Mit Paul Orta und Michael Maass veröffentlichte Peter "Crow C." Krause im vergangenen Jahr eines der überzeugendsten Blues-Alben made in Germany. Auch diesmal liefert der Münchner Gitarrist, Sänger und Harpspieler wieder absolute Überzeugungs- und Qualitätsarbeit, aber diesmal sozusagen unplugged" - und mit illustren Gästen. Denn wenn z.B. Laura Freeman mit Krause ganz im Stile von Memphis Minnie Shake Hands And Tell Me Goodbye" (im Original von den Mississippi Sheiks") oder Tampa Reds Uncle Bud" singt, fühlt man sich unweigerlich an die großen Augenblicke der schwarzen Blues-Musik der 20er und 40er Jahre erinnert. Und wundert sich, dass so etwas so stilvollendet heute noch geht.
Krause kann das locker, dabei sehr gelassen zwischen Jug Music, Ragtime, Delta- und Urban Blues pendelnd. Und macht seine Sache in jedem Augenblick richtig gut. Etwa dann, wenn ein scheinbar ausgetretener Pfad wie Skip James` Hard Time Killing Floor" von Krause so überzeugend, pur und black" im Delta-Stil vorgetragen wird, dass man sich beinahe auf einer CD des hoch geschätzten Corey Harris zu befinden glaubt.
Der würde jedenfalls applaudieren und mit Krause sicher gerne gemeinsam musizieren. 16 Titel beschert uns dieses großartige Album, darunter 8 von Krause selbst verfasste Songs, die neben Nummern von Charly Patton, Skip James, Big Bill Broonzy oder Rev. Blind Gary Davis bestens bestehen.