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Drei Jahre nach seinem letzten Album
Higher Than The Funk begeistert der Musiker und DJ, der inzwischen seinen Wohnsitz von Frankfurt nach Tel Aviv verlegt hat, mit 13 wunderbar entspannt pulsierenden Songs. Shantel verbindet in Tracks wie "Backwood" und "Inside" auf einzigartige Weise den Klang von akustischen Instrumenten (Geigen, Gitarren, Posaunen) mit hypnotischen elektronischen Beats und Grooves. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht überzeugend. Vor allem in Stücken wie "Crystal" und der samtweichen Ballade "Believe" entführt er den Hörer in magische Soundlandschaften, geprägt von relaxt dahingleitenden Harmonien, verführerischen Melodien und schwerelosen Rhythmen.
Mit Greatdelay, das seinen Titel nicht zuletzt dem unüberhörbaren Dauereinsatz des Delay-Effekts an seinem Mischpult verdankt, stößt Shantel in eine neue musikalische Dimension vor. Gekonnt gelingt es ihm in Tracks wie "Whatever", die Leichtigkeit von House mit den hypnotischen Qualitäten des Dub zu verbinden. Und wenn dann wie bei "View" auch noch ein Streicher-Ensemble mit ins Geschehen eingreift, verabschiedet er sich endgültig von den einengenden Fesseln der herkömmlichen Clubmusik. --Norbert Schiegl
Rezension
Stefan Hantel alias DJ Shantel schraubte die beats per minute zunächst im eigenen Club, später auch auf seinen Platten schon konsequent zurück, als in Frankfurt noch der Techno tobte. Er setzte auf mehr Sinnlichkeit und faszinierte mit seinem Downtempo-Mix aus Dub, Bossa, Breakbeat, Balkan, Orient, House, New Electronica, TripHop, Funk und NuJazz nicht nur die hiesige Danceszene. Inspiriert von seinem Zweitwohnsitz Tel Aviv ist es Shantel auf "greatdelay" gelungen, all seine unterschiedlichen musikalischen Vorlieben wie mediterrane Stimmungen, Zigeunermusik vom Balkan, Soundtracks à la Michael Nyman oder gar Debussy zu einem organischen Ganzen zu verschmelzen. So klingt keine typische DJ-Musik. Schöne Songs eines erklärten Nicht-Musikers - nicht nur für Clubs und Lounges.
& copy ; HIFI-Test - Detlef Kinsler -- HIFI Test (03/01)