Diese CD bietet ganz große Unterhaltung. Wenn die Scheibe erst einmal eingelegt ist und die ersten Töne aus den Lautsprechern kommen, dann ist man hineingenommen in eine erlebnisreiche Reise. Man kann die gesamte CD von vorn bis hinten laufen lassen und wird die ganze Zeit begeistert sein, welch eine Vielfalt und künstlerische Qualität hier geboten wird. Die Valente gibt, wie eigentlich immer, jedem Lied eine ganz persönliche Note. Die perfekten Arrangements mit großem Orchester erzeugen eine beeindruckende Klangkulisse. So erlebt man ergreifende, tragische, romantische, intime und euphorische Momente entlang der musikalischen Reise. Die CD ist also definitiv nichts zum Nebenbei hören, nein, man sollte sich Zeit zum intensiven hören nehmen.
Besonders erfreulich ist, das Vocalion hier wieder (wie bei der Valente-Serie üblich) zwei LPs zusammen auf einen Tonträger gebannt hat. Die erste LP "Great Continental Hits" von 1962 ist eine von Stanley Black arrangierte Reise quer durch Europa. Evergreens verschieder Länder werden präsentiert. So kommt man u.a. von Frankreich (mit dem melancholischen "Autumn Leaves") über Deutschland (mit dem Theo Mackeben-Klassiker "Bei dir war es immer so schön", hier in der englischen Version "Too Soon") und Italien (mit dem beschwingten "Volare") nach Skandinavien (dem mystischen "Värmlands Visa").
Der zweite Teil der CD entspricht der 1964er LP "Valente & Violins". Roland Shaw mit seinem Orchester bettet Caterina Valentes Gesangskunst in eine grandiose Streicherkulisse. Viele bekannte Balladen des American Songbook werden in ausdrucksstarker Weise interpretiert.
Diese CD wird nicht nur Valente-Fans gefallen, sie ist ein Zeitdokument für künstlerische Spitzenklasse in Gesang und Orchestrierung.