Der zweite Roman von Martin Walker, mit dem Dorfpolizisten Bruno als Hauptperson, schließt nahtlos an das vorzügliche Erstlingswerk an. Auch in diesem Buch werden die verschiedensten Buchgenre, nämlich Krimi, Reise- und lukullischer Führer, vereint. Viele Personen aus dem ersten Buch begegnen uns hier wieder und wir lernen sie noch besser kennen und lieben.
Das Städtchen Saint-Denis im Perigord gerät in das Visier von einem amerikanischen Weinunternehmen. Die finanzielle Offerte, die das Unternehmen bietet, läßt die unterschiedlichen Ansichten des Bürgermeisters und seines Polizisten zur Zukunft der hiesigen Gegend, aufbrechen, und die Freundschaft der beiden gerät in eine Krise. Dabei ist das nicht das einzige Problem mit dem sich Bruno befassen muß. Ein Brandanschlag und ein Toter komplettieren die Sorgen!
Nach dem grandiosen erstem Buch, das sich mit Kollaboration in Frankreich und den Pied noirs beschäftigte, sind nun die Themen Globalisierung, Ökonomie, Ökologie, Genanbau und Umweltaktivismus.
Neben diesen sicher interessanten Themen bleiben die Menschen nicht im Hintergrund. Sie menscheln und feiern weiter. Mir macht dieses Buch wieder richtig Lust auf Frankreich, den leckeren Köstlichkeiten und auf weitere Bücher mit Bruno. Diese Romane machen im wörtlichen Sinne Appetit auf mehr. Allerdings müßte man auf die Bücher eine Warnung schreiben: Achtung, die Bücher von Martin Walker mit seinem Polizisten Bruno, können süchtig machen!