Der Inhalt der 230 Seiten dieses Buches ist thematisch umfangreich, sehr gut durchdacht, von Herzen kommend, tiefgründig und spannend. Ins Buch hinein fliessen, im unmittelbaren Kontext zum Heiligen Gral (Gralsstein), z.B. Themen wie Gematrie (Numerologie), Zahlen, Zahlenmystik, Kabbala, Symbole der Heiligen Geometrie und deren Bedeutung, Religion, die Blume des Lebens, Heilige Geometrie, Mythologie, Mathematik, Kunst, Geschichte, Architektur (Pyramiden), Archäologie, Astronomie, Musik sowie Sprach-und-Literaturwissenschaft.
Dabei wird deutlich ersichtlich das all diese Themen, sowie der gesamte Aufbau und die Aussagen des Buches, ein intuitiv-logisches sowie einheitliches und in sich geschlossenes Gesamtbild, mit vielen Facetten zur Gralsthematik, ergeben. Hier greift sozusagen ein Glied ins Andere, wie in einem grossen Puzzle dessen vollständiges Bild erst nach und nach beim Lesen der einzelnen Kapitel vor den Augen des Lesers entsteht. So wächst das geistige Bild des Gralsstein, des Stein der Weisen, Stück für Stück und wird dabei immer mehr unter die Lupe genommen, und näher beleuchtet.
Gleich zu Beginn, im Vorwort, geht es um klar empfangene Eingebungen des Autors sowie um die Wanderungen der Seele und des Geistes, die im wichtigen Zusammenhang mit zentralen Kernaussagen der Kabbala (Seelenwanderungslehre) und der Geburt Jesus, als auch seiner Wiederauferstehung, stehen. Die verschiedenen drei wichtigsten Methoden der Kabbala (Gematrie) werden kurz aufgezeigt und mit Hilfe der Umsetzung in lateinische Buchstaben und deutsche Worte erklärt. So z.B. auch wie sich Worte und Buchstaben numerologisch in Zahlen umwandeln lassen, diese addiert und in logischen Sinnzusammenhängen zu anderen Zahlen und Worten gesetzt werden. Dem Mathematiker und Philosoph Pythagoras, welcher Verfechter und Meister der Seelenwanderungslehre war, die ursprünglichste Numerologie und Zahlenmystik von Ägypten und Persien mit ins Abendland brachte, den berühmten Satz a Quadrat plus b Quadrat gleich c Quadrat formulierte und als erster die Gesetze der Musik (Tonleitern) anhand von Zahlenverhältnissen bestimmen und herleiten konnte, und mit Musik und seinem Zahlenwissen heilte, fällt im Buch eine wichtige Rolle zu.
Weiter geht es dann im 1. Kapitel um Katholische Irrlehren, hier besonders um die angebliche Jungfrau Maria und um die Zeugung und Wiederauferstehung des Jesus. Dies wird sehr schön und präzise dargestellt, und mit Hilfe sparsam eingestreuter und fundierter Zitate nebst Quellenangaben - so wie im gesamten Buch - belegt, ohne das dabei der Lesefluss und der Lesegenuss beeinträchtigt wird.
Ein paar Stellen in diesem Kapitel, so wie ein paar weitere im gesamten Buch, werden zum besseren Verständnis für den Leser wiederholt, was mir schon ganz richtig gemacht und für mich als Leser unerlässlich erscheint. Diese Wiederholungen machen aber nur maximal 10 Seiten von insgesamt 230 aus.
Im 2. Kapitel wird dann die seit Jahrhunderten währende Gralssuche an sich skizziert, und genau erläutert worum es dabei eigentlich geht. Hierzu gibt es viel Interessantes zu lesen. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht verraten.
Das 3. Kapitel behandelt ausführlich, in gänzlich neu erscheinender Weise, die Blume des Lebens, den Baum des Lebens und auch die Vesica Piscis. Bereits hier, im Vorfeld der eigentlichen und später folgenden wichtigsten und bisher unbekannten uralten Darstellungen und Herleitungen der Heiligen Geometrie, werden die Fans der Heiligen Geometrie sicher aufhorchen.
So findet sich im 4. Kapitel einiges Neuartige und Fesselnde zur Kabbala, der Apokalypse, dem göttlichen Alpha und Omega(A und O)und den eigentlichen Grundlagen des Gralswissens. Dieses Kapitel fand ich persönlich sehr beeindruckend, zumal die Regeln der Gematrie in sinnvoller und logischer Art und Weise durch dividieren und subtrahieren ergänzt werden. Auf den Punkt gebracht entsteht so eine verschmelzende Grals-Einheit des Wortes Apokalypse, sowie die des A und O mit der Kabbala, dem Satz des Pythagoras, der Kreiszahl pi, als auch den uralten heiligen geometrischen Formen des Kreises und des Dreiecks. Dies alles wird zudem im direkten Kontext zur Heiligen Geometrie auch geometrisch hergeleitet, traktiert und heraus kristallisiert.
Sehr interessant wird im 5. Kapitel die Herleitung der Gralssymbolik mit Hilfe der Heiligen Geometrie gezeigt. Dabei spielen Leonardo da Vinci und das uralte Ägypten eine wesentliche Rolle. Ein weiterer vorab Leckerbissen für die Fans der Heiligen Geometrie!
Kurz und knapp wird im 6. Kapitel auf den sogenannten "Santo Caliz", den vermeintlich Gralskelch, eingegangen. Fakt hierzu ist: Dieser Kelch ist mit Sicherheit nicht der Gral.
Im 7. Kapitel wird es so richtig spannend, denn dort geht es wieder um Leonardo da Vinci, um den gefallenen Engel Luzifer, den Gralsstein, um das Pyramidion und die geheimnisvolle göttliche Pyramide des Lichts - die himmlische Gralsburg - sowie um die Bedeutung des Namens des Gral/Gralsstein.
Die auf der Heiligen Geometrie basierende Architektur der Glastonbury Abbey, an deren Ort Jahrhunderte zuvor die irdische Gralsburg des König Artus (Avalon) gestanden haben soll, ist die Betrachtung im 8. Kapitel.
Das folgende 9. Kapitel befasst sich intensiv u.a. mit einem der wichtigsten mittelalterlichen Gralsliteraten, bzw. mit den Rätseln in und um Wolfram von Eschenbachs Gralsepos "Parzival". Hierbei spielen die platonischen Körper und ebenso die Heilige Geometrie, mit Hilfe dieser die platonischen Körper hergeleitet werden, eine zentrale Rolle. Der Leser findet hier viel aufschlussreiches und neues Wissen.
Die Krönung ist für mich das gesamte 10. Kapitel. Denn hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes total zur Sache. Mythologie - Mathematik - Geometrie. In diesem Kapitel, nebst sämtlichen Unterpunkten, behandelt und rekonstruiert der Autor in einer noch nie dagewesenen Ausführlichkeit und Exaktheit das verloren gegangene uralte altägyptisch-priesterliche Mysterienwissen - das heisst konkret die eigentlichen bis heute nicht bekannten Urgrundlagen und Urgeheimnisse der Heiligen Geometrie, sowie die der Mathematik !
Diese Urgrundlagen wurden durch die altägyptischen Götter Thot, Re und Horus den Menschen des alten Ägypten gebracht. Hier wird also mythologisches Wissen gezeigt, das durch knallharte Fakten beweisbar wird!
In keinem mir bekannten Buch zur Heiligen Geometrie findet sich auch nur ansatzweise so viel konzentriertes und faszinierendes Wissen hierüber. Ich kann der Kürze halber hier nur sagen, sonst würde diese Rezension Ellen lang werden: Wer den Heiligen Gral, als auch den Heiligen Gral der Heiligen Geometrie sucht, der wird diesen hier, und im gesamten Buch, mit Sicherheit finden!
Das 11. Kapitel steht wieder im Lichte von Leonardo da Vinci. Hier wird tatsächlich der wahre und bisher unbekannte Da Vinci Code offenbart, den Leonardo, als Eingeweihter der Heiligen Geometrie, der Menschheit in zwei seiner Kunstwerke verschlüsselt hinterlassen hat. Auch dieses Kapitel sprengt viele Rahmen, wandelt viel geschriebene Spekulationen, Phantastereien und Unwissen hierüber in Wissen, und bringt so Licht und Weisheit.
Im 12. Kapitel geht es nochmals intensiv um den Gralsstein - den Stein der Weisen, und dessen verborgenen Geheimnisse. Dies wird anhand der beiden Weisen Archimedes und Pythagoras, der Numerologie und Heiligen Geometrie, dem Leser in erstaunlichster Art und Weise vorgeführt.
Zum Schluss, im 13. Kapitel, werden die bisher bekannten Gralsspekulationen den Gralswahrheiten und Extrakten dieses Buches gegenüber gestellt.
Meine Schlussbetrachtung: Ein sehr zu empfehlendes Buch, dass alle Rahmen des Denkens sprengt und schlussendlich hellstes Licht in den Heiligen Gral und die Heilige Geometrie wirft!