Bei dem Lied von der Erde handelt es sich um einen Orchester-Liedzyklus aus der letzten Schaffensphase Mahlers. Es herrscht eine Stimmung von Wehmut und Abschied vor. Der Orchesterpart ist so unglaublich gut auskomponiert, dass dieses Stück gelegentlich als Mahlers letzte Sinfonie bezeichnet wird.
Es gibt zwei Aufnahmen, die immer wieder empfohlen werden: Wegen des Dirigenten und der Sängerin die Aufnahme von Ferrier unter Walter (der Mahler noch kennengelernt hatte und daher einen gewissen Authentizitätsnimbus hat). Und wegen des Tenors diese Aufnahme von Wunderlich unter Klemperer. Alle mir bekannten späteren Aufnahmen enttäuschen, wenn man diese beiden kennt.
Ich höre die Aufnahme mit Wunderlich tausendmal lieber. Der Ton ist um Welten besser. Die Leistungen von Ludwig als Sopran und dem Orchester unter Klemperer sind ausgezeichnet und lassen keine Wünsche offen. Und was Wunderlich leistet, ist bis heute unerreicht. Hinsichtlich des Ausdrucks, des Timbres, der Intensität, der Einfühlung in den Text, der Färbung ist Besseres schlicht nicht vorstellbar.