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Grayday
 
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Grayday [Gebundene Ausgabe]

Hari Kunzru , Benjamin Schwarz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 347 Seiten
  • Verlag: Blessing (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671960
  • ISBN-13: 978-3896671967
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.007.907 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Virus namens Liebe

Was kann Arjun Mehta für die Kurseinbrüche seines Arbeitgebers an der Börse? Rein gar nichts. Dennoch ist der junge Einwanderer seinen Job als Software- Experte in den USA schon nach einem Jahr wieder los. In seiner Verzweiflung legt Arjun das Datennetz seiner Firma mit einem Virus lahm, das sich schnell fortpflanzt und weltweit Informationssysteme kollabieren lässt. Karriereträume zerplatzen wie Seifenblasen, und aus Erfolgstypen werden plötzlich Außenseiter. Der neue Kunzru - ein rasanter Plot, eine atemberaubende Liebesgeschichte und eine geistreiche Satire auf unseren Lebensstil.

»Grayday« - so taufen die Journalisten diesen Zusammenbruch der Datennetze, der auf der ganzen Welt zu Stromausfällen und haarsträubenden Verwechslungen führt. Einer der Betroffenen ist Guy Swift, ein Shooting-Star der Marketing-Szene in London. Ausgerechnet jetzt, da seine junge Agentur expandieren will, macht das »Leela01« genannte Computer-Virus jede Power-Point-Präsentation zur Farce. Der alerte »Entrepreneur des Jahres« gerät ernsthaft in Schwierigkeiten. Auch seine Freundin, die kapriziöse Gabriella Cora, entgleitet ihm mehr und mehr. Sie arbeitet in der Filmindustrie und leitet die Pressekampagne, die dem neuen indischen Filmstar Leela Zahir in Europa zum Durchbruch verhelfen soll. Doch die Journalisten interessieren sich herzlich wenig für Leelas neuen Film. Sie haben nur eine Frage: Ist es denn Zufall, dass das Virus, das überall Chaos stiftet, ausgerechnet an ein Bild der tanzenden Schauspielerin geknüpft ist? Arjun Mehta aber, der junge Inder, der das Virus in die Datenbahnen geschleust hat, wird zum meist gesuchten Verbrecher seiner Zeit erklärt und ist zur ewigen Flucht verdammt. Bald treten auch Leela Zahir, Guy Swift und Gabriella Caro auf je verschiedene Weise den Rückzug aus einer Gesellschaft an, die im Zuge der Viren-Hysterie eine Spur zu unerbittlich geworden ist. Mit diesem spannenden und geistreichen Roman hält Hari Kunzru der modernen Kommunikationsgesellschaft frech den Spiegel vor.

Klappentext

"Ein intelligent und mit viel Sachverstand geschriebener Roman, gelungene ambitionierte Unterhaltung, noch unwiderstehlicher als Kunzrus Erstling."
The Guardian (Amit Chaudhuri)

"Scheinbar mühelos und mit viel Witz führt Kunzru vor, wie gespenstisch futuristisch unsere Gegenwart schon ist. Ähnlich, aber besser als der frühe Martin Amis verbindet Kunzru Komik und Satire mit einer eleganten stilvollen Prosa und erweist sich als großer Erzähler."
Telegraph Saturday

"Eine federleichte und unterhaltsame Lektüre, nach der Sie es sich zweimal überlegen werden, noch mal einen E-Mail-Anhang zu öffnen."
Book Review, London


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Grayday - ein Roman über vier Personen, deren Schicksale auf fatale Weise mit einem Computervirus verbunden sind. Da ist Arjun, der indische IT-Experte. Wie viele Andere wurde er durch fadenscheinige Versprechungen in die USA, in das "gelobte Land" gelockt. Und es gibt Guy, den überheblichen Senkrechtstarter der New Economy, der seine Liebe zu seiner öffentlichkeitssüchtigen Freundin Gaby nur durch materielle Dinge zeigen kann. Die vierte Person im Bunde der Unglücklichen ist die Bollywood-Prinzessin Leela, deren Name herhalten muss für die Apokalypse der Neuzeit, den Totalausfall aller Computer weltweit.

Grayday ist ein richtiger 21. Jahrhundert-Roman. Es gibt hier alles, was es in der heutigen Zeit auch gibt. Verkannte Genies, Geschäftsmänner, die ausser viel Getöße nichts vorzuweisen haben, von allen verehrte Stars, die sich nach nichts mehr sehnen als nach Normalität und kamerageile Luder, die sich immer an den Mann im größten Blitzlichtgewitter hängen. Dabei wird schön gezeigt, wie labil die schöne, neue Welt doch ist. Statt näher zusammen bringt uns das Internet weiter auseinander. Statt weltweiter Kommunikation gibt es weltweite Einsamkeit. Und das alles nur durch einen einzigen Computervirus.

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Der Stil ist schön, aber nicht verschnörkelt und der technische Hintergrund ist gut recherchiert. Lediglich die ab und zu eingestreuten indischen Wörter fand ich anfangs etwas irritierend. Trotzdem ist Grayday wirklich jedem zu empfehlen, der sich auch nur ein bischen für Bücher aus der heutigen Zeit interessiert; Also 5 Sterne.

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Hari Kunzru: grayday 25. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Virus, dass analoge wie digitale Welt befällt und sie in einem Chaos an Gefühlen, Matrizen aber auch Möglichkeiten zurücklassen. Hari Kunzru verschafft dem Leser mit "grayday" einen lehrreichen, unterhaltsamen Einblick in mehrere Gesellschaftsschichten.

Der junge Software-Experte Arjun Mehta versucht verzweifelt, an seinem Lebenstraum in den USA festzuhalten, doch ihm droht in Folge seiner Kündigung die Rückkehr nach Indien. Als er ein Virus ins Netz speist, welches er in der Rolle des strahlenden Ritters vor seinen Abteilungsleitern bekämpfen will, gerät die Welt, wie die Menschheit sie kennt, aus den Fugen.

Der Grundtenor des Romans ist ebenso geteilt wie die Handlungsstränge und Motive der Charaktere. Einserseits durchleuchtet Kunzru das verzweifelte Gefangensein eines Emigranten zwischen den Stuhlbeinen einer kapitalorientieren, werteverachtenden Gesellschaft, andererseits blitzt zwischen den Zeilen Spott und Hohn über sklavische Tradition und dogmatischen Gehorsam auf. Ein Virus hat die Fähigkeit, die Daten des infizierten Rechners durcheinander zu bringen. Auch das Leben der vier Protagonisten wird am Ende des Romans auf dem Kopf gestellt sein.

Neben der ausführlichen Beschreibung verschiedener Gesellschaftstrukturen in ihren Höhen und Tiefen besticht "grayday" mit einprägsamen Methaphern. Der Leser wird zu Beginn der Handlung vertraulich in der Du-Perspektive angeredet und fühlt sich sofort von den Ereignissen betroffen.

Eine Schwäche des Romans ist das langatmige Aufrollen der Handlungsstränge, die bis auf den Virenbefall und dessen Folgen keine Berührungspunkte besitzen. Warum wurde die Geschichte des Geschäftsmannes Guy Swift und die seiner Freundin erzählt? Warum diese und nicht das Schicksal der Bürokauffrau in der Firma gegenüber? Obwohl die Handlungen logisch aufgerollt werden, fehlt ihnen der zwingende Funken Notwendigkeit, der die Stränge zu einem Gesamtwerk verbindet. Das Ende enttäuscht in seiner Schlichtheit. Mit schwarz-weißen Fakten und ungeklärten Grauzonen wirkt es zu konstruiert, um die digitale Pandemie würdig abschließen zu können.
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Eine gute Mischung! 6. Juni 2010
Von Evy Heart
Format:Gebundene Ausgabe
Rauschen. Das ist alles, was am Ende übrig bleibt. Im Buch und im Kopf des Lesers.

Geschildert werden die Lebensgeschichten vierer Charaktere, die durch den Grayday erst im Rauschen untergehen und dann verwandelt wieder auftauchen.

Arjun Metha, hoffnungsvolles, aber nicht so erfolgreiches Informatik-Genie, wird von einer Zeitarbeitsfirma in die USA gelockt und landet schließlich bei der Anti-Viren-Firma Virugenix. Mehr schlecht als recht bewältigt er seinen Arbeitsalltag und den Kulturschock. Als er erfährt, dass er entlassen werden soll, entwickelt er einen Computervirus, der seinen Arbeitsplatz retten soll.

Guy Swift, überarbeiteter Chef der Marketingfirma Tomorrow, versucht seine Firma vor dem Ruin zu retten und seine Freundin Gabriella an sich zu binden. Gaby, vom scheinheiligen Jet-Set-Leben angewidert und immer auf der Flucht davor, arbeitet für eine PR-Firma und soll die Presse über die Dreharbeiten zu Leela Zahirs Film lenken.

Leela ist der von ihrer Mutter zum Ruhm getriebene Filmstar und Gabys Parallelfigur; genau wie sie möchte sie ausbrechen und unverhoffter Wiese ermöglicht ihr der Virus' Arjuns dies.

Denn als Leela01 - 09 die ganze Welt lahm legt, geraten die drei in einen Strudel aus Informationen, Daten und Chaos, in dem Arjun flieht, Guy nach einer Verwechslung als Einsiedler lebt, Gaby sich umbringt und Leela untertaucht.

Der Autor schafft es dabei, verschiedene Genres zusammenzubringen, ohne eines überzustrapazieren: die unterschiedlichen Kulturen in Indien und Amerika, Kritik an der Welt der Reichen & Schönen, die Utopie der totalen Technisierung. Manchmal gerät er dabei in sehr abstrakte Gedankengebilde, doch die Grundbotschaft ist so eindringlich, dass man sie auch so versteht. Während man in anderen Büchern versucht, die Textfragmente zusammenzusetzen und am Ende ratlos dasteht, fühlt man sich nach diesem Buch zwar wirr, aber klar und deutlich: traurig.

Bei den indischen Wörtern hat mich persönlich nicht ihre Existenz gestört, sondern die kursive Formatierung, die mich schon sehr rausgerissen hat; eine Fußnote wäre besser gewesen, gerade weil sich viele Begriffe aus dem Zusammenhang erklären.

Alles in allem: klein, aber krass.
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