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Grand Tour: oder die Nacht der Großen Complication - Roman
 
 
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Grand Tour: oder die Nacht der Großen Complication - Roman [Taschenbuch]

Steffen Kopetzky
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 752 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442731089
  • ISBN-13: 978-3442731084
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.441 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Steffen Kopetzky
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für Angestellte der europäischen Schlafwagengesellschaft Compagnie International des Wagons-Lits gibt es per definitionem nur drei Zustände: Man ist unterwegs, man befindet sich auf einem kurzen Zwischenstopp -- Passage genannt -- oder man hat irgendwo Aufenthalt. Etwas anderes gibt es nicht. Selbst wenn sich jemand 40 Jahre lang aus seinem Dorf nicht hinausbewegt -- für die Schlafwagenschaffner ist das nicht mehr als ein langer Aufenthalt.

Der junge Leo Pardell war bislang eher ein Mensch der langen Aufenthalte, bis er im Frühjahr 1999 zu solch einem Schlafwagenschaffner wird. Eigentlich hatte er seinem Architektur-Studium mit einem Praktikum in Argentinien den letzten Schliff verleihen wollen, doch noch vor dem Abflug werden ihm Ticket, Geld und Gepäck gestohlen -- völlig abgebrannt und ohne Dach über dem Kopf verdingt er sich daraufhin als Aushilfsschlafwagenschaffner. Bei seinen von mehr oder minder kurzen Passagen und Aufenthalten unterbrochenen nächtlichen Reisen kreuz und quer durch Europa tut sich dem ahnungslosen Pardell eine völlig neue Welt auf, bevölkert von Trickbetrügern, Schmugglern, Beischlafdiebinnen und zahllosen anderen skurrilen Nachtgestalten. Sein neuer Job hindert ihn freilich nicht daran, seiner Mutter und seiner Angebeteten per gelegentlicher Anrufe vorzugaukeln, er wäre tatsächlich in Buenos Aires -- deshalb ist seine Armbanduhr auch auf argentinische Ortszeit eingestellt.

Eine Armbanduhr spielt auch die Hauptrolle im zweiten großen Handlungsstrang des Buches: Unter Sammlern geht das Gerücht, dass die mythische, für Liebhaber unschätzbar wertvolle Ziffer à Grande Complication 1924, die erste mechanische Uhr mit Jahrtausendanzeige, aufgetaucht sei -- sofort setzen sich der schwerreiche Friedrich Baron von Reichhausen und noch ein paar andere Gestalten in Bewegung, um die Uhr in ihren Besitz zu bringen oder zumindest dem einmaligen Moment beizuwohnen, in dem die Jahresanzeige am 31. Dezember 1999 auf das neue Jahrtausend umspringt. Auch hier beginnt eine wilde Jagd quer durch Europa, und die Wege der Uhrensammler und die der Schlafwagenschaffner kreuzen sich ein ums andere Mal.

Steffen Kopetzkys neuer, kiloschwerer Roman wartet mit einer barocken Fülle von Figuren und Handlungsfäden auf. "O nein, nicht noch einer!", ist man jedes Mal zu schimpfen versucht, wenn wieder eine neue Figur eingeführt wird -- 50 sind es locker. Doch binnen kurzem hat man jede einzelne von ihnen ins Herz geschlossen und freut sich über die zusätzliche Verkomplizierung des Geschehens, die sie mit sich bringt. Es ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, den Überblick zu bewahren, und viel Geduld muss man auch mitbringen -- doch wenn man sich der Herausforderung der -- nomen est omen! -- Grand Tour stellt, wird man mit einem ungewöhnlich packenden Leseerlebnis belohnt, das in einem furiosen Finale kulminiert. --Christoph Nettersheim -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 22.03.2002
Genügend Gründe, "Steffen Kopetzky für einen Scharlatan und Schlawiner unter den Jungschriftstellern zu halten", trug Rezensentin Kristina Maidt-Zinke im Hinterkopf, als sie sich mit dem Berliner Autor auf die 740-seitige "Grand Tour" begeben hat: Rechtschreibfehler, vormoderne Erzählmethoden, Kopetzkys Überheblichkeit, seinen neuen Roman vorab schon als "Hauptwerk" anzukündigen - mit einer langen Liste an Verstößen eröffnet Maidt-Zinke ihre Kritik, um anschließend zu erörtern, warum sie ihre Reise an Kopetzkys Seite, auf der Jagd nach dem weltweit einzigen Chronometer mit Jahrtausendanzeige mit Namen "Grande Complication", dennoch nicht bereut hat. So sei das Personal des Romans zwar unübersichtlich, demgegenüber jedoch "farbig, komisch und ausdrucksstark" Beeindruckt haben die Rezensentin auch die intertextuellen Anspielungen (Benjamin entdeckt sie zwischen den Zeilen) und die "Kenntnisse verschiedenster Provenienz", mit denen Kopetzky prunke. Schließlich sei es der "unerschrockene Fabuliereifer", der sie mit immer neuen Wendungen selbst über die Durststrecken der Lesestrecke getragen habe. Zum Ende kann es sich Maidt-Zinke nicht verkneifen, noch einmal zu mäkeln: Wenn der Klappentexter schon eine "barocke Fülle" ankündigt, hätte er doch gleich von "Rokoko" reden sollen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 23.03.2002
Nach einer lockeren Plauderei über den 31-jährigen Kopetzky, der momentan auch als Kolumnist in der "Leben"-Redaktion der "Zeit" von sich reden macht, widmet sich die Rezensentin Petra Kohse mit ganzer Aufmerksamkeit dem 740 Seiten umfassenden, äußerst komplex angelegten Roman um den jungen Leo Pardell, dem auf seinen nächtlichen Touren durch Europa als Aushilfs-Schlafwagenschaffner sonderbare Gestalten begegnen. Eine weitläufige, überbordende Handlung und ein hohes Maß an Authentizität zeichnen diesen Roman nach Ansicht der Rezensentin aus, ohne dass dies seinem Charakter als "gebauter und damit so künstlicher wie in sich stimmiger Entwurf von Wirklichkeit" widersprechen würde. Die "liebevolle Hingabe", mit der Kopetzky sein wunderliches Personal porträtiere, begeistert die Rezensentin ebenso wie seine "rhythmisch insistierende, sorgfältig ausgearbeitete und in ihrer liebevollen Genauigkeit immer ironiefähige Sprache". Kohse findet in "Grand Tour" nicht nur einen Abenteuer-, Liebes- und Kriminalroman, sondern auch eine "Kulturgeschichte der Eisenbahn und der Uhrmacherkunst sowie das Handbuch zur Sonnenfinsternis, zur Mafia oder zum Highlanderspiel". Alles in allem: ein "großartiger Roman".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Steffen Kopetzky hat einen fantastischen Kolportageroman geschrieben, der auch anspruchsvolle Leser in seinen Bann zieht. Der weltfremde, aber keineswegs dumme Architekturstudent Leo Pardell ist durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gezwungen, als Schlafwagenschaffner anzuheuern. Gleichzeitig macht sich der schwerreiche Baron von Reichhausen, ein fanatischer Uhrensammler, auch die Suche nach einem verschwundenen Meisterstück, der "Ziffer à grand Complication 1924", einer mechanischen Uhr, die sogar den Jahrtausendwechsel anzuzeigen vermag. Beide Handlungsstränge verwickeln sich durch ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Zufällen ineinander. Auf bewundernswerte Weise behält der Erzähler die Fäden in der Hand, ja, es gelingt ihm sogar, auf einer zweiten Ebene ein vergnügliches postmodernes Possenspiel. Eine fulminante Leistung.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartiger Autor 5. Mai 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Es fällt mir schwer, etwas anderes über Grand Tour zu schreiben: als daß es ein unglaublich gutes Buch ist. Ich bin ein totaler Fan von John Irving und irgendwo hatte ich gehört, daß ein Kritiker Kopetzky mit Irving verglichen hat - ehrlich gesagt, hatte ich Zweifel. Es gibt nette deutsche Autoren, die auch ganz interessante Büche schreiben (Kracht zum Beispiel oder H.Krausser) - aber die sind oft ziemlich dünn und auch keine richtigen Romane, das Leben, das darin beschrieben wird bleibt immer so beliebig, und die Handlung ergreift einen nicht wirklich, es gibt selten wirkliche Spannung. Richtige Figuren, deren Leben man ganz und gar teilen kann. Das können eigentlich nur die Amerikaner, eben zum Beispiel Irving. Humor, Witz und ergeifende Schicksale, spannende Handlung. Bei Kopetzky ist alles da. ER ist nicht wie Irving, aber ich verstehe, warum man ihn damit vergleicht. Ich kenne eigentlich kein Beispiel für Grand Tour. Es ist komisch und spannend, sehr gut lesbar geschrieben und unheimlich detailreich, und hat einen ganz eigenen Ton. Danach sieht man die Eisenbahn und die Bahnhöfe ganz anderes. Vorallem aber denkt man über Menschen nach, denn Kopetzkys Figuren leben wirklich. Hoffentlich schreibt er schon an einem neuen Buch.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Unwillkürlich erinnern die aufeinander zu rasenden, sich schneidenden, parallel nebeneinander her ratternden Handlungsstränge mit ihrer Unzahl an Figuren selbst an Bahnfahrten über den europäischen Kontinent; allein deshalb verdient dieser eindrucksvolle Roman Lob.

Kopetzky ist, was man nicht von sehr vielen zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren behaupten kann, ein Erzähler - etwas, wo uns die hierzulande geschmähten Amerikaner oft den Rang ablaufen -, ein Erzähler einer brillant konstruierten Geschichte, temporeich und skurill in Szene gesetzt.

Der Stil des Romans ist nicht immer ganz einheitlich, satirische Szenen wechseln mit melancholischer Romantik ohne immer einen nahtlosen Übergang zu schaffen; vermutlich hat das Werk eine längere Entstehungsgeschichte. Das trübt das Lesevergnügen allerdings nur unwesentlich.

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Die neuesten Kundenrezensionen
enttäuschend
Leider zeugt der Schreibstil von so großer Arroganz, dass es mir nicht möglich war, dieses Buch zu Ende zu lesen. Schade.
Vor 9 Monaten von Vanillezucker veröffentlicht
Grand Ennui
Auf einen flotten Schreibstil, interessante Charaktere und spannende, sich ineinander verstrickende Geschichtsstränge hatte ich gehofft. Und wurde leider enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Niklas Schröder veröffentlicht
Der beste deutsche Roman seit langer Zeit
Trotz zahlreicher Empfehlungen verlässlicher Leseratten bin ich an diesen Roman skeptisch herangegangen, da mir zuletzt zuviel Enttäuschendes aus deutschen Federn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2009 von hartmutw
Ich werd jetzt Schlafwagenschaffner....
Jeder Leser, der sich auf die "Grand Tour" einlässt sollte vorher wissen, dass er stundenlang, tagelang und wochenlang nur noch an eine Sache denken wird: Eisenbahnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. April 2009 von Christof Bente
Grossartige Reise zu sich selbst
Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen. Ein Buch über das Leben, der wahre Sinn des Lebens? Eine grossartige Reise um am Ende mehr über sich selbst zu erfahren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2007 von E.P.
Ein gutes Buch
Ein gutes Buch - vom Anfang bis zum Ende. Es gibt also durchaus vielversprechende junge deutsche Autoren. Lesen Sie weiter...
Am 22. September 2004 veröffentlicht
Der beste deutsche Roman der letzten Jahre
Als Leserin, die lange Jahre beruflich mit Literatur zu tun hatte und als Pensionärin nur noch liest, was ihr von der ersten Seite an gefällt, glaube ich mir ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2003 von Annemarie Budler
Der beste deutsche Roman der letzten Jahre
Als Leserin, die lange Jahre beruflich mit Literatur zu tun hatte und als Pensionärin nur noch liest, was ihr von der ersten Seite an gefällt, glaube ich mir ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2003 von Annemarie Budler
Ein ganz schön starkes Werk.
Das Thema des internationalen Nachtzugnetzes, sowie das der Suche nach einer Uhr, bergen in sich schon das Versprechen von Bewegung, Spannung und Höhepunkt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2002 von "sven-p"
Absolut unterhaltsam
Ich habe das Buch Grand Tour oder die Nacht der Complication mit wachsender Begeisterung gelesen. Schon lange hat mich kein deutscher Autor so sehr begeistert wie Steffen Kopetzky. Lesen Sie weiter...
Am 13. August 2002 veröffentlicht
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