26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk..., 3. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Graf von Monte Christo (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Viele in meinem bekanntenkreis haben die Nase gerümpft als wir in einer gemütlichen Runde wo wir gerade darauf gekommen sind was, wer gerade liest gesagt habe, dass ich den Grafen von Monte christo lesen werde. Ein alter, langatmiger Schinken, dessen Verfilmungen es unnötig machen sich dadurch zu quälen, aber ich darf allen Menschen die dasselbe Denken sagen, dass sie alle falsch liegen. Dumas' Roman lässt den Leser ein Abenteuer durchleben, was in keiner der Verfilmungen auch nur annähernd wiedergeben kann. Die Story ist so toll durchdacht, dass es eine Freude ist die knapp 1200 Seiten zu "durchfliegen"
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend umgesetzt, 25. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Graf von Monte Christo (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Aus zahlreichen Verfilmungen ist die Handlung größtenteils bekannt. Die wahre Form des Leidens aber, das Mitfühlen und Mitfiebern mit Nemesis (die Göttin der strafenden Gerechtigkeit) und schließlich Dantes' Rache - das erfährt man nur, wenn man es sich erarbeitet und das Buch liest, das sehr gut geschrieben ist. Es gibt Stellen, an denen die Gefühle einen überwältigen, an denen man einen Kloß im Hals runterschlucken muss (als z.B. "Simbad" jene alte Geldbörse mit dem Diamanten auf die Fensterbank legt, auf der Morel senior sie seinerseits Jahre zuvor legte, um dem sterbenden Vater Dantes die Qualen des Hungers zu erleichtern), die einen tiefer bewegen, als es ein Film kann, der mit vorproduzierten Bildern und Tönen arbeitet.
Das geschickt gesponnene Rachewerk Dantes lässt einen mitfiebern, wie es weitergeht, von Seite zu Seite. Teilweise wirkt die Story etwas grotesk (z.B. der unterirdische Palast auf Monte Christo, die Zaubertränke des Grafen und dergleichen), aber durchaus nicht unglaubwürdig - Edmond Dantes wird so hinreissend illustriert, dass der Leser ihm alles zuzutrauen bereit ist... ja, der Leser WILL, dass Edmond wie Deus ex machina handelt, weil die Gerechtigkeit danach schreit, dass Berge versetzt werden.
Besonders gefällt mir der Schluss, denn er ist authentisch, kein Happy-End-Kitsch, und überlässt dem Leser die Beantwortung der Frage, ob Rache wirklich erfolgreich sein kann; denn das, was Edmond am meisten ersehnte, kann er nicht mehr bekommen. Ihm verbleibt Dumas' Fazit : die Weisheit des Menschen besteht nur in den zwei Worten - Warten und Hoffen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
höchste Schreibkunst..., 25. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Graf von Monte Christo (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich kenne mittlerweile eine Kurzfassung des Buches und drei Verfilmungen, und wollte unbedingt einmal die lange Originalübersetzung lesen.
Um es kurz zu machen, ich war fasziniert; das Buch ist Schreibkunst auf höchstem Niveau - der Detailreichtum, die Beschreibungen der Charaktere...!
Man liebt die Hauptfigur des Edmont Dantes alias Graf von Monte Christo genauso wie man sie oft wegen seiner scheinbaren Gefühlslosigkeit und seiner Berechnung verabscheut oder sogar bemitleidet.
Für Liebhaber guter Literatur sehr zu empfehlen!
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