Selbst wenn man diese Gruppe nicht kennt, beim Durchhören wird bei manchem ein Aha Effekt auftreten, da man viele der
Songs im Laufe der Jahre schon mal gehört hat.
In den 70ern gehörten sie mit ihrem sogenannten Philysound zu den Top Gruppen.
Damals als Fan (bis heute) von Steve Wonder, Temptations, Chaka Khan und anderen der schwarzen Musik, habe ich ihren Stil und ihre Texte als sehr banal empfunden. Auch deswegen, weil sie so wie vorher genannte keine sozialkritischen Aspekte mit einzubringen hatten.
Heute mit fast fünfzig und der Erkenntnis, das man als Hörer fast nur noch Einheitsbrei ohne großen Wiedererkennungs-
wert um die Ohren geschlagen bekommt sehe ich das ganz anders.
Die Musik der Stylistics beweist, das auch seichter Popsoul absolut perfekt sein konnte , da damals Musik in allen
Stilrichtungen mit Liebe und Perfektion produziert wurde mit hohem Wiedererkennungswert.
Dieses Album schenkt mir beim Hören einfach ein Stündchen Gefühle von Beschwingtheit bis leichter Melancholie, mit schönen ins Ohr gehenden Melodien.
Für das Anliegen, das sie mit ihrer Musik hatten, Menschen auf seichte und beschwingte Art zu unterhalten, haben sie
ihr Ziel damals in Perfektion erreicht.
In ihnen allerdings die Klassiker der schwarzen Musik zu sehen wäre eine Überschätzung.