...das ist -Greenfingers-. Im Jahr 2000 produziert und irgendwie an Freund und Feind vorbei gegangen. Ein Segen, dass Joel Hershmans Film jetzt auf DVD zu sehen ist, denn: Ein "früher" Clive Owen gepaart mit Helen Mirren, einer wunderbaren Geschichte und einer Schauspielcrew, die scheinbar große Freude an ihrer Arbeit hatte, wer würde darauf schon gern verzichten?
Collin(Clive Owen) sitzt im Knast. Er ist ein übellauniger Bursche, der mit anderen Häftlingen nichts zu tun haben will. Als er eines Tages in den offenen Strafvollzug verlegt wird, ist er damit nicht einverstanden. In der neuen Anstalt sollen die Häftlinge auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden, aber auch daran findet Collin zunächst keinen Gefallen. Als sein Mithäftling Fergus, ein alter, sehr kranker Mann, Collin ein paar Blumensamen schenkt, stellt sich plötzlich heraus, dass Collin einen "grünen Daumen" hat. Damit beginnt ein einzigartiges Projekt, in dessen Verlauf sogar noch die berühmte Gartenjournalistin Georgina Woodhouse(wunderbar: Helen Mirren), mit einsteigt. Die Häftlinge sollen einen Garten anlegen und schaffen es damit fast in die Gartenschau nach Hamptoncourt, wenn...ja wenn...das sollten sie sich dann doch lieber selbst anschauen. Sie verpassen etwas, wenn sie das nicht tun.
-Greenfingers- ist eines dieser kleinen Filmjuwele, die immer wieder einmal die großen Produktionsstätten verlassen. Die Story soll auf einer wahren Begebenheit beruhen, unglaublich, aber vielleicht doch wahr. Clive Owen war im Produktionsjahr 2000 noch kein umjubelter Star, aber er zeigt schon hier, dass er zu höherem berufen ist. Helen Mirren besetzt Georgina Woodhouse schräg und very british. Als Zugabe für einen unterhaltsamen, intelligent gemachten Film gibt es einen Soundtrack, der sich mit den Sterophonics, Sting, Tears for fears und Bruce Springsteen nahtlos in eine perfekt gelungene Produktion einreiht.