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The Great American Novel
 
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The Great American Novel [Gebundene Ausgabe]

Philip Roth , Werner Schmitz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 2 (21. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446199195
  • ISBN-13: 978-3446199194
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 790.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 08.09.2000
Nach Eberhard Falcke war die Übersetzung dieses Roman von 1973 ins Deutsche längst überfällig. Und so ist ihm das Vergnügen, das er bei der Lektüre empfunden hat, deutlich anzumerken. Mehrfach betont er das Groteske, ja Witzige der Geschichte, in der die Idee der Great American Novel mit ihren nationalen und identitätsstiftenden Elementen und Ansprüchen auf die Schippe genommen wird. Falcke weiß es dabei jedoch ausdrücklich zu schätzen, dass Roth sich hier nicht zu "aufgeblähtem Gegeneifer" herabgelassen hat und sieht die Stärken des Romans vor allem in dem "literarischen Schabernack", den der Autor hier betrieben hat. Eine wichtige Rolle spielt, wie Falcke feststellt, dabei die Bedeutung des Baseballs für die Amerikaner, ein Spiel, das für Roths Absichten eine ideale "Bühne" bietet. Zwar räumt Falcke ein, dass die komplizierten Regeln des Spiels und seine Mythen deutschen Lesern nicht ohne weiteres zu vermitteln sind, allerdings tue dies der Qualität des Buchs keinen Abbruch – auch wenn laut Klappentext das Buch gerade deswegen als kaum übersetzbar galt. Dem stimmt der Rezensent zwar weitestgehend zu. Die Übersetzung von Werner Schmitz lobt er jedoch dennoch als durchaus "einfallsreich (und) weltgewandt".

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Es war jedenfalls höchste Zeit, dass dieses komische Monstrum aus Philip Roths Romanwerkstatt mit all seinen grotesken Einfällen und bissigen Seitenhieben endlich ins Deutsche übersetzt wurde." Eberhard Falcke, Süddeutsche Zeitung, 08.09.00 "'The Great American Novel' ist unter den zahlreichen virtuosen und witzigen Romanen, die Philip Roth bislang geschrieben hat, vielleicht der witzigste und virtuoseste. Am Ende dieser 445 Seiten weiß der Leser zwar immer noch nicht, was ein 'Inning' oder ein 'Stolen Base' ist, aber er ist mit diesem eigentümlichen Sport versöhnt, fast beginnt er, ihn zu mögen. Denn nun weiß er, warum ein so durch und durch fades Spiel erfunden werden mußte: Ohne Baseball hätte dieses großartige Buch nicht geschrieben werden können." Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.00

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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wer schreibt den G.A.R., den Großen Amerikanischen Roman, oder: Wer *hat* ihn geschrieben? Melville? Faulkner? Twain? Hawthorne? Word "Smitty" Smith, Erzähler und Autor von "The Great American Novel", diskutiert diese Frage mit seinem Freund Ernest "Hem" Hemingway, während der abwechselnd Interesse daran hat, sie (also die Frage) zu klären, Segelfische zu fangen und Smittys "Pritsche" (Euphemismus für "Torte" - "Ich weiß, es klingt schlimmer als Torte, bedeutet aber letztendlich das gleiche."), auf den Zahn zu fühlen. "Papa" Hem prohezeit, daß Smith den G.A.R. schreiben wird, will aber eigentlich auch wieder nichts davon hören, rätselt, ob sein Stil kopiert wird oder er selbst ihn geklaut hat. Im Prolog erfahren wir alles über dieses Gespräch, auch vieles darüber, warum "Moby Dick", "Schall und Wahn", "Huckleberry Finn" oder "Der scharlachrote Buchstabe" *nicht* den G.A.R. repräsentieren, und ganz nebenbei auch noch, daß es sich in all diesen Büchern *eigentlich* um Baseball dreht. Am Ende des Prologs werden dem siebenundachtzigjährigen Word "Smitty" Smith vom Arzt die Alliterationen verboten, weil sie ihn zu sehr aufregen. Ihm! Dem König der Alliterationen! Alliterierend liegt er daraufhin vier Tage im Halbkoma. Anschließend schreibt er das Buch.

Word Smith war der Sportreporter, der den Niedergang der "Patriot League" hautnah miterlebt hat, der die Tri-City Tycoons, die Terra Incognita Rustlers, die Asylum Keepers, die Aceldama Butchers und, allen voran, oder genaugenommen: allen hintennach, die Ruppert Mundys jahrelang beobachtet hat, bis im Jahr 1944 der Verfall und die Zerstörung der Patriot League nicht mehr aufzuhalten waren. Der für die legendären Spieler Luke Gofannon und Gil Gamesh die ihnen zustehenden Plätze in der Hall of Fame einforderte. Aber Amerika hat die Patriot League aus seiner Geschichte gestrichen, dieses unrühmliche, peinliche Kapitel im Buch über eines der, wenn nicht *des* Sakramentes US- amerikanischer Kultur: Des Baseballs.

Was Roth in dieser fiktiven, sprachgewaltigen Chronologie vermittelt, haut dem Pitcher die Schneidezähne aus dem Oberkiefer. Im Jahr 1943, in der vorletzten Saison, bestehen die Port Ruppert Mundys, ihres Stadions vorgeblich aus Kriegsgründen beraubt und als einziges Team nur mit Auswärtsspielen beglückt, aus Spielern, die entweder uralt, taub, halbblind, paranoid, einarmig, holzbeinig, zwergenwüchsig, vierzehnjährig oder schlafkrank sind. Die peinlichste Mannschaft der dritten der Major Leagues fristet ihr Dasein am Ende der Tabelle, selbst im heimischen Port Ruppert weiß kaum jemand mehr, daß es das Team überhaupt noch gibt. Spiele gegen Irrenhausmannschaften werden zum unverhofften Triumph, dramatische, skurrile, bizarre, obszöne, wilde Szenen ereignen sich auf dem Spielfeld, ein wahres Füllhorn an obskuren, aber absolut glaubhaft, faszinierend erzählten Geschichten ergießt sich über den Leser, der atemanhaltend erfährt, wie Nickname Damur beim Rennen um das Outfield herum zwar die Tochter des Teaminhabers Frank Mazuma (auf dem Pferd) schlägt, ihr aber eine Lähmung von der Hüfte an abwärts verpaßt, wie der legendäre Gil Gamesh einen Baseball auf den Kehlkopf von Schiedsrichter Mike "Das Mundwerk" Masterson abfeuert und dieser fortan mit Kreide und Tafel sein Recht fordert, wie Mundy-Supertalent Roland Agni vom zehnjährigen jüdischen Genie Wunderfrühstücksflocken bekommt und dieserart die Mundys zu elf Siegen in Folge verhilft - und vieles, vieles mehr.

Roth benutzt diese Erzählung um erfundene, aber absolut denkbare Ereignisse in der amerikanischen Sportgeschichte, um ihre Helden, Verlierer, Funktionäre, Gewinnler und Trittbrettfahrer, um kommunistische Unterwanderung, sportliche Moral, religiöse Verflechtungen und ethische Verachtung (das Kapitel über die ersten Zwerge in der PL ist einfach göttlich), um ein Amerika-Bild zu zeichnen, das amüsanter, direkter, schonungsloser und satirischer kaum sein könnte. Anspielungen auf zeitgeschichtliche, politische und soziale Tatsachen, reale Personen und fiktive Figuren, bildhafte Namen und wilde Assoziationen werden bunt, aber ordentlich gemischt, und ergeben einen großen amerikanischen Roman, der sich zwar vornehmlich mit Baseball zu befassen scheint, aber sehr direkt ein Amerika-Bild entwirft, das drastisch anschaulich wirkt. Überaus lesbar, genial geschrieben, brillant übersetzt, köstlich.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
The Great American Novel war mein vierter Roman von Philip Roth und mit keinem hatte ich zu Beginn so große Schwierigkeiten. Erst im dritten Anlauf habe ich mich dazu durchringen können weiter zu lesen. Zu fremd waren mir die Baseball-Motive und Fachausdrücke. Als ich den Roman dann jedoch fertig gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, dass ich hier wirklich, wenn nicht "den", dann doch zumindest einen großen amerikanischen Roman gelesen hatte. Für mich steht im Gesamtwerk Roth' vielleicht nur noch Der menschliche Makel ebenbürtig neben The Great American Novel alle anderen Romane (etwa 10) die ich kenne, können ihm nicht das Wasser reichen. Wer also den Versuch unternimmt, die kulturelle Hürde des hier nicht sonderlich populären Baseball zu überspringen, wird nicht enttäuscht werden. Das Buch lässt einen angenehm versört und entzückt zugleich zurück.
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