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The Graphic Canon. Von Gilgamesch über Shakespeare bis Gefährliches Liebschaften: Band 1 Gebundene Ausgabe – 7. November 2013

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 504 Seiten
  • Verlag: Galiani-Berlin (7. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869710780
  • ISBN-13: 978-3869710785
  • Originaltitel: The Graphic Canon, Volume 1. From the Epic of Gilgamesh to Shakespeare to Dangerous Liaisons
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 4 x 28,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 380.835 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Volker M. HALL OF FAME REZENSENTTOP 10 REZENSENT am 20. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Das ist schon ein ziemlich ambitioniertes Unterfangen: 57 Werke der Weltliteratur als Graphic Novel. Vom babylonischen Gilgamesch-Epos bis zu den "Gefährlichen Liebschaften", einem raffinierten Gesellschaftsroman des ausgehenden Ancien Régime.

Der Ansatz zur Visualisierung von Weltliteratur ist so vielschichtig wie die Charaktere der beteiligten Künstler: Einige gehen eher summarisch an ihr Sujet heran, fassen die Geschichte in drei oder vier Zeichnungen zusammen, wobei auch hier schon tiefgreifende Unterschiede erkennbar werden: Von einer eher satirischen Rezeption von Shakespeares "Hamlet" über eine sehr inhaltliche Auseinandersetzung mit Voltaires "Candide" bis hin zur verspielten (wenn auch etwas lustlosen) Adaptation der "Gefährlichen Liebschaften". Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass für mich jede Umsetzung wirklich gelungen ist. Einige der über 50 Künstler nähern sich nur sehr oberflächlich ihrer Geschichte, andere dringen tief ein und verdichten sie sehr gekonnt und überzeugend. Am Besten sind diejenigen, die gar nicht erst versuchen, dicke Wälzer auf 10 Seiten zu kondensieren, sondern sich eine Schlüsselszene heraussuchen und die dann grafisch umsetzen. Gute Beispiele sind hier Gareth Hinds "Odyssee" oder "Beowulf". Weniger ist eben manchmal mehr.

Aber es gibt auch sehr unterhaltsame Novels, die tatsächlich die ganze Geschichte erzählen, wie Hunt Emersons comichafte Umsetzung von Dantes "Inferno" oder Ian Pollocks raffiniert in Aquarelltechnik inszenierter "König Lear". Das Stück gehört zweifellos zu meinen persönlichen Favoriten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Das Lesesofa am 15. November 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Meinung:
Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 habe ich ausschau nach außergewöhnlichen Büchern gehalten und am ersten Tag stach mir The Graphic Canon direckt ins Auge. Die
Weltliteratur als Graphic Novel, von über 50 Künstlern im facettenreichen Stiel gestaltet. Da schlug mein Künstler-, Philosiph- und Literaturherz dreifach so schnell und ich wurde nicht enttäuscht!
Schon beim Durchblättern war ich begeistert von den vielfältigen Stilen der Künstler. Von jedem ist etwas dabei und somit findet jeder Leser mindestens einen, der ihm/ihr gefällt, versprochen.
Eine große Schwierigkeit ist es, seitenlange Weltliteratur drastisch zu reduzieren, ohne ihre Bedeutung und Aussagekraft zu verlieren. Da werden Kenner eventuell mit den Zähnen knirschen, aber es ist eine Sammlung und für einen Crashkurs eignet es sich hervorragend! Zu Beginn werden die Autoren/innen vorgestellt, darauf folgen in unterschiedlichen Längen die künstlerischen Umsätzungen. Ob die jeweiligen Stile der Illustratoren/innen sich mit den Werken gut ergänzen, ist eine Geschmacksfrage, aber man sieht die Liebe und Leidenschaft in jedem Strich, ob mit Pinsel, Bleistift, Kohle usw. Darüber hinaus ist das eine gute Möglichkeit die unterschiedlichen Arten miteinander zu vergleiche (das habe ich ganz gerne gemacht ;) ). Ich glaube man merkt gerade, dass mein Künstler-Kind die Literatur ein wenig zur Seite geschoben hat.

Was kann man über die Werke sagen? Einpaar meiner Lieblingsstücke sind vertreten, aber ebenfalls, ob man sie gut umgesetzt hat, ist eine Geschmacksfrage. Mir hat es jedenfalls gefallen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von EM am 25. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Dem Galiani-Verlag gebührt Dank für dieses Großprojekt und es bleibt zu hoffen, dass alle drei Bände des amerikanischen Originals auch tatsächlich erscheinen. Ein wunderbares Schmankerl für Klassiker-Muffel, ein guter Überblick über das handwerkliche Können der unterschiedlichsten Stilisten dieses Genres. Kleines Manko: der Wälzer verströmt einen etwas ungesunden Geruch, von dem zu hoffen bleibt, dass er sich irgendwann verflüchtigt.
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5 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. Christian Hruschka am 2. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Der Cartoon ist das Medium für Jugendliche und junge Erwachsene. Während Opa seinen Shakespeare im Original gelesen hat - oder vielleicht nicht ganz unfreiwillig in der Schule lesen musste - liegt hier eine geniale, Schrift gewordene Idee auf dem Tisch. Klassiker der Weltliteratur - transferiert (man möchte sagen: endlich) - in die Literaturkultur der Jugend und junggebliebenen Erwachsenen von heute. Sonst ungelesene Werke können jetzt endlich Leserkreise erreichen und eine Verbreitung erreichen, die Ihnen sonst wohl versagt gebliebene wäre. Homer vermag plötzlich zu faszinieren, Schöpfungsmythen interessieren - was für ein Gegenpol zum schulisch-universitär verordneten, Leseaversion hervorrufenden wie Werke verleidenden Zwang, Klassiker lesen zu _müssen_. Eine gezeichnete literarische Offenbarung.

So die Idee. Zum einen ist sie nicht neu: Mir ist sehr gut erinnerlich Melville als Comic in den 70ern vor dem Original gelesen zu haben. Zum anderen stellt sich die Frage: Ist das in der Tat die Intention des Werkes?

Wer die nicht ganz geringe Investition für den "Canon" unter dieser Prämisse zu tätigen gedenkt könnte enttäuscht sein. Denn das Buch ist völlig ungeeignet über das Medium Comic Kinder und Jugendliche an Klassiker der Weltlitaratur heranzuführen. Sexuelles ergeht sich nicht in diskreten Anspielungen, weder zeichnerisch noch sprachlich. Gäbe es eine FSK-Freigabe für Bücher, so wäre das Ding "FSK 18" und damit für Kinder und Jugendliche ungeeignet; mithin die Intention diese Altersgruppe via Comic an Klassik heranzuführen egalisiert.
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