Auf "Greatest Hits" finden sich, chronologisch sortiert, 18 der größten Klassiker von The Band: je vier von "Music from Big Pink" und "The Band", je 3 von "Stage Fright" und "Northern Lights-Southern Cross", 2 von "Cahoots" und je einen von "Moondog Matinee" und dem Abschiedsalbum "Islands" - alle sieben Studioalben von 1968-1977 sind hier würdig vertreten. (Von "Moondog Matinee" wird mich zwar immer das gespenstische Mystery Train am meisten faszinieren, aber die Single-Auskopplung Ain't got no Home war wohl kommerzieller.)
Schade, dass bei 77 Minuten Laufzeit von den beiden Live-Alben "Rock of Ages" und "The Last Waltz" nichts mehr drauf passte, aber wer Fan von The Band wird, wird die früher oder später eh auch noch kennen- und lieben lernen.
"Greatest Hits" stellt im Grunde eine konzentrierte Zusammenfassung der The Band-Anthology "To Kingdom Come" (1989) dar, und Rob Bowmans dortiger kompetenter Begleittext (er schrieb klasse Liner Notes für sämtliche The Band-Remasters) wurde passenderweise für das Booklet dieser CD leicht modifiziert und aktualisiert übernommen.
"Greatest Hits" ist der beste, weil kompakteste und konsequenteste Einzel-CD-Sampler von The Band in ihrer klassischen Besetzung mit Robbie Robertson, Levon Helm, Garth Hudson, Rick Danko und Richard Manuel, und das alles im gelungenen Mastering der Remasters von The Band, die 2000 längst überfällig waren. (Die drei CDs, die sie ohne Robbie Robertson zwischen 1993 und 1998 als The Band raus brachten, sind ein ganz anderes und weniger gelungenes Kapitel.) Sehr gut geeignet, um The Band kennen zu lernen, oder einfach, um sich in konzentrierter Form daran zu erinnern, wie vielseitig, inspiriert und phantastisch aufeinander eingespielt The Band musizierten.