Die Maschine schneidet gut, das wird hier eigentlich in kaum einer Rezension angezweifelt. Nur manche finden sie zu laut.
Zur Lautstärke:
Wir hatten jetzt zwanzig Jahre lang eine Ritter mit Getriebmotor. Auch Bekannte von uns haben diverse Modelle mit Getriebemotor. Die sind alle nicht gerade flüsterleise, aber für die paar Minuten Laufzeit ist das wirklich kein Problem. Die Konsumermaschinen sind eh alle für Laufzeiten um die 5 Minuten ausgelegt. Die T10 ist auch nicht lauter als andere Getriebemaschinen.
An die Königsklasse der Kondensatormotorantriebe kommt sie in der Disziplin Lautstärke natürlich nicht heran, aber dafür ist sie auch von der Bauform her erheblich kompakter. Die Kondensatormotorantriebe sind nämlich generell wesentlich ausladender und wenn man eine kleine Küche hat, dann sind die meist zu groß.
Zur Schnittqualität:
Ich bin Fan von hauchdünnem Südtiroler Schinken. Die T10 hat unterhalb von einem Milimeter noch eine Viertel Feineinteilung mit jeweils folgendem Ergebnis:
1mm geht problemlos in gleichmäßigen Scheiben zu schneiden. Aber 1mm ist noch verhältnismäßig grob, man kann noch nicht durchs Schinkenblatt durchschauen.
0,75mm muss man schon gekühlten (Kühlschranktemperatur) nehmen und auf gleichmäßigen Anpressdruck achten, dann klappts auch in dieser Einstellung. Speck mit 0,75mm ist bereits leicht durchscheinend.
0,5mm ist mit dieser Maschine gerade noch machbar, wenn man ein geübter "Aufschneider" ist. Etwas Erfahrung vorausgesetzt gelingt der Schnitt gleichmäßig, aber bereits mit deutlicher Randbildung am Schinkenstück. Schinken mit 0,5mm ist bereits deutlich durchscheinend. 0,5mm entsprechen dem, was man in den meisten guten Metzgerreien bekommt.
0,25mm sind eigentlich nicht mehr wirklich machbar mit der T10. Gute Metzgermaschinen können das (einen willigen und erfahrenen Aufschneider vorausgesetzt), aber hier ist halt dann doch die Trennlinie zur Profiklasse. Bei 0,25mm könnte man bereits die sprichwörtliche Zeitung durchlesen. Leider wird bei der T10 hier der Schnitt so unregelmäßig. daß der Speck zerreist.
Dennoch sind 0,5mm immer noch sehr angenehm zu essen. Für eine Maschine dieser Größe und Preisklasse sind 0,5mm Schnittstärke eine sehr beachtliche Leistung. Ich würde sie jedenfalls wieder kaufen.
Die Maschine an sich ist aus Metall, ur der Schlitten und die abnehmbare Schnittguthalterung sind aus Kunststoff. Das Messer ist mit einem Bayonetteverschluss sehr leicht zu wechseln. Der Schnittbereich des Messers ist durch zahlreiche Vorrichtungen (Parkposition, Gehäuseüberstand oben, Abstreifer) gut geschützt. Die Maschine hat sowohl einen Momenttaster, als auch einen Dauerlauf.
PS: Alle oben genannten Schnittergebnisse wurden mit dem durchgängig glatten Schinkenmesser geschnitten. Dieses Messer ist für Wurst und Käse optimiert, schneidet aber durchaus auch Brot.