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Auf dem Grat zwischen Gruft und Gral: Das Mittelalter als Auslöser kultureller Konstruktionsprozesse [Illustriert] [Taschenbuch]

Martina Claus-Bachmann , Beate Forsbach , Essica Marks , Uwe U Pätzold , Ines Weinrich
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

Oktober 2007
Diese Publikation geht zurück auf eine Tagung der Interessengemeinschaft für dia- und synchrone Kulturforschung und digitale Vermittlung IGdsKdV an der Universität Bamberg im Mai 2007. Eine kleine Gruppe von KulturwissenschaftlerInnen und –pädagogInnen versucht hier durch interdisziplinäre Perspektivik die Mittelalterforschung zu bereichern. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht nicht die Absolutheit des historischen Authentizitätsanspruchs, sondern der kulturrelativierende Anspruch des gegenwärtigen Individuums auf Identitätsbastelei, sei es mit diachronen oder synchronen Grenzmarken mittelalterlicher Kultur. Die Beiträge öffnen den Blick nicht nur für synoptische Perspektiven im Zusammenhang mit dem europäischen Mittelalter, indem sie zeitgleiche Phänomene in Indonesien, der arabischen Welt und in jüdischen Ladino-Gemeinden analysieren, sondern fokussieren auch das, was als kommunikatives Gedächtnis bezeichnet wurde, nämlich die mnemotechnischen Strategien, die nicht dem archivierten schriftsprachlichen Bestand angehören. Diese reichen vom reanimierenden retrospektiven Initial über konstruktive Selbstorganisationsstrategien bis hin zu transspirituellen Techniken und werden hier vor allem im musikbezogenen Umgang mit mittelalterlichen Pattern exemplifiziert. Dieser weist alle Merkmale des synchronen Kulturkontaks auf, von Authentizismus und integrativer Selbstaufgabe bis hin zu allen Varianten von Hybridität, nur dass es hier um einen zeitlich zurückliegenden, also diachronen Grenzmarkenvorrat geht. Die Beiträge stammen von Beate Forsbach, Martina Claus-Bachmann, Essica Marks, Uwe U. Pätzold und Ines Weinrich. Gemäß des Anspruchs der IGdsKdV werden die Beiträge durch eine CD-ROM-Ergänzung für alle Sinne veranschaulicht. Prolog 7 1. Beate Forsbach Musikgeschichte im Projekt: Schülerorientierter Musikunterricht am Beispiel Mittelalter 13 2. Martina Claus-Bachmann Die Rekonstruktion der Vergangenheit als Strategie kultureller Verortung. Nicht-Authentisches im Authentischen bzw. Authentisches im Nicht-Authentischen in der gegenwärtigen musikbezogenen Wiederbelebung von Hildegard von Bingen 29 3. Essica Marks The Medieval Myth : Ladino songs in Israeli popular music 49 4. Uwe U. Pätzold König Siliwangis Botschaft klingt immer noch nach - Multidisziplinäre Betrachtungen zu Konstruktionen von Vergangenheit in West-Java und deren aktuellem Wirken in Musik und Kultur 65 5. Ines Weinrich Mittelalter und kulturelle Produktion. Eine arabische Perspektive auf Geschichte und Gegenwart am Beispiel des muwaššaÎ 79 Epilog: Eine Talkrunde mit Hildegard von Bingen, Padme Amidala und Machig Labdrön 103 Verzeichnis der AutorInnen 107

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 110 Seiten
  • Verlag: ulme-mini-verlag S. Fernando; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3980903869
  • ISBN-13: 978-3980903868
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.494.633 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Beate Forsbach, Dr. phil., Jg. 1952, lebt mit der Berner Sennenhündin Senta auf der Ostseeinsel Fehmarn.
Als Autorin und Pädagogin geht es ihr darum, Menschen zu begeistern und zu ermutigen, ihre persönlichen Stärken zu entwickeln und das Beste aus ihrem Leben zu machen.
Als Life-Coach hilft sie Menschen, ihr Lebensziel zu finden und unterstützt sie dabei, ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen. Im Buch-Coaching berät sie Autoren beim Schreiben und Publizieren ihres Buches.
Sie bietet Seminare und Workshops auf Fehmarn sowie Webinare im Internet an.
Als Fotografin möchte sie den Blick auf die Schönheiten in unserem alltäglichen Leben lenken.
2011 gründete sie ihren eigenen Verlag "Edition Forsbach". Hier produziert sie Bücher über Fehmarn, Lebenskunst, Musik, Hunde, Schreiben, Veröffentlichen.


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5.0 von 5 Sternen Verlagsinfo 24. Oktober 2007
Format:Taschenbuch
Diese Publikation geht zurück auf eine Tagung der Interessengemeinschaft für dia- und synchrone Kulturforschung und digitale Vermittlung IGdsKdV an der Universität Bamberg im Mai 2007. Eine kleine Gruppe von KulturwissenschaftlerInnen und -pädagogInnen versucht hier durch interdisziplinäre Perspektivik die Mittelalterforschung zu bereichern. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht nicht die Absolutheit des historischen Authentizitätsanspruchs, sondern der kulturrelativierende Anspruch des gegenwärtigen Individuums auf Identitätsbastelei, sei es mit diachronen oder synchronen Grenzmarken mittelalterlicher Kultur. Die Beiträge öffnen den Blick nicht nur für synoptische Perspektiven im Zusammenhang mit dem europäischen Mittelalter, indem sie zeitgleiche Phänomene in Indonesien, der arabischen Welt und in jüdischen Ladino-Gemeinden analysieren, sondern fokussieren auch das, was als kommunikatives Gedächtnis bezeichnet wurde, nämlich die mnemotechnischen Strategien, die nicht dem archivierten schriftsprachlichen Bestand angehören. Diese reichen vom reanimierenden retrospektiven Initial über konstruktive Selbstorganisationsstrategien bis hin zu transspirituellen Techniken und werden hier vor allem im musikbezogenen Umgang mit mittelalterlichen Pattern exemplifiziert. Dieser weist alle Merkmale des synchronen Kulturkontaks auf, von Authentizismus und integrativer Selbstaufgabe bis hin zu allen Varianten von Hybridität, nur dass es hier um einen zeitlich zurückliegenden, also diachronen Grenzmarkenvorrat geht. Die Beiträge stammen von Beate Forsbach, Martina Claus-Bachmann, Essica Marks, Uwe U. Pätzold und Ines Weinrich. Gemäß des Anspruchs der IGdsKdV werden die Beiträge durch eine CD-ROM-Ergänzung für alle Sinne veranschaulicht.
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