Der "Lonely Planet" war mir eine große Hilfe, in vielen Punkten aber auch eine Enttäuschung.
So waren folgende Angaben gar nicht oder zu selten vorhanden:
- Campingplätze
- Internetcafes
- Bibliotheken (für gratis Internet)
- Interrail
- Karte der Zugverbindungen
- "Scenic Routes" (besonders schöne Reisestrecken) für Züge
Zudem waren die Preise nicht durchgehend exakt angegeben, statt dessen wurden diese durch ein, zwei oder drei Pfundzeichen
in Preisniveaus eingeteilt, was natürlich einen weiten Spekulationsrahmen läßt und daher ungünstig für alle "Sparfüchse" ist, die billigst Reisen möchten.
Der Lonely Planet gilt eigentlich als "Backpackerbibel", daher hätte ich mir mehr Infos zum autofreien Reisen erwartet und gewünscht, statt dessen wurde die Möglichkeit des Interrail-Tickets (die gibts auch für Teilregionen Europas) bei den Zugtickets nicht einmal erwähnt.
Das Nordirland fehlt, ist m. E. in Ordnung, da Reisende mit diesem Ziel regulär mehr als nur den Norden sehen möchten und es dafür einen eigenen Reiseführer gibt.
Ansonsten bietet der Lonely Planet hier wieder eine Fülle an Informationen, Routenvorschläge, Übernachtungs- & Ausgehmöglichkeiten und natürlich werden alle Highlights aufgeführt. Einige Highlights werden in Farbbildern dargestellt, der Großteil des Buches ist in schwarz/weiß(/grau) und blau und eher kleiner Schrift gehalten und bietet so geballte Hilfe auf gut 1100 Seiten.
Fazit: Der Lonely Planet ist eine interessante und gute Hilfe. Die fehlenden Infos wecken aber Zweifel am eigenständigen ("Stand-Alone") Status des Reiseführers. Für Autoreisende ist er sicherlich empfehlenswert, ansonsten ist eine Reise nach Großbritannien vielleicht eine gute Gelegenheit, mal einen anderen Reiseführer auszuprobieren.