Das "Greatest Hits" Album von Tom Petty & the heartbreakers enthält alle relevanten wirklich großen Hits seit dem Debüt 1976 bis zum Über-Album "Into the great wide open" aus 1991, der ersten 15 Jahre also, und erschien als dessen Follow-up im November 1993. Obwohl Tom Petty von Anfang an ein typischer Album-Künstler war, ist man als Gelegenheits-Hörer beim ersten Durchlauf der "Greatest Hits" sehr überrascht, wie viele Songs Petty auswarf, die inzwischen allgemeines Liedgut geworden sind, die sprichwörtlich jeder kennt und mitsingen kann. Das Album taugt auch heute noch absolut als perfekter Einstieg ins Tom Petty Universum. Bei mir war es jedenfalls so und es dauerte nicht lang, bis ich mir nach und nach den gesamten Katalog seiner Alben ins Haus holte.
Dort entfaltet sich dann der wahre Künstler, der weit mehr abliefern kann, als große Airplay-Hits. Neben den 17 großen Hits in chronologischer Folge, wird das Album abschließend ergänzt mit den zwei exklusiv (damals, also 1993) neuen Songs "Mary Jane's last dance" und "Something in the air" (Thunderclap-Newman Cover), beide großartig. Somit ist diese "Greatest Hits" auch für jeden zu empfehlen, der alle regulären Alben der frühen Tom Petty Jahre im Schrank hat. Inzwischen sind zwar weitere 18 Jahre vergangen, dennoch kann man diese "Greatest Hits" heute noch so gelten lassen, zumindest für den Hörer, der nur die allergrößten Hits sein Eigen nennen möchte. Auch nach diesem Album war und ist Tom Petty (mal mit, mal ohne Heartbreakers) äußerst produktiv und erfolgreich. Seine Alben gehören bis heute zum musikalisch hochwertigsten was aus Amerika über den Atlantik schwappt. Einzelne Songs aber die zum alleinstehenden großen Hit wurden, vergleichbar mit den allesamt hier vertretenen "Learnig to fly", "American girl", "I wont back down", "Even the loosers" oder "Into the great wide open" etc., gab es seit Mitte der neunziger Jahre kaum noch.
Was keine Schande ist, er ist, wie oben erwähnt, ein großartiger Album-Künstler, der inzwischen längst vollkommen Hit unabhängig ist, wie Bruce Springsteen, Bob Dylan oder Neil Young auch. Ein "Greatest Hits 2" würde daher, so es 1994 ansetzen würde, kaum sinnvoll sein.