Über die Autorin:
Viktoria Boutenko ist eine der ganz Großen in der amerikanischen Rohkostszene. Zur Rohkost kam sie, weil sie als überaus engagierte Mutter einen Weg der Heilung für ihre teilweise schwer erkrankten Familienmitglieder gesucht und durch die rohköstliche Ernährungsweise gefunden hat. Viktoria hat über 15 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet, ist Mitglied in Expertenforen und hält weltweit Vorträge.
Über meine eigenen Erfahrungen:
Ich trinke Green Smoothies schon des längeren aus Überzeugung, weil ich positive Effekte auf meine Gesundheit verzeichnen konnte. Darüber hinaus rangiert die grüne, leuchtende Wundersuppe ganz oben auf meiner Liste dessen, was meine Geschmacksnerven am meisten erfreut. Mich persönlich beschwingt es sehr, zu wissen, dass ich meinen Körper bereits am Morgen mit sämtlichen Vitalstoffen versorgt habe und damit einen ordentlichen Beitrag zu meiner täglichen Gesundheit leiste. Schätzungsweise wird niemand, der sich einmal mit Begeisterung der Green Smoothie-Methode hingegeben hat, gänzlich davon abkommen.
Über das Buch:
Vor kurzem gab ich das Buch einem klugen, in Ernährungsfragen wissbegierigen und offenen Geist, der von wissenschaftlichen Zusammenhängen wesentlich mehr versteht als ich. Meine Motivation hierfür war klar, ich wollte ihm mit diesem Werk bedeutsam machen, wie unschätzbar wichtig Grünzeug für den menschlichen Organismus ist und wie leicht und überaus köstlich es sein kann, seinen Körper täglich mit Grün zu versorgen, selbst wenn der Appetit auf einen Salat fehlt. Ich wollte ihn mit dem Lesen des Buchs mitbegeistern und zum Konsum von Green Smoothies anregen frei nach dem Motto >>Gib die Möhre meinen Kaninchen, das Möhrenkraut nimm selbst!<< Von der Autorin habe ich auch das Buch >>12 Steps to Raw Food How to End Your Dependency to Cooked Food<<. Ich war überaus angetan von ihren warmherzigen Ausführungen und ihrer respektvollen Sicht auf alles, was die Natur in ihrer Sinnhaftigkeit und zu ihrem Nutzen erschafft. Beim Lesen des Werks >>Green for life<< fand ich es toll, wie die Autorin die Wichtigkeit von Grün als Nahrungsbestandteil verdeutlicht. Sehr schnell wurde mir bewusst, wie ungeheuerlich, geradezu absurd es eigentlich ist, dass der Mensch die Rübe isst und die grünen Blätter daran in den Biomüll wirft. Also gab ich das Buch zum Lesen weiter, dabei war mir stets bewusst, dass man der Autorin ihre unwissenschaftliche Art (zu Recht) ankreidet und dass das Buch nicht perfekt ist. An dieser Stelle noch einmal Danke Herr W. für das rasche Lesen und Ihre Kritikpunkte. Hier sind seine festgestellten Mängel, über die man nachdenken und weiterforschen könnte, wenn man so will:
- Viktoria Boutenko stelle physikalisch unmögliche Dinge vor: so sei eine Umwandlung von Elementen möglich. Ein Element ist durch seine Kernzusammensetzung definiert, das kann keine chemische Reaktion ändern
- durch die pflanzlichen Smoothies sei die Aminosäureaufnahme verbessert, da diese einzeln und nicht verbaut vorliegen. Auch eine Kollegin und eine Medizinerin stimmten der Einschätzung zu, dass die meisten Aminosäuren beim Tier als auch bei der Pflanze verbaut vorliegen und nur jeweils in kleineren Mengen frei. Natürlich unterscheiden sich die Anteile der Aminosäuren
- ihre genannte Studie würde aus einem schweren Fehler nie veröffentlicht werden können: alle Teilnehmer wissen, wohin die Reise gehen soll, es sind keine Blindproben dabei, was eine richtige Aussage zunichte macht
Was kann ich nun als Fazit dazu sagen? Diskutieren kann ich seine Punkte nicht, mir fehlt das Fachwissen dazu. Lediglich im letztgenannten Punkt kann ich seine Aussage als Gesundheitswissenschaftlerin, die in ihrem Studium etwas über die korrekte Durchführung von Studien gelernt hat, unterstützen. Ich maße mir trotzdem einmal an, nach allem, was ich über das Buch weiß, Folgendes als Fazit zu schreiben:
Viktoria Boutenko ist eine Frau mit Herz und Verstand, die hier versucht, eine tolle Idee wissenschaftlich zu stützen. Es reicht ihr nicht aus (was nachvollziehbar sein mag), einfach zu sagen >>Leute, esst mehr Grünzeug oder macht es wie ich, trinkt es!<<. Sie arbeitet viel auf Grundlage ihrer eigenen gesegneten Beobachtungsgabe und den Drang, Dinge einfach auszuprobieren und zu gucken, was passiert (das kann man übrigens vielen Menschen in Bezug auf ihr Essverhalten und ihre Zipperlein nur wünschen). Dabei möchte sie bei allem stets die Natur als urheberische Kraft berücksichtigen. Im Grunde ist das alles andere als verkehrt, ist es wunderbar dazu geeignet, Begeisterung zu wecken für eine wunderbare Idee und dazu, eine breite Menschenmasse zu einer Veränderung zu motivieren. Es reicht jedoch scheinbar nicht, um ein wissenschaftliches und sehr kritisch lesendes und nachprüfendes Publikum zu überzeugen. Was ich persönlich noch schade finde, sind die wenigen Rezeptvorschläge. Überflüssig fand ich, dass Frau Boutenko ausführlich darstellt, welche Fragen sie ihren Probanden in der Studie gestellt hat und welche teils unsachlichen Antworten darauf gegeben wurden. Auch das Lesen der positiven Erfahrungsberichte reizte mich weniger, da die Erfahrungen, die andere gemacht haben, fern sein können von meinen eigenen und immer etwas von einer Eigenlobhudelei haben. An dieser Stelle mögen sie vielleicht die Ergebnisse der Pseudostudie untermauern. Andere Leser mag das aber durchaus interessieren. Das Buch mag hier und da hinken, vielleicht sollten wir aber die Kernidee (Grün ist wichtig für unsere Gesundheit und wir können es täglich als köstliches Getränk zu uns nehmen) frei von wissenschaftlichen Überlegungen im Auge behalten. Ich für meinen Teil werde also bei den Green Smoothies bleiben. Grünzeug mit Obst zu verquirlen und dann zu trinken halte ich selbst für jemanden, der sonst Grünzeug nicht runterkriegt, als einen leicht gehbaren Weg, um täglich etwas für seine Gesundheit zu tun, unabhängig davon, welcher Ernährungsphilosophie er angehört. Ich bin dankbar, dass jemand auf diese Idee gekommen ist und diese publik gemacht hat.