Früher haben wir in einem Wasserbad die entsprechende Menge Milch schonend auf die 60°C gebracht und dann die heiße Nilch mit einem fast beliebigen Batteriequirl geschlagen. Die Ergebnisse sind überzeugend, aber die Lebensdauer der Batteriequirle ist auf ein Jahr begrenzt- die Chinesen lernen dazu (Kollektorfedern sind extrem dünn), abgesehen von dem monatlichen neuen Batteriesatz. Deshalb Kauf einer Greaf-Maschine- diese Firma hat ja seit 35 Jahren einen guten Ruf.
1. Versuch, Kauf bei Media-Markt: Der Schleppfeld angetriebene Quirl taumelt, kommt vergleichweise zum B-Quirl nicht auf Touren, etwas fester Schaum, 70% Milch bleibt flüssig, Milch bäckt am Boden an. Kalte Milch ist überhaupt nicht aufzuschäumen. Also Ersatz geholt nach E-Mail Rückfrage.
2. Versuch: Quirl taumelt nicht mehr so, aber das Ergenis ist genauso schlecht.
Ergebnisse: - Die Heizleistung am Boden des Gefäßes verbäckt die Milch zu sehr.
- Der Anteil von ungeschäumter Milch ist immer noch 70 %.
- Kalte Milch aufschäumen geht garnicht.
- Die Drehzahl ist zu langsam, die Quirlgeometrie stimmt nicht.
Fazit: Das ist eine Schrottmaschine und hat mit der früheren Qualität von Greaf nichts mehr zu tun.
Als oller Ingenieur, der sich auch viel mit Thermodynamik beschäftigen muß, habe ich die Heizleistung zur Heizfläche in Relation gesetzt, obwohl ich die Heizfläche nur abschätzen konnte: sie beträgt rund 11 W/cm², was wahnsinnig viel ist, und hat mindestens eine Temperatur von 120°C, damit die Milch auch in 90 s auf die 60°C gebracht werden kann. Es wäre sehr viel sinnvoller, die Heizleistung auf < 200 W zu reduzieren. Dazu gehört auch noch eine Verkleinerung des Quirldurchmessers von 32 auf 22 mm Durchmesser bei wesentlich höherer Drehzahl. Das hat mit dem Milchwirbel und der Eintragsluft zu tun, die bei dem großen Rad viel gering ist. Man vergleiche Schaum mit Batteriequirl gegen MS 80, da werden Sie staunen.
Bei dem Preis kann ich 6 Jahre lang mir wieder die alten Quirle holen und betreiben .
Helmut Nieke