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Grayday [Gebundene Ausgabe]

Hari Kunzru , Benjamin Schwarz
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1. Februar 2005
Ein Virus namens Liebe Arjun Mehta aber, der junge Inder, der das Virus in die Datenbahnen geschleust hat, wird zum meist gesuchten Verbrecher seiner Zeit erklärt und ist zur ewigen Flucht verdammt. Bald treten auch Leela Zahir, Guy Swift und Gabriella Caro auf je verschiedene Weise den Rückzug aus einer Gesellschaft an, die im Zuge der Viren-Hysterie eine Spur zu unerbittlich geworden ist. Mit diesem spannenden und geistreichen Roman hält Hari Kunzru der modernen Kommunikationsgesellschaft frech den Spiegel vor. "Ein intelligent und mit viel Sachverstand geschriebener Roman, gelungene ambitionierte Unterhaltung, noch unwiderstehlicher als Kunzrus Erstling." The Guardian (Amit Chaudhuri) "Scheinbar mühelos und mit viel Witz führt Kunzru vor, wie gespenstisch futuristisch unsere Gegenwart schon ist. Ähnlich, aber besser als der frühe Martin Amis verbindet Kunzru Komik und Satire mit einer eleganten stilvollen Prosa und erweist sich als großer Erzähler." Telegraph Saturday "Eine federleichte und unterhaltsame Lektüre, nach der Sie es sich zweimal überlegen werden, noch mal einen E-Mail-Anhang zu öffnen." Book Review, London

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Blessing, Karl (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671960
  • ISBN-13: 978-3896671967
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.714.187 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

"Ein intelligent und mit viel Sachverstand geschriebener Roman, gelungene ambitionierte Unterhaltung, noch unwiderstehlicher als Kunzrus Erstling."
The Guardian (Amit Chaudhuri)

"Scheinbar mühelos und mit viel Witz führt Kunzru vor, wie gespenstisch futuristisch unsere Gegenwart schon ist. Ähnlich, aber besser als der frühe Martin Amis verbindet Kunzru Komik und Satire mit einer eleganten stilvollen Prosa und erweist sich als großer Erzähler."
Telegraph Saturday

"Eine federleichte und unterhaltsame Lektüre, nach der Sie es sich zweimal überlegen werden, noch mal einen E-Mail-Anhang zu öffnen."
Book Review, London

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hari Kunzru wurde 1969 als Sohn einer Engländerin und eines Inders geboren. Er lebt in London und schreibt für zahlreiche Zeitungen und Magazine wie "The Economist", "The Guardian", "London Review of Books". Für seinen international gefeierten Debütroman "Die Farben der Welt" erhielt er den Somerset Maugham Award und eine Platzierung auf der renommierten Granta's List für Schriftsteller unter 40.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brilliantes Geselschaftsportrait 3. August 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Grayday - ein Roman über vier Personen, deren Schicksale auf fatale Weise mit einem Computervirus verbunden sind. Da ist Arjun, der indische IT-Experte. Wie viele Andere wurde er durch fadenscheinige Versprechungen in die USA, in das "gelobte Land" gelockt. Und es gibt Guy, den überheblichen Senkrechtstarter der New Economy, der seine Liebe zu seiner öffentlichkeitssüchtigen Freundin Gaby nur durch materielle Dinge zeigen kann. Die vierte Person im Bunde der Unglücklichen ist die Bollywood-Prinzessin Leela, deren Name herhalten muss für die Apokalypse der Neuzeit, den Totalausfall aller Computer weltweit.
Grayday ist ein richtiger 21. Jahrhundert-Roman. Es gibt hier alles, was es in der heutigen Zeit auch gibt. Verkannte Genies, Geschäftsmänner, die ausser viel Getöße nichts vorzuweisen haben, von allen verehrte Stars, die sich nach nichts mehr sehnen als nach Normalität und kamerageile Luder, die sich immer an den Mann im größten Blitzlichtgewitter hängen. Dabei wird schön gezeigt, wie labil die schöne, neue Welt doch ist. Statt näher zusammen bringt uns das Internet weiter auseinander. Statt weltweiter Kommunikation gibt es weltweite Einsamkeit. Und das alles nur durch einen einzigen Computervirus.
Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Der Stil ist schön, aber nicht verschnörkelt und der technische Hintergrund ist gut recherchiert. Lediglich die ab und zu eingestreuten indischen Wörter fand ich anfangs etwas irritierend. Trotzdem ist Grayday wirklich jedem zu empfehlen, der sich auch nur ein bischen für Bücher aus der heutigen Zeit interessiert; Also 5 Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll! 12. Juli 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Moderner Roman über einen verträumten indischen IT-Experten, der einen Job im "gelobten Land", Amerika ergattert hat. Alle sind happy, nur, dass es dort ganz anders ist, als erwartet. Als sich für Arjun Metha nach einem Jahr endlich doch einzuleben scheint, soll seine Stelle gestrichen werden, d.h. er muss zurück nach Indien. Das geht auf gar keinen Fall. Arjun Methas Rache löst eine globale Katastrophe aus und verändert das Leben von einigen Menschen, z.B. das eines smarten Marketingmenschen und das von Leela, einer bewunderten Bollywood Schauspielerin. Hari Kunzru beobachtet gut und erzählt fantastisch. Ein sehr spannender, gut geschriebener Roman. Witzig und geistig. Mit einem Wort: toll!
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4.0 von 5 Sternen Hari Kunzru: grayday 25. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Virus, dass analoge wie digitale Welt befällt und sie in einem Chaos an Gefühlen, Matrizen aber auch Möglichkeiten zurücklassen. Hari Kunzru verschafft dem Leser mit "grayday" einen lehrreichen, unterhaltsamen Einblick in mehrere Gesellschaftsschichten.

Der junge Software-Experte Arjun Mehta versucht verzweifelt, an seinem Lebenstraum in den USA festzuhalten, doch ihm droht in Folge seiner Kündigung die Rückkehr nach Indien. Als er ein Virus ins Netz speist, welches er in der Rolle des strahlenden Ritters vor seinen Abteilungsleitern bekämpfen will, gerät die Welt, wie die Menschheit sie kennt, aus den Fugen.

Der Grundtenor des Romans ist ebenso geteilt wie die Handlungsstränge und Motive der Charaktere. Einserseits durchleuchtet Kunzru das verzweifelte Gefangensein eines Emigranten zwischen den Stuhlbeinen einer kapitalorientieren, werteverachtenden Gesellschaft, andererseits blitzt zwischen den Zeilen Spott und Hohn über sklavische Tradition und dogmatischen Gehorsam auf. Ein Virus hat die Fähigkeit, die Daten des infizierten Rechners durcheinander zu bringen. Auch das Leben der vier Protagonisten wird am Ende des Romans auf dem Kopf gestellt sein.

Neben der ausführlichen Beschreibung verschiedener Gesellschaftstrukturen in ihren Höhen und Tiefen besticht "grayday" mit einprägsamen Methaphern. Der Leser wird zu Beginn der Handlung vertraulich in der Du-Perspektive angeredet und fühlt sich sofort von den Ereignissen betroffen.

Eine Schwäche des Romans ist das langatmige Aufrollen der Handlungsstränge, die bis auf den Virenbefall und dessen Folgen keine Berührungspunkte besitzen.
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4.0 von 5 Sternen Eine gute Mischung! 6. Juni 2010
Von Evy Heart
Format:Gebundene Ausgabe
Rauschen. Das ist alles, was am Ende übrig bleibt. Im Buch und im Kopf des Lesers.

Geschildert werden die Lebensgeschichten vierer Charaktere, die durch den Grayday erst im Rauschen untergehen und dann verwandelt wieder auftauchen.

Arjun Metha, hoffnungsvolles, aber nicht so erfolgreiches Informatik-Genie, wird von einer Zeitarbeitsfirma in die USA gelockt und landet schließlich bei der Anti-Viren-Firma Virugenix. Mehr schlecht als recht bewältigt er seinen Arbeitsalltag und den Kulturschock. Als er erfährt, dass er entlassen werden soll, entwickelt er einen Computervirus, der seinen Arbeitsplatz retten soll.

Guy Swift, überarbeiteter Chef der Marketingfirma Tomorrow, versucht seine Firma vor dem Ruin zu retten und seine Freundin Gabriella an sich zu binden. Gaby, vom scheinheiligen Jet-Set-Leben angewidert und immer auf der Flucht davor, arbeitet für eine PR-Firma und soll die Presse über die Dreharbeiten zu Leela Zahirs Film lenken.

Leela ist der von ihrer Mutter zum Ruhm getriebene Filmstar und Gabys Parallelfigur; genau wie sie möchte sie ausbrechen und unverhoffter Wiese ermöglicht ihr der Virus' Arjuns dies.

Denn als Leela01 - 09 die ganze Welt lahm legt, geraten die drei in einen Strudel aus Informationen, Daten und Chaos, in dem Arjun flieht, Guy nach einer Verwechslung als Einsiedler lebt, Gaby sich umbringt und Leela untertaucht.

Der Autor schafft es dabei, verschiedene Genres zusammenzubringen, ohne eines überzustrapazieren: die unterschiedlichen Kulturen in Indien und Amerika, Kritik an der Welt der Reichen & Schönen, die Utopie der totalen Technisierung.
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