkt eine Spekulationsblase ist, was man einfach daran erkennt, dass Kursgewinnverhältnisse, und zwar der echten Gewinne, in den USA bei 30 und die Dividendenrendite um 1,5% liegen, vielmehr Daten braucht man gar nicht. Dies und die Empfehlung das Buch Irrationaler Überschwang von Robert Shiller zu lesen für diejenigen, die glauben keine Börsenstrategie in diesem Buch zu erhalten.
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