Der Titel "Green Eyed Soul" sagt schon viel über die erste CD aus. Denn die 21 - jährige Sängerin (ausgebildete Sopranistin) gilt hier so etwas wie die Maria Carey aus Deutschland. In Anlehnung an ihre Augenfarbe und als Wortspiel zur Adaption von Black Music durch Angehörige der weißen Hautfarbe, nämlich Blue Eyed Soul, ist auch ihre Debüt - CD zu verstehen.
Nach ihren erfolgreichen Singles "Let`s Get Back to Bed, Boy" feat TQ (der ihr den Beitrag "Can't Get None" für ihre CD liefert) sowie das auf einem Blackstreet bzw. Bill Withers - Sample aufbauende "French Kissin`" und ihrer Nr.1 - Ballade "From Sarah With Love" hören wir 14 weiter Songs in dem Spannungsfeld zwischen R & B, Pop und Soul. Und sie greift weiter ungeniert und meist gekonnt auf amerikanische Einflüsse zurück (auch in der Diktion), so z. B. mit dem Wah-Wah - Gitarren unterlegten "If You Were My Man" oder dem von Funk - Legende Rick James geschriebene 70`s Disco - Stück "In My House" - welches aber nicht so gelungen ist.
Schöne, von ihrer Stimme lebende Balladen wie "Imagining" oder "Where Do We Go From Here" runden dieses Album ab. Gute Mainstream - Tanzmusik hören wir in "Magic Ride" und gelangen langsam zu der Erkenntnis, dass sich hier mehr Potenzial wiederfindet, als im Vorfeld gedacht/befürchtet. Denn die meisten Songs stehen den Singles in Eingängigkeit in nichts nach. Überzeugend auch der vokale Einsatz der Künstlerin, die ihre ausgebildete Stimme ohne Manierismen gurren, schmachten und rauh klingen lassen kann.